von
Cyl

Ich habe im Jahr 2013 einen Antrag auf EM Rente gestellt,der abgelehnt wurde weil nur 25 von 36 erforderlichen Monaten vorhanden waren.
Ich habe damals leider nicht bemerkt das dort ein ganz langer Zeitraum fehlt (über ein Jahr) mit dem ich die 36 Monate,eventuell voll bekommen hätte. Ich wurde nun bei einer Beratung wie es weitergeht darauf aufmerksam gemacht.
Da ich damals bei der Ablehnung den Bescheid als richtig empfand, hatte ich auch keinen Widerspruch eingelegt.
Macht es da nun überhaupt noch Sinn es nochmal zu versuchen? Würde dann nicht die Zeit ab heute für die letzten 5 Jahre herangezogen werden oder geht man dann vom damaligen Datum aus?
LG Cyl

von
Sonne39

Ich würde an Ihrer Stelle Ihr Rentenkonto up to date bringen und ganz einfach nochmal einen Antrag auf Ewerbsminderungsrente stellen. Ob man sich auf das alte Datum beziehen kann, kann ich Ihnen leider nicht sagen.

von Experte/in Experten-Antwort

Der 5-Jahreszeitraum rechnet rückwirkend ab dem Tag vor Eintritt des Leistungsfalles. Leistungsfall ist der Tag an dem nachgewiesen ist, dass Sie nicht mehr mindestens 6 Stunden täglich arbeiten können. Dies ist unabhängig vom Tag der Antragsstellung.
Selbstverständlich steht es Ihnen frei einen Neuantrag zu stellen, Sie können auch einen Überprüfungsantrag nach § 44 Sozialgesetzbuch X stellen, um die damalige Entscheidung überprüfen zu lassen. Dies ist auch noch möglich, wenn der damalige Bescheid rechtskräftig wurde.

von
Cyl

Vielen Dank für die schnelle Antwort an den Experten und Sonne..
Das beantwortet meine Frage auf alle Fälle und ich werde dann sobald ich die erforderlichen Nachweise über den fehlenden Zeitraum erhalten habe den Antrag auf Überprüfung stellen.

Hallo Sonne das mache ich auf alle Fälle,das es ja auch bei der normalen Rentenberechnung irgendwann mal wichtig ist das der Verlauf stimmt.
Liebe Grüße Cyl

von
Betrogene

Zitiert von:

Der 5-Jahreszeitraum rechnet rückwirkend ab dem Tag vor Eintritt des Leistungsfalles. Leistungsfall ist der Tag an dem nachgewiesen ist, dass Sie nicht mehr mindestens 6 Stunden täglich arbeiten können. Dies ist unabhängig vom Tag der Antragsstellung.
Selbstverständlich steht es Ihnen frei einen Neuantrag zu stellen, Sie können auch einen Überprüfungsantrag nach § 44 Sozialgesetzbuch X stellen, um die damalige Entscheidung überprüfen zu lassen. Dies ist auch noch möglich, wenn der damalige Bescheid rechtskräftig wurde.

Sehr geehrter Experte,

kann ich auch einen Überprüfungsantrag stellen, wenn damals aufgrund einer Anhörung die Klage zurückgezogen wurde, weil der Richter auf der Seite der DRV stand und ich keine Chance sah?

Besten Dank.

von
Cyl

Ich habe nun eine Mitgliedsbescheinigung von der Krankenkasse bekommen. Damit kann ich nachweisen das ich familienversichert war in dem Zeitraum der in meinem Rentenverlauf fehlt.
Aber reicht diese Bescheinigung auch um die Pflichtbeitragszeit nachzuweisen?
Ich habe gleich nachgegoogelt nach den Paragrafen kann aber nicht daraus erkennen ob es sich um anerkennbare Pflichtbeitragszeiten dabei handelt, wenn man Familienversichert ist.
Geschrieben steht dort das ich Mitgliedszeiten habe vom

14.04.2008-21.03.2013 Versicherungsgrundlage §10 SGB V

22.03.2013-laufend Nach § 5 Abs 1 Nr. 2a SGB V

von
W*lfgang

Hallo Betrogene,

beim Sozialgericht gibt es keine Überprüfungsanträge ;-)

Da es sich hier wohl nicht um einen Fall fehlender/jetzt nachgewiesener Versicherungszeiten handelt (die nunmehr die allein zur Ablehnung führenden fehlenden Beitragsmonate wiederherstellen), sondern vermutet um eine med. begründete Ablehnung, ist ein Überprüfungsantrag = Beißen auf Granit = hat Gericht doch abgewiesen = keine neue Entscheidung in der Sache von der DRV. Nur über einen Neuantrag kommen Sie zu einer neuen (alten?!) Entscheidung und können erneut den Rechtsweg beschreiten.

