von
Su

Hallo nach Deutschland,
kurz zu mir, ich bin 45 Jahre alt, lebe seit 2005 in den USA und leide seit 2000 unter der Atypischen Trigeminusneuralgie, d.h. ich habe 24/7 starke Schmerzen und bin somit leider Arbeitsunfähig und stehe unter starken Schmerzmitteln, Beruhigungsmitteln usw.
Seit 2011 bin ich auch noch mit Fibromyalgie diagnostiziert worden, sowie seit knapp 10 Jahren mit Migränen mit Lähmung sowie Sprachstörungen.
An das Arbeiten ist nicht mal mehr Ansatzweise zu denken.
Ich hatte dann im Jahr 2012 den Antrag auf Erwerbsunfaehigkeitsrente fuer die Atypische Trigeminusneuralgie bei der fuer uns in den USA Lebenden zuständigen Rentenkasse Nord, beantragt. Nach Monatelangem hin und her wurde ich erst einmal abgelehnt.
Ich hatte dann im Januar 2013 Fristgerecht Klage beim Sozialgericht Lübeck eingereicht. Im Frühjahr 2013 wurde ich dann Mitglied beim VdK um mich Rechtlich vertreten zu lassen.
Alle Voraussetzung zu dem Erhalt meiner Rente wurden zu 100% erfüllt, bestätigt durch Zahlreiche MRT's, Arztberichte von mehreren Neurologen usw. und dies wurde mir von dem VdK auch bestätigt, dass ich zu 100% Arbeitsunfähig bin und ich weder einem Mini-Job nachgehen könnte.
Ich dachte ich hätte es endlich geschafft....
Doch dann im Spätherbst 2014 wurde auch noch vom Sozialgericht Lübeck ein Medizinisches Gutachten angefordert.
Trotz mehreren Nachfragen beim VdK hat sich Seitens des Sozialgerichtes immer noch nichts bewegt, mittlerweile ist wieder ein Jahr seit dem Antrag auf das Medizinische Gutachten vergangen.
Ich weiss nicht ob es daran liegt, dass ich hier in den USA lebe und in Deutschland keinerlei Staatliche Unterstützung, Krankengeld in Anspruch genommen habe.
Von den in Deutschland lebenden Schmerzpatienten mit der Trigeminusneuralgie weiss ich, dass spätestens nach 6-12 Monaten die Rente genehmigt wurde.
Durch das Sozialabkommen zwischen der USA und Deutschland würde mir auch hier aber erst nach Genehmigung der Deutschen Rente, Staatliche Unterstützung zustehen. Viele Therapien um mir das Leben etwas leichter zu gestalten, kann ich wegen den hohen Kosten nicht in Anspruch nehmen.
Mittlerweile bin ich durch das ewige hin und her mit den Ämtern doch wirklich sehr verzweifelt und sehr gestresst, dass Ganze dauert mittlerweile über 3 Jahre.
Ich bin auf meine Rente angewiesen, habe aber doch das Gefühl, dass sich so wirklich niemand darum kümmert und mein Antrag/Klage irgendwo ganz unten unter dem Stapel liegt.
Vom VdK kommen auf Nachfrage von mir auch nur lapidare Mails, dass es nichts Neues gibt.
Ich hoffe mein Geschreibsel ist nicht all zu verwirrend.
Was kann ich tun?
Herzlichen Dank und viele liebe Gruesse aus North Carolina, Su

von
Römer

Der VdK, der Sie in der Angelegenheit vertritt, wofür Sie auch Beiträge zahlen, soll sich mal dahinter klemmen. Allerdings müsste man direkt beim Sozialgericht nachhaken. Und das wird schwierig. Da kommt dann wieder diese Phrase mit den Mühlen un der Justiz. Ich glaube nicht dass es unmittelbar mit der Entfernung
USA - GER zusammenhängt, sondern eher mit dem Engagement des VdK und dem Gericht.
Wenn sie persönlich alles getan haben, können Sie nur abwarten. Vielleicht sollten Sie dem VdK mitteilen, dass Sie in finanzielle Schwierigkeiten kommen, da das Verfahren so lange dauert. Oder Beschwerde einreichen bei Gericht. Viel Glück

von
alter Walter

Ein Anwalt, der sich mit dem Sozialabkommen zwischen den USA und Deutschland auskennt, wäre bestimmt die bessere Alternative.

