von
pustenblume

Hallo,was habe ich für ein Wahl?Ich bekomme 100Euro volle Erwerbsminderungsrente bis 2017.Die freiwillige Versicherung soll mehr sogar kosten.Was passiert wenn ich mich arbeitslos melde?Ich möchte arbeiten geht das?Ich wurde von gesetzliche Krankenversicherung ausgestöert.Wenn ich arbeiten möchte muss ich was zurück an die Krankenkasse zahlen müssen?

von
Herz1952

Hallo Pusteblume,

eine "freiwillige Versicherung" um die Rente zu erhöhen ist wahrscheinlich nicht möglich und bringt auch nichts.

Was Sie tun können ist im Rahmen des Minijobgesetzes etwas hinzuzuverdienen. Schauen Sie bitte in Ihrem Rentenbescheid nach, da sind die Hinzuverdienstgrenzen aufgeführt.

Sollten Sie bedürftig sein, könnten Sie noch zusätzlich Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen (beim Sozialamt).

Eine Meldung bei der AfA wird Ihnen nichts bringen, das Sie nicht vermittelt werden können. Minijobs für Rentenempfänger werden - soviel ich weis - nicht vermittelt. Dafür ist das AfA nicht zuständig.

Zurückzahlen müssen Sie an die Krankenkasse nichts. Außerdem sind Sie mit Ihrer Rente - auch wenn es nur 100,-- Euro sind - krankenversichert.

Beim Minijob zahlt der Arbeitgeber, das kann auch ein Privathaushalt sein, Pauschalen für KV/PV, Unfallvers. LFZ Krankheit, Rentenversicherung, die er alleine tragen muss. Eine 2-%ige Lohnsteuerpauschale ist ebenfalls zu entrichten v. Arbeitgeber.

von
Schade

Arbeitslos melden wird nicht gehen weil Sie voll em sind - was soll das Arbeitsamt mit einem Arbeitslosen anfangen, der nicht arbeiten kann?

Wenn Sie meinen arbeiten zu können tun Sie dies in dem Sie eine Arbeit annehmen mit der Sie mehr als 450 € verdienen.

Dann sind Sie wieder pflichtversichert und alles ist in Butter. Nur ob ein voll Erwerbsgeminderte eine Arbeit findet?

Wenn hätten Sie die ja auch finden können bevor Sie berentet wurden, dass die Rente so mickrig wird, haben Sie doch sicher gewusst - man bekommt doch die jährliche Renteninformation und sollte eigentlich von der Rentenhöhe nicht überrascht sein.

Wieso haben Sie den Rentenantrag überhaupt gestellt, wenn Sie meinen arbeiten zu können.

So ganz logisch scheint mir der Beitrag nicht zu sein.

von
pustenblume

Hallo,ich wurde von Arbeitsamt aufgefordert eine Reha und Erwerbsminderungsrente zu stellen,sonst wird mir Arbeitlosenged gestrichen,darum habe ich beides beantragt.Bescheid von erw. volle Rente war schneller gehehmig,die Reha denke ich kommt noch.Damit ,dass das so schnell geht habe ich nicht gerechnet.Das Arbeitslosengeld sollte bis Juli 2016 gehen.Es wurde alles gestrichen.Ich musste freiwilige Krankenkasse beantragen.Die gesetl.Krankenkasse verlangte sofort Rentenbescheid von meinem krebkranken (er liegt im Sterben)Mann,damit die freiwilliger Beitrag berechnen können.Er bekommt 2000Euro Rente,ich 100Euro.Die haben mir gesagt,dass sie sein Beitrag von 770 Euro plus Kind an Privatversicherung nicht berücksichtigen können.Er braucht Geld für Chemo,musste 400Euro selbst bezahlen,den er ist nur 90%versichert.Ich habe Angst,was ich bezahlen muss.Wie komme ich jetzt aus der Missere raus? LG Estee

von
Herz1952

Hallo Pustenblume,

Ihr Arbeitslosengeld wird wohl ab sofort durch Ihre Rente ersetzt. ALG I ist natürlich allgemein höher. Es ist wohl auch sofort eingestellt worden, weil das Arbeitsamt mit der Rentenversicherung abrechnet um Doppelzahlungen zu vermeiden.