Gruß
w.

von
W*lfgang

[quote=229566]Aber reicht diese Bescheinigung auch um die Pflichtbeitragszeit nachzuweisen?/quote]Hallo Cyl,

NEIN,

hier/bei dieser Bescheinigung geht es zunächst nur um eine Beitrags-/Mitgliedsbescheinigung der Art der Zugehörigkeit zur gesetzlichen KV - die Familienversicherung in der KV hat leider gar keine Aussagekraft, ob Sie in der Zeit in der DRV versichert waren (eher das Gegenteil: _nur_ Familienversicherte =/= Pflichtversicherte in der DRV, Rentenzeiten entstehen eigentlich nicht!)

Also ein 'Beleg' dafür, dass in der DVR gar keine rentenrechtlichen Zeiten im Hinblick auf EM-Rente entstanden sind – mithin die Frage 'Habe ich 36 Monate Pflichtbetragszeit im Rücken vor EM-Fall?' damit erledigt ist.

Den 'Mehrblick' können Sie nur aus Ihrer Versichertenakte + incl. des med. Teils gewinnen - anfordern, reinkucken, Inhalt be/auswerten
Gruß
w.

von
Betrogene

Zitiert von: W*lfgang

Hallo Betrogene,

beim Sozialgericht gibt es keine Überprüfungsanträge ;-)

Da es sich hier wohl nicht um einen Fall fehlender/jetzt nachgewiesener Versicherungszeiten handelt (die nunmehr die allein zur Ablehnung führenden fehlenden Beitragsmonate wiederherstellen), sondern vermutet um eine med. begründete Ablehnung, ist ein Überprüfungsantrag = Beißen auf Granit = hat Gericht doch abgewiesen = keine neue Entscheidung in der Sache von der DRV. Nur über einen Neuantrag kommen Sie zu einer neuen (alten?!) Entscheidung und können erneut den Rechtsweg beschreiten.

Gruß
w.

Danke W*olfgang,

dann stelle ich mal einen Neuantrag.

Vielleicht entscheidet doch noch jemand zu meinen Gunsten.

Liebe Grüße

von
=//=

Zitiert von: Betrogene

Zitiert von: Betrogene

Der 5-Jahreszeitraum rechnet rückwirkend ab dem Tag vor Eintritt des Leistungsfalles. Leistungsfall ist der Tag an dem nachgewiesen ist, dass Sie nicht mehr mindestens 6 Stunden täglich arbeiten können. Dies ist unabhängig vom Tag der Antragsstellung.
Selbstverständlich steht es Ihnen frei einen Neuantrag zu stellen, Sie können auch einen Überprüfungsantrag nach § 44 Sozialgesetzbuch X stellen, um die damalige Entscheidung überprüfen zu lassen. Dies ist auch noch möglich, wenn der damalige Bescheid rechtskräftig wurde.

Sehr geehrter Experte,

kann ich auch einen Überprüfungsantrag stellen, wenn damals aufgrund einer Anhörung die Klage zurückgezogen wurde, weil der Richter auf der Seite der DRV stand und ich keine Chance sah?

Besten Dank.

Was verstehen Sie unter "damals"? Wenn die Klage bereits vor Jahren von Ihnen zurückgenommen wurde, macht ein Überprüfungsantrag keinen Sinn.

Übrigens stehen erfahrungsgemäß die meisten Richter des SG eher auf Seiten des Klägers als auf Seiten der DRV.

War das Klageverfahren z.B. im letzten halben Jahr durch Ihre Rücknahme abgeschlossen, können Sie rein theoretisch auch einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen. Diesem sind dann aber aktuelle ärztliche Unterlagen beizufügen.

von
Cyl

Zitiert von: W*lfgang

[quote=229566]Aber reicht diese Bescheinigung auch um die Pflichtbeitragszeit nachzuweisen?/quote]Hallo Cyl,

NEIN,

hier/bei dieser Bescheinigung geht es zunächst nur um eine Beitrags-/Mitgliedsbescheinigung der Art der Zugehörigkeit zur gesetzlichen KV - die Familienversicherung in der KV hat leider gar keine Aussagekraft, ob Sie in der Zeit in der DRV versichert waren (eher das Gegenteil: _nur_ Familienversicherte =/= Pflichtversicherte in der DRV, Rentenzeiten entstehen eigentlich nicht!)

Also ein 'Beleg' dafür, dass in der DVR gar keine rentenrechtlichen Zeiten im Hinblick auf EM-Rente entstanden sind – mithin die Frage 'Habe ich 36 Monate Pflichtbetragszeit im Rücken vor EM-Fall?' damit erledigt ist.