Der VdK ist auch nicht mehr das, was er früher mal war. Für die paar Euros Beitrag im Monat, geben die sich keine Mühe mehr.

von
Su

Vielen Dank :)
ja, ich habe in der Tat das Gefühl, als wird sich nicht genug darum gekümmert. Ich hatte einmal direkt beim Sozialgericht nachgefragt, dann kam Postwendend ein Schreiben zum VdK zurück, dass ich das wegen angeblich "persönlicher Befangenheit" in Zukunft zu Unterlassen habe. Ich hatte nur mit einer Sekretärin gesprochen, da ich keinerlei Ahnung von dem ganzen Prozess hatte.
Vielen Dank nochmals!

Zitiert von: Römer

Der VdK, der Sie in der Angelegenheit vertritt, wofür Sie auch Beiträge zahlen, soll sich mal dahinter klemmen. Allerdings müsste man direkt beim Sozialgericht nachhaken. Und das wird schwierig. Da kommt dann wieder diese Phrase mit den Mühlen un der Justiz. Ich glaube nicht dass es unmittelbar mit der Entfernung
USA - GER zusammenhängt, sondern eher mit dem Engagement des VdK und dem Gericht.
Wenn sie persönlich alles getan haben, können Sie nur abwarten. Vielleicht sollten Sie dem VdK mitteilen, dass Sie in finanzielle Schwierigkeiten kommen, da das Verfahren so lange dauert. Oder Beschwerde einreichen bei Gericht. Viel Glück

von
Su

Herzlichen Dank :) ich werde mich mal erkundigen, wie es mit einem Anwalt wäre. Ist natürlich auch eine Kostenfrage, aber die Mitgliedsbeiträge des VdK's summieren sich auch...

Zitiert von: alter Walter

Ein Anwalt, der sich mit dem Sozialabkommen zwischen den USA und Deutschland auskennt, wäre bestimmt die bessere Alternative.

Der VdK ist auch nicht mehr das, was er früher mal war. Für die paar Euros Beitrag im Monat, geben die sich keine Mühe mehr.

von
zoran

Zum VdK.
Aussage VdK November 2012.
" Brauchen wir nicht zu versuchen. Sie haben keine Chance eine BU Rente zu bekommen"
10. Januar 2013.
Selbst zur DRV Rentenantrag gestellt.
Der Mitarbeiter freundlich und kompetent.
12. März 2013 Rente rückwirkend zum 1.1.2013
genehmigt.
Soviel zum VdK.
Ich selber zur DRV Rente beantragen.
Der Berater sehr freundlich und kompetent.
12 März 2013 Rente rückwirkend zum 1.1.2013
Soviel zur Unfähigkeit des VdK.

von
Schorsch

Zitiert von: zoran

Soviel zur Unfähigkeit des VdK.

Mag ja sein, dass SIE schlechte Erfahrungen mit EINEM VdK-Mitarbeiter gemacht haben.

Unfähige Mitarbeiter gibt es aber überall.
In jeder Autowerkstatt, in jeder Sparkassenfiliale, in jeder Behörde.

Deshalb sollte man aber nicht gleich ALLE Mitarbeiter für unfähig erklären.

Oder ist für Sie auch JEDER Arbeitslose arbeitsunwillig und faul?

Ich habe zwar nur (äußerst positive) Erfahrungen mit EINEM Mitarbeiter des SoVD gemacht, weiß aber aus meinem Bekanntenkreis, dass auch der VdK viele Tausend zufriedene Mitglieder hat.

MfG

von
zoran

Behandlund beim VdK wie ein störender Bittsteller.
Behandlung bei der DRV
wie ein wichtiger Kunde.
Andere interessieren mich nicht.
Es ging ja um meine Rente also um meine Existenz.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Su,

bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir uns zur Verfahrensdauer und den Gründen hierfür nicht äußern können. Ob und wann man von einer „überlangen Verfahrensdauer“ sprechen kann und ob und wann ggfs. mit Hilfe einer eigenen Klage die Folgen der überlangen Verfahrensdauer zu entschädigen sind, erfragen Sie bitte beim VdK oder eben bei einem Fachanwalt für Sozialrecht.

von
Su

Vielen herzlichen Dank :-)

Zitiert von: zoran

Hallo Su