Das mit Ihrem Mann ist tragisch. Aber sich privat zu versichern ist immer ein "zweischneidiges Schwert". Auf der einen Seite hat er Beiträge gespart, auf der anderen Seite zahlt er sie jetzt "nach". Aber mit 2000,-- Euro Rente und sicher ein paar Ersparnissen (oder?) müsste das doch zu schaffen sein.

Noch ein persönlicher Tipp wegen der Krankheit Ihres Mannes. Wenn er schon "im Sterben liegt", warum will man ihn noch mit Chemo "quälen". Gut, manchmal ist dies auch ein Mittel der Schmerzbekämpfung in so fern, dass die Tumore vielleicht nicht weiterwachsen und Schmerzmittel "gespart" werden können. Meinem Bruder ging es ähnlich. Als Ihm der Onkologe sagte, dass "wir" noch 6 Wochen "gewonnen" haben, sagte er nur zu ihm: "Sie vielleicht, ich nicht".

Auch in Ärztekreisen betrachte man eine Chemo zum Ende des Lebens mittlerweile kritisch und empfiehlt sie nicht mehr unbedingt. Ganz brutal ausgedrückt, die Chemo gibt dem Körper noch den "Rest". Vielleicht wären in diesem Stadium Schmerzmittel die "Mittel der Wahl", wie das Ärzte umschreiben.

Wenn Sie allerdings freiwillig mit Ihrem Mann versichert waren, gibt es leider keinen Zuschuss zur Kranken und Pflegeversicherung. Auch durch einen Minijob kommen Sie nicht in die gesetzliche Krankenversicherung.

"Schade" hat schon eine Lösung für dieses Problem genannt. Eine Versicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen, ohne Rücksicht auf Ihre eigene Rente. Aber dies dürfte leider sehr schwierig sein.

Erlauben Sie mir den Hinweis auf Ihre mögliche Witwenrente. Diese wird wohl ca. 1200 Euro betragen. Davon müssen meine Frau und ich leben. Allerdings haben Sie noch die private Krankenversicherung "am Bein".

Aber ich habe erst kürzlich fast eine Monatsrente hingelegt, weil mir die GKV auch nicht helfen konnte. Ich konnte aus gesundheitlichen nicht länger warten, bis eine stationäre Behandlung möglich war, die die GKV bezahlt hätte, sondern musste zur Ambulanz dieser Einrichtung, die keine KK-Zulassung hatte, obwohl die gleichen Ärzte auch stationär behandeln durften.

Auch für gesetzlich Versicherte wollte der zuständige "Gemeinsame Bundes Ausschuss" das Grundgesetz außer kraft setzen. Das Bundesverfassungsgericht hat allerdings im Einzelfall entschieden, dass dies nicht zulässig sei. Aber jeder Patient muss sich jetzt um seine Rechte persönlich kümmern und hat leider keine Unterstützung von seinen Ärzten zu erwarten. Es ist für die zu viel Verwaltungsaufwand und sie haben "Budget"-Angst und kennen dieses Urteil, das richtungsweisend ist, nicht. Oder sie wollen es nicht kennen. Sie reden sich nur raus mit dem Standard Satz "Das zahlt die Krankenkasse nicht". Basta.

Ihnen wünsche ich alles Gute und Ihrem Mann, dass er nicht leiden muss.

von
pustenblume

Hallo, ich war vorher gesetzlich versichert.Mein Mann ist bei private Kasse versichert.Es gibt keine Ersparnisse,es gibt durch seine Krankeit nur Schuldern.Warum will die gesetzliche Kasse seine Einkommen wissen?Ich muss doch nicht 300Euro Krankenkasse bezahlen oder?

von
Herz1952

Hallo Pustenblume,

rufen sie doch bitte Ihre Krankenkasse an, und schildern Ihre Situation. Die Sachbearbeiterin wird sie dann schon richtig aufklären. Dann sind wenigsten die Unsicherheiten beseitigt.