Den 'Mehrblick' können Sie nur aus Ihrer Versichertenakte + incl. des med. Teils gewinnen - anfordern, reinkucken, Inhalt be/auswerten
Gruß
w.

Hallo Wolfgang
ich verstehe leider den ganzen Zusammenhang bei mir nicht,ich bekomme seit Jahren Arbeitslosengeld II (!0 Jahre mindestens) und auch im oben genannten bescheinigten Zeitraum war ich arbeitslos gemeldet. Ich versteh nicht warum gerade diese Zeit dann keine Pflichtversicherungszeit war.
Was ist denn der Unterschied wenn man familienversichert und arbeitslos gemeldet ist zu der Zeit als ich noch nicht verheiratet war und arbeitslos gemeldet war?Nach dem Zeitraum der im Versicherungszeitraum fehlt stehen auch wieder Pflichtversicherungszeiten aufgeführt dort. Ich würd ja Einblick nehmen aber es gibt nichts einzusehen,ich habe den aktuellsten Versicherungsverlauf mit der Ablehnung meiner EM Rente zugeschickt bekommen und andere Angaben hat auch die Rentenversicherung nicht erhalten und in meiner Akte.Es kam nicht mal zu einer medizinischen Untersuchung da die EM Rente aus dem Grund schon abgelehnt bekam weil die Pflichtbeitragszeit nicht erfüllt ist. 25 von 36 Monaten nur.
Ich blicke nicht durch da und es fehlt noch viel mehr zum Beispiel die Zeit im Frauenhaus vom 08.05 2007 - 07.01.2008 in der Zeit habe Ich Sozialhilfe übers Frauenhaus bekommen und war trotzdem arbeitslos gemeldet. Werden denn diese Zeiten nicht wenigstens Im Verlauf angezeigt auch wenn da nichts berücksichtigt wird? Vielleicht wird es klarer wenn ich den betreffenden Abschnitt mal so einstelle wie er im Verlauf aufgeführt ist.

Der Zeitraum der zur Berechnung herangezogen wurde ist der 1.08.2007 -21.03.2013.

01.01.07 - 31.05.07
5 Monate Pflichtbeitragszeit Arbeitslosengeld II

01.01.08 - 29.02.08
2 Monate Pflichtbeitragszeit Arbeitslosengeld II

14.04.08 - 31.10.08
7 Monate Pflichtbeitragszeit Arbeitslosengeld II

01.11.08 - 31.12.08
2 Monate Pflichtbeitragszeit Arbeitslosengeld II

01.01.09 - 31.12.09
12 Monate Pflichtbeitragszeit Arbeitslosengeld II

01.01.10 - 18.02.10
2 Monate Pflichtbeitragszeit Arbeitslosengeld II

01.08.12 - 31.12.12
5 Monate Bezug von Arbeitslosengeld II

Wenn sich das noch einmal jemand anschauen könnte wäre ich sehr dankbar. MIr ist es wichtig zu verstehen warum in den 10 Jahren wo ich arbeitslos gemeldet war,auf einmal ein Zeitraum ist der nirgends auftaucht im Rentenverlauf obwohl ich dort genauso arbeitslos gemeldet war,wie den Rest der Zeit.vorher und hinterher nach der fehlenden Zeit wurden Pflichtbeiträge angerechnet.
Ich bewzweifle nicht die Richtigkeit des Entscheides ich kannn ihn nur nicht nachvollziehen.
Sorry ist nun zimlich lang geworden :/
LG Cyl

von
W*lfgang

Zitiert von: Cyl
01.01.10 - 18.02.10
2 Monate Pflichtbeitragszeit Arbeitslosengeld II

01.08.12 - 31.12.12
5 Monate Bezug von Arbeitslosengeld II

Cyl,

allein diese Lücke zwischen März 2010 - Juli 2012 ist schon viel zu lang (29 Monate), da bleiben ja rechnerisch nur 31 mögliche Pflichtbeitragsmonate in den letzten 5 Jahren übrig. Was davor noch zusätzlich an Lücken entstanden ist, ist daher unerheblich.

Die Krankenkasse hat Ihnen bescheinigt:

> 14.04.2008-21.03.2013 Versicherungsgrundlage §10 SGB V

dass Sie in dieser Zeit 'lediglich' in der Familienversicherung waren. Für die Rentenversicherung ist diese Bescheinigung unbedeutend, dadurch entstehen keine Pflichtbeitragszeiten im Rentenkonto, wie oben schon ausgeführt.

