von
Herr Steiner

Hallo,

ich habe ja bereits zweimal von diesem unsäglichen Fall von Justizirrtum berichtet:

https://www.ihre-vorsorge.de/no_cache/forum.html?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=24533

Folgende aktuelle Entwicklung: Nachdem der Häftling erfahren hatte, dass seine kleine EM-Rente für "Verpflegung und Unterkunft" verrechnet wird (eine Frechheit wie ich meine) hat er nun die Gelegenheit erhalten in der Haftanstalt zur Arbeit zu gehen. Die Einkünfte sind allerdings unfassbar gering. Der Mann arbeitet dort demnächst in Vollzeit und erhält dafür nur ca. 100,00 Euro monatlich.
Jetzt möchte er wissen ob diese Arbeitszeit von mehr als 3 Stunden pro Tag seiner EM-Rente schaden könnten die er ja in 10-15 Jahren weiterhin in Anspruch nehmen möchte - "Wenn nichts dazwischen kommt" waren seine traurigen Abschiedsworte und er machte dabei diese seltsame Geste mit seiner Hand.

Ich habe mit dem Mann viele Schlachten geschlagen (3.Halbzeit..) und stehe bei ihm im Wort. Daher bitte nur aussagekräftige und hilfreiche Antworten, gerne auch von einem Experten.

von
Frauke

Warum machst du dich so abhängig von diesem Mann?
Deine Zeilen sind von Emotionen gespickt, rein Faktisch wäre zu sagen, dass seine EM-Rente zumindest gleich bleibt.

von
Ochnee

Da kommen mir die Tränen.

1.Natürlich muss ein Häftling,sofern er dazu in der Lage ist,für Kost und Logis aufkommen.
Sollte sich seine Unschuld herausstellen und er bekommt eine Haftentschädigung,dann hat er das Glück,dass ihm diese Kosten dann nicht davon abgezogen werden,wie es anderen Justizopfern geschieht.
2.Eine Beschäftigung im Knast soll kiein Vermögen bilden,sondern lediglich dafür sorgen,dass er seine Einkäufe erledigen kann.Ausserdem hilft es dem Staat weitere Kosten für eine Haft etwas abzudecken.

von
Pepe

Zitiert von: Ochnee

Da kommen mir die Tränen.

1.Natürlich muss ein Häftling,sofern er dazu in der Lage ist,für Kost und Logis aufkommen.
Sollte sich seine Unschuld herausstellen und er bekommt eine Haftentschädigung,dann hat er das Glück,dass ihm diese Kosten dann nicht davon abgezogen werden,wie es anderen Justizopfern geschieht.
2.Eine Beschäftigung im Knast soll kiein Vermögen bilden,sondern lediglich dafür sorgen,dass er seine Einkäufe erledigen kann.Ausserdem hilft es dem Staat weitere Kosten für eine Haft etwas abzudecken.

So wie ich das verstehe sitzt da jemand zu Unrecht ein, seine EM-Rente wird ihm weggenommen und er arbeitet für 100 Euro monatlich in Vollzeit. Gehts noch schlimmer?

von
Schorsch

Zitiert von: Pepe

So wie ich das verstehe sitzt da jemand zu Unrecht ein, seine EM-Rente wird ihm weggenommen und er arbeitet für 100 Euro monatlich in Vollzeit. Gehts noch schlimmer?

Tatsächlich ist es so, dass da jemand BEHAUPTET, unschuldig zu sein!

Immerhin wurde er rechtskräftig verurteilt und weder der "Unschuldige" noch sein Anwalt haben Rechtsmittel gegen dieses "zum Himmel schreiende Fehlurteil" eingelegt.

Warum nicht?

So leicht kommt man nicht in die JVA-Werl, in der nur Schwerverbrecher sitzen!

Wie mein Vorredner "GroKo" bereits andeutete, hat kürzlich eine repräsentative Umfrage unter den Haftinsassen ergeben, dass 99 Prozent von ihnen unschuldig sind.:):)

von
Giacomo Leopardi

100 Euro im Monat?? Wohl ein Scherz.
Gibts da keinen Mindestlohn im Knast?
Für so wenig Kohle würde ich da keinen Finger krumm machen.