von
Lexi77

Guten Tag,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Frage, aber ich versuche es einfach mal...

Im Feb. 2001 wurde ich zur Beamtin auf Widerruf ernannt. Im Oktober 2002 erlitt ich einen Wegeunfall und wurde dann zum Ende Sept.2006 aufgrund dauerhafter AU, aus dem Beamtenverhältnis entlassen. Ab Okt. 06 bezog ich Hartz IV, die Beiträge für die RV wurden daraufhin von der Arge übernommen.

Nach der Entlassung aus dem Beamtenverhältnis hatte ich einen Antrag auf Zahlung eines Unfallausgleiches gestellt. Dazu habe ich jetzt den Bescheid bekommen, dass mir eine Erwerbsminderung von 50% zuerkannt wurde und ich deshalb ab dem 01.12.2009 Versorgungsbezüge nach §38BeamtVG bekommen werde, außerdem eine Nachzahlung für den Zeitraum ab Okt. 2006.

Nun meine Frage: muss ich jetzt selber einen Beitrag an die RV zahlen? Und wenn ja, wie hoch ist dieser und wie gehe ich am besten vor?

Vielen Dank im Voraus!

von
F U N

Hallo,
ob und in wie weit diese Nachzahlung in die Rentenversicherung gemeldet werden , was zu eine Versicherungspflicht führen würde, klären sie bitte mit ihrer Versorgungsdienststelle.

Sie sollten m.E. auf jeden Fall die Zahlstelle des ALG II über die bevorstehende Nachzahlung unterrichten, denn diese könnte einen sogenannten "Erstattungsanspruch" geltend machen.

von
Lexi77

Danke für die schnelle Antwort!

Mit der Versorgungsdienststelle (LBV) habe ich bereits telefoniert, dort konnte man mir dazu nichts sagen. Mein Fall ist ein Zitat: "außergewöhnlicher Sonderfall", bei dem keiner so richtig weiß, wie was geht (man konnte mir bisher noch nicht einmal sagen, ob ich dadurch beihilfeberechtigt bin oder nicht... - aber das ist ein anderes Thema). Dort konnte man mir nur sagen, dass von seiten des LBV keinerlei Beiträge gezahlt werden.

Die Arge ist bereits vom LBV über die Nachzahlung informiert worden, und die Ansprüche werden bereits berechnet, bevor es zu einer Auszahlung an mich kommt. Aber danke für den Hinweis.

von
Schiko.

Möchte auch hierzu meine Meinung sagen.

Wenn ich es richtig sehe sind für Sie noch keine sechzig Monate als
Mindestvoraussetzung für eine spätere Rente gegeben.

Natürlich können Sie dies aufbessern mit monatlich freiwilligen Mindest-
beitrag von 79,60.

Dies auf,s Jahr gerechnet sind immerhin 955,20 Euro.

Bezogen auf den Durchschnittsverdienst des Jahres 2009 mit 30.879 und
27,20 Rentenwert, zugleich ein Entgeltpunkt.

Es entsprechen die 79,60 Beitrag einen Jahresverdienst von 4.800, folglich:

Euro 27,20 : 30879 x 4.800 ergeben für die 955,20 Beitrag 4,23 Renten-
zuwachs, natürlich 12 mal ausgezahlt im Jahr 50,76 Euro.

Ohne Ihre Versorgungsbezüge und Unfallrente zu kennen bin ich der
Meinung, dies ist wenig rentierlich.

Mit freundlichen Grüßen.

Experten-Antwort

Hallo Lexi77,

ohne die Einzelheiten Ihres konkreten Falles zu kennen, können wir Ihnen keine konkrete Aussage geben. Wir empfehlen Ihnen deshalb bei der nächst gelegenen Auskunfts- und Beratungsstelle einen Termin zu vereinbaren, damit Sie individuell beraten werden können. Schildern Sie dabei ausführlich Ihren bisherigen beruflichen Werdegang. Nehmen Sie Unterlagen zu Ihrem vorherigen Beamtenverhältnis mit zur Beratung. Schieben Sie bitte die Terminvereinbarung nicht auf die "lange Bank". Die Ihrem Wohnort nächst gelegene Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Service/Beratungsstellen" ermitteln.