von
Yvonne

Hallo,

ich habe eine Frage zur Erwerbsminderungsrente. Ich bin jetzt 27 Jahre und konnte auf Grund meiner Krankheit noch in keinem Arbeitsverhältnis arbeiten. Ich habe damals in einem Baumarkt gearbeitet (leider nur 2 Wochen), dann musste ich wegen starken Rückenschmerzen aufhören. Nach einigen Artzterminen stellte sich raus, dass einige Wirbel zusammengewachsen sind (Halswirbel und Lendenwirbel). Sobald es in diesen Gegenden knackst, muss ich mich hinlegen, da ich dann sehr starke Kopfschmerzen bekomme. Bei jedem Bewerbungsgespräch kam immer die Frage, warum ich in Sport ein Attest hatte und wenn ich dann erzähl, wo das Problem liegt, muss ich wieder gehen. Aber nun zu meiner Frage. Habe ich in diesem Fall Anspruch auf Erwerbsminderungsrente? Ich habe je noch nichts weiter in die Rentenkasse einzahlen können bzw. dürfen. Was ich allerdings nicht weiß, ob bei meiner Halbwaisenrente und den Versorgungsbezügen Rentenbeiträge abgezogen wurde.
Über Antwort würde ich mich freuen, denn ich weiß wirklich nicht mehr weiter.

Gruß
Yvonne

von
KSC

so wie Sie den Fall schildern werden Sie keinen Rentenanspruch wegen Erwerbsminderung haben.

Aus Ihrer Waisenrente wurden keine RV Beiträge abgeführt.

von
Hartz IV

Ein Fall für Hartz IV, wie es scheint.

von
Hase

Oder, wenn Erwerbsminderung auf Dauer festgestellt, für Grundsicherung nach SGB XII. Antrag stellen beim Grundsicherungsamt schadet nicht.

von Experte/in Experten-Antwort

Von Ihrer Halbwaisenrente und den Versorgungsbezügen werden keine Rentenbeiträge gezahlt.

Für einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente muss grundsätzlich die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren (60 Monate mit Beiträgen) erfüllt sein und in den letzten 5 Jahren vor dem Leistungsfall 3 Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit vorhanden sein.

Nach Ihren Angaben erfüllen Sie diese versicherungsrechtlichen Voraussetzungen wohl nicht. Inwieweit aber die allgemeine Wartezeit eventuell vorzeitig erfüllt ist und die sog. 3/5-Belegung entbehrlich ist, kann von hieraus nicht beurteilt werden.

Sie sollten sich hierzu einfach einmal in einer unserer Auskunfts- und Beratungsstellen beraten lassen. Die nächstgelegene finden Sie, wenn Sie auf dieser Seite unter „Service“ die Rubrik „Beratungsstellen“ auswählen. Und dann einfach Ihren Wohnort bzw. die Postleitzahl eingeben.

von
Yvonne

Danke für die schnellen Antworten. Also, ich habe bereits einen Antrag gestellt, da mich meine Arbeitsvermittlerin dort hingeschickt hat. Sie weiß auch nicht so richtig weiter. Was ich noch nicht geschrieben habe, ist, dass ich diese Leiden laut den Ärzten schon seit Geburt habe. Leider wurden die Arztbesuche meiner Mutter mit mir wegen starken Kopfschmerzen in der DDR nie ernstgenommen, so dass es sich erst 2001 durch meinen Hausarzt herausgestellt hat. Hartz 4 bekomme ich seit Juni 2006 und jetzt ist es so, dass die Arbeitsvermittlerin mit mir eine Arbeitsstelle suchen wollte, aber laut dem ersten Gutachten des Arbeitsamtsarzt fällt weitestgehen alles raus, da ich ja auch noch schlimme Ekzemen an Hände und Füßen habe. Ich bin wirklich richtig fertig, da ich nicht weiß, wo ich noch Hilfe bekomme, denn Arbeit bekomme ich mit den Aussichten nicht. Habe übrigens nicht auf der faulen Haut gelegen und ein Nebengewerbe angemeldet, welches ich je nach Gesundheitszustand nachgehen kann. Allerdings bekomme ich von der ARGE überhaupt keine Unterstützung. Diese legen mir immer wieder Steine in den Weg. Vielleicht kann mir doch noch einer von Euch weiterhelfen und mir sagen, wo ich mich noch hinwenden kann, wenn das mit der Erwerbsminderung nicht klappt. Ich frage mich nur, wie das die Leute machen, die von Geburt an schon "behindert" sind. Die haben auch noch keine 5 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.

