von
skorpie

Hallo, wenn eine Ehefrau nicht während der Ehe gearbeitet hat und geschieden wurde, bekommt sie die Hälfte des Rentenkontos ihres Ehemannes.-Versorgungsausgleich. Nun ist diese geschiedene Ehefrau so krank das sie nicht arbeiten kann. sie hat selbst keine Rentenbeiträge eingezahlt. Kann sie aufgrund der Krankheit Erwerbsminderungsrente bekommen ? Danke für Antworten

von
W*lfgang

Hallo skorpie,

beantragen kann sie schon. Aber eine EM-Rente wird bereits dann abgelehnt werden, wenn sie in den letzten 5 Jahren nicht wenigstens 36 Monate versicherungspflichtig gearbeitet hat (vereinfacht gesagt). Die Zeiten aus dem Versorgungsausgleich zählen dabei nicht als 'echte' Arbeitszeiten.

Da es von der 36in5-Regel einige Ausnahmen gibt, wäre es am Besten, das vor Ort nachprüfen zu lassen - wenn sie tatsächlich nix gemacht, das letzte Kind älter als 12 Jahre ist, Mutti nicht gepflegt hat, keine dauerhafte Meldung beim Jobcenter vorliegt, ist Sie aus der EM-Geschichte wahrscheinlich raus.

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Neben medizinischen Voraussetzungen müssen auch die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erfüllt sein.
Die allgemeine Wartezeit (60 Kalendermonate Versicherungszeit) können durch Monate aus dem Versorgungsausgleich erfüllt werden. Darüberhinaus ist jedoch auch erforderlich, dass in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vorliegen müssen. Diese versicherungsrechtliche Vorausetzung können durch Zeiten aus dem Versorgungsausgleich nicht erfüllt werden, da diese Zeiten einem bestimmten Zeitraum nicht zugeordnet werden können.