Ich kann Ihnen da jetzt auch nicht weiterhelfen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo pustenblume,

wie ich Ihren Beiträgen entnehmen kann, konzentriert sich Ihr Problem doch eher auf die Frage der Beiträge zur Krankenversicherung. Leider kann ich Ihnen im Rahmen dieses Forums zur Alterssicherung und Rentenversicherung zu dieser Fragestellung nicht weiterhelfen. Insoweit kann ich Ihnen nur empfehlen, sich zur Problemlösung direkt an die zuständige Krankenkasse zu wenden.

von
W*lfgang

Zitiert von: pustenblume
Warum will die gesetzliche Kasse seine Einkommen wissen?
pustenblume,

da Sie 'nur' freiwillig versichert sind in der KV, wird das Familieneinkommen zur Hälfte für die Ermittlung Ihres freiwilligen Beitrages berücksichtigt. Liegt dann wahrscheinlich auch nur etwas über der Mindestbemessungsgrundlage von 945 EUR mtl. (ein Einkommen in dieser Höhe wird von der KK zur Beitragsberechnung angenommen, auch wenn Sie kein Einkommen/nur die 100 EUR Rente haben). Wenn Sie neben der Rente einen Minijob ausüben, erhöht der nicht zusätzlich Ihren freiwilligen Krankenkassenbeitrag.

In Ihrer (finanziellen) Situation sollten Sie sich mal mit dem örtlichen Sozialamt unterhalten, ob Sie nicht von dort ergänzende Leistungen (Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung, ggf. auch nur Wohngeld) erhalten können.

Gruß
w.

von
pustenblume

Hallo ,ich war bei gesetli. Krankenkasse,die sagten,dass sie keinen Rücksicht auf die Höhe über 700 Euro Beiträge meines Mannes nehmen können.Arbeitsamt sagte,dass ich zwar einen Resteinspruch von 6Monaten über 580 Euro habe,aber ich soll mich vor Ablauf der Erv.Rente arbeitslos melden.Das ist im Mai 2017.Da bin ich 60Jahre alt und mein Mann nicht mehr da. Wie ist das,wenn mann die Krankenkasse nicht bezahlen kann?LG Estee

von
pustenblume

Hallo ,ich war bei gesetli. Krankenkasse,die sagten,dass sie keinen Rücksicht auf die Höhe über 700 Euro Beiträge meines Mannes nehmen können.Arbeitsamt sagte,dass ich zwar einen Resteinspruch von 6Monaten über 580 Euro habe,aber ich soll mich vor Ablauf der Erv.Rente arbeitslos melden.Das ist im Mai 2017.Da bin ich 60Jahre alt und mein Mann nicht mehr da. Wie ist das,wenn mann die Krankenkasse nicht bezahlen kann?LG Estee

von
W*lfgang

Zitiert von: pustenblume
Hallo ,ich war bei gesetli. Krankenkasse
...und morgen gehen Sie zum Sozialamt! Schrecken Sie nicht vor dem Namen zurück - vielleicht können die Ihnen finanzielle Hilfen anbieten ...Info schadet nie.

> bei gesetli. Krankenkasse,die sagten,dass sie keinen Rücksicht auf die Höhe über 700 Euro Beiträge meines Mannes nehmen können.

Das wage ich zu bezweifeln. Haben Sie einen Einkommensteuerbescheid vom Vorjahr? Der Krankenkasse vorlegen, welche Einkünfte tatsächlich verfügbar sind - UND erstmal Widerspruch gegen einen (schriftlichen) Beitragsbescheid der KK einlegen. Denken Sie auch über zusätzlichen rechtlichen Rat (SOVD, VdK, ggf. Fachanwalt für Sozialrecht) nach.

Gruß
w.