von
mausi999

Hallo Experten,
ich bin seit dem 1.8.2006 zu 100% erwerbsunfähig und bekomme Rente. Die Verlängerung habe ich beantragt und die Rentenversicherung hat mich zu einem Neurologen/Psychologen zum Gutachten geschickt.
Kann dieser Gutachter mir diese 100% aberkennen ??
Oder was kann dieser "Gutachter" mit seinem Gutachten anstellen ??
Danke

von
shadow

Ja , der Gutachter kann Sie wieder als erwerbsfähig einstufen und wird dieses in seinem Gutachten der RV dann auch mitteilen.

Oder er hält sie weiter als erwerbsgemindert.

Bei der RV wird dann endgültig darüber entschieden ( wobei in den meisten Fällen dem Vorschlag des Gutachters gefolgt wird )

Sie bekommen dann den Bescheid und können dann Widerspruch einlegen !

Also seien Sie bei der begutachtung bitte sehr vorsichtig was sie dort sagen und angeben...

von
mausi999

Auch wenn von Medizinern eine Verschlechterung meines Zustandes festgestellt wurde und der GdB erhöht wurde ?
Der Termin war am Donnerstag und ist gut verlaufen - nur zu meiner Erkramkung hat er so gut wie keine Fragen gestellt.
Grüße Mausi999

von
Schade

jetzt regen Sie sich bitte nicht jetzt schon darüber auf, was im ungünstigsten Fall alles passieren könnte.

Wenn Sie bisher die Rente bekommen und sich der Gesundheitszustand eher verschlechtert als verbessert hat, werden Sie die Rente wohl weiterbekommen.

Aber Genaues wissen Sie erst, wenn die Entscheidung vorliegt - Hellseher sind wir nicht!

von
mausi999

Ich weis daß Sie keine Hellseher sind - nur Sie haben sicher darin mehr Erfahrung als ich.
Grüße Mausi999

von
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... und die Erfahrung lehrt, dass man das Ergebnis nicht wissen kann und wir alle keine Glaskugel besitzen, die uns über das Ergebnis eine Auskunft erteilt. Abwarten ist hier geboten, wenn es auch schwer fällt. Allerdings wird die Rente in den allermeisten Fällen weiter gezahlt.

Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden auf Zeit geleistet. Die Befristung erfolgt für längstens drei Jahre nach Rentenbeginn. Sie kann wiederholt werden. Renten, auf die ein Anspruch unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage besteht, werden unbefristet geleistet, wenn unwahrscheinlich ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit behoben werden kann; hiervon ist nach einer Gesamtdauer der Befristung von neun Jahren auszugehen. Mit Ablauf der Befristung endet der Rentenanspruch einer befristet gewährten Rente. Dazu ist weder eine Anhörung, noch ein Bescheid erforderlich.

Man sollte eine Weiterzahlung der Rente über diese Befristung (Wegfallzeitpunkt) hinaus mit dem Vordruck R120 beantragen. Das haben Sie getan und müssen sich nun gedulden, bis der Bescheid bei Ihnen vorliegt.

von
Realist

Im Übrigen hätten Sie den Gutachter ruhig fragen können, wie er Ihr Restleistungsvermögen einschätzt. Der hat nämlich gar keinen Grund, Ihnen die Unwahrheit zu sagen! Außerdem hätten Sie bei dieser Gelegenheit auch gleich eventuelle Missverständnisse beseitigen können. Da Sie das Naheliegendste aber nicht getan haben, müssen Sie sich jetzt eben solange gedulden, bis man über Ihren Weiterbewilligungsantrag entschieden hat. Spekulationen über alle möglichen Fallkonstellationen dürften Ihnen wohl kaum weiterhelfen!

von
John

Naja, bei den Nachfragen bei 3 Gutachtern am Ende der Begutachtung habe ICH folgende Antworten bekommen :

Ein Gutachter sagte :
"Das DARF ich ihnen nicht sagen "
Später im Gutachten hatte er die Rente abgelehnt !

Ein anderer sagte :
" Ich schlage der RV nur etwas vor, die Entscheidung über ihre Rente fällt dann mein med. Kollege bei der RV "
Später im Gutachten hatte auch er die Rente abgelehnt

Der dritte sagte :
" Das darf ich Ihnen nicht sagen , nur so viel kann ich sagen , das ich für sie eine weitere med. Reha vorschlagen werde "

Im Gutachten wurde dann auch Berentung von ihm vorgeschlagen !

Darum kann man nur auf den Bescheid der RV warten und dann entsprechend darauf reagieren ( event. Widerspruch einlegen ! ).

Experten-Antwort

Hallo mausi999,

Grad der Behinderung ist ein Begriff der bei einem Schwerbehindertenausweis eine Rolle spielt, nicht in der Rentenversicherung. In der Rentenversicherung erhalten Sie eine volle Erwerbsminderungsrente, wenn Sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zwischen 0 und 3 Stunden arbeiten können. Bei Ihnen scheint eine Zeitrente gewährt worden zu sein, über deren Verlängerung jetzt entschieden wird. Damit geht es nicht um die Feststellung der Prozente, sondern um eine Entscheidung, ob diese Rente weitergewährt werden kann oder nicht.