Gruß
Yvonne

von
Schade

für Behinderte, die seit Geburt behindert sind, gibt es eine Sonderregelung, dass die Rente möglich ist, wenn 20 Beitragsjahre vorliegen.

Das nützt Ihnen nichts, weil Sie noch kaum Beiträge haben!

Ihren Vorwurf, dass die ARGE Ihnen "Steine in den Weg legt" verstehe ich nicht.
In welche Arbeit sollen die Sie denn vermitteln, wo Sie doch selbst von Rente reden und sagen, dass Sie nicht arbeiten können? Das ist nicht die Aufgabe der ARGE!

Sollten Sie dauerhaft voll erwerbsgemindert sein, kommt nicht ALG II sondern höchstens die Grundsicherung in Frage (die ist einkommensabhägig).
Welche Stelle an Ihrem Wohnort dafür zuständig ist, da erkundigen Sie sich am besten beim Landratsamt.

von
Yvonne

Das mit der ARGE ist eine sehr lange Geschichte, eigentlich schon fast medienreif, aber gut, so weit möchte ich dann auch nicht gehen. Das Thema Grundsicherung ist auch noch eine Möglichkeit, werde aber jetzt erstmal abwarten. Von der ARGE wurde ich noch zum Arbeitsamtsarzt verwiesen, da warte ich noch auf einen Termin und bei der Rentenstelle werde ich abwarten, was passiert. Was bedeutet eigentlich die freiwillige Einzahlung in die Rentenkasse? Habe zwar mal was darüber gelesen, komme aber damit nicht so richtig klar.

Gruß
Yvonne

von
Schade

das mit der ARGE ist wahrscheinlich deshalb in Ihren Augen "medienreif", weil wohl Ihr Leistungsvermögen noch nicht geklärt ist.

Insofern sollte medizinisch abgeklärt werden, ob Sie arbeiten können oder nicht.
Das weitere Vorgehen richtet sich dann nach dem medizinischen Ergebnis.

Die freiwillige Rentenversicherung lassen Sie besser. Natürlich können Sie freiwillige Beiträge zahlen - aber da die Voraussetzungen für eine EM Rente nicht vorliegen dürften, erhöht jeder heute gezahlte 1000 Euro Betrag Ihre spätere Altersrente um 4 bis 5 Euro - das vergessen Sie leiber gleich.

von
Yvonne

Deshalb habe ich mich auch erstmal kundig gemacht, zwecks der Beiträge. Jetzt heißt es erstmal abwarten, was die Ärzte sagen. Es sieht ja so aus, dass ich nie sagen kann, wie lange ich arbeiten kann. Sobald es in der Wirbelsäule knackst, weiß ich genau, dass ich keine halbe Stunde später höllische Kopfschmerzen habe. Ich hoffe, dass es ein Arzt gibt, der mir das glaubt. Ein Außenstehender kann sich das kaum vorstellen, wie schlimm so etwas ist. Zum Teil kommt es in der Woche 4-5 Mal vor und man kann wirklich nichts dagegen tun. Am liebsten wäre mir, wenn eine Heilungschance bestehen würde und ich mal richtig arbeiten könnte, aber zusammengewachsenes bekommt man eben nicht mehr auseinander.
Na gut, warten wir mal ab, was passiert.
Danke für deine (eure) Hilfe. Wer natürlich noch mehr Tipps hat, kann sich ruhig melden, bin für jede Hilfe dankbar.
Bis dahin
Yvonne