Der einfachste Weg ist doch, dass Ihnen das Jobcenter bescheinigt, dass Sie auch in der obigen Lücke ALG 2 bekommen haben und arbeitslos gemeldet waren. Sind Sie wirklich sicher, dass es vom Jobcenter immer ALG 2 war oder Sozialgeld oder doch eine andere Leistungsart? Und, sofern Sie die Bescheide aus diesem Zeitraum aufgehoben haben, haben Sie doch die Belege selbst in der Tasche zur Vorlage bei der Rentenversicherung.

Gruß
w.
...auf zum Jobcenter!

von
Cyl

Hallo Wolfgang,

ja ich bin mir sicher das ich arbeitslos gemeldet war und das zu jedem Zeitpunkt der letzten 10 Jahre. Das einzigste was sich geändert hat ist meine Eheschliessung und der Jobcenter durch Umzug.
Wenn ich Bescheide hätte wäre das alles kein Problem,aber genau die habe ich nicht.
Ich bin mittlerweile in Scheidung.Und in der Ehezeit wurden alle Bescheide an meinen (Noch)Ehemann als Haushaltsvorstand der Bedarfsgemeinschaft geschickt. Von ihm ist dahingehend keine Mitarbeit zu erwarten, er sucht nicht nach den alten Bescheiden und selbst wenn er sie hätte würde er es nicht schicken. Ich habe daraufhin selbst beim damaligen Jobcenter versucht nachzuforschen und wollte versuchen mir diese Bescheide zu besorgen, bin aber schon daran gescheitert das ich die Nummer der Bedarfsgemeinschaft nicht sagen konnte und wurde gleich abgewimmelt. Das war ja auch der Grund warum ich mir diese Bescheinigung der Krankenkasse geholt habe.
Es war also immer Arbeitslosengeld II Bezug vorhanden bis auf die Zeit im Frauenhaus dort bekam ich Sozialgeld über das Frauenhaus ausbezahlt,war aber auch arbeitslos gemeldet.
Dort versuche ich auch gerade herauszufinden warum ich keine Bescheide aus dieser Zeit habe,solangsam hab ich das Gefühl da hat jemand gründlich dafür gesorgt das ich nichts nachweisen kann.Komisch ist das es genau die Ehezeit plus minus ein paar Monate davor und danach betrifft.An Zufall glaube ich langsam da nicht mehr und versuche gerade mich mit dem Gedanken anzufreunden es einfach sein zu lassen.
Irgendwie beschleicht mich der Gedanke das es auch etwas damit zu tun hat das die Angaben die für meine Scheidung (Versorgungsausgleich) von meinem Nochehemann verweigert werden.Und das Trotz Androhung von einer hohen Geldstrafe und gerichtlicher Anhörung.

Einen Versuch werde ich noch machen und probiere das über das damals zuständige Sozialamt,vielleicht haben die ja noch irgendwas an Bescheiden.
Danke dir für deine Mühe Wolfgang,ich werde weiter berichten sobald ich neues weis.
LG Cyl

von
W*lfgang

Zitiert von: Cyl
Ich habe daraufhin selbst beim damaligen Jobcenter versucht nachzuforschen und wollte versuchen mir diese Bescheide zu besorgen, bin aber schon daran gescheitert das ich die Nummer der Bedarfsgemeinschaft nicht sagen konnte und wurde gleich abgewimmelt.
Cyl,

habens die Worte 'ich brauche es für meine Rente' erwähnt? Die Daten/Bescheinigungen stehen Ihnen zu.

Ansonsten sind Sie an einen besonders 'fähigen' Mitarbeiter des Jobcenters geraten (der Vorgesetzte wäre dann der nächste Schritt, um das 'Abwimmeln' zu unterbinden) ...für die Daten reichen Name, Vorname, Geburtsdatum - die BG-Nr. habe ich auch (meist) nicht, wenn ich als Externer da nachfrage. Wenden Sich mal an das örtliche Versicherungsamt, das kennt die kurzen Dienstwege. Und auch die DRV dürfte im Rahmen des Amtsermittlungsgrundsatzes (hey Jobcenter, gibt mir mal die Daten zu Person XYZ, weil 'unsere' Versicherte mir mitgeteilt hat, dass sie die Daten nicht rausgeben wollen/können) kein Problem haben, über fragliche Zeiträume notwendige Auskünfte zu erhalten.

LG
w.

von
Cyl

Hallo Wolfgang,
ich bin dran und werde mich auch zukünftig bei allen Behördenangelegenheiten von einem Sozialpaten unterstützen lasen, der die notwendige Hartnäckigkeit die mir fehlt aufbringt.
Werde berichten wie es weiterging.
LG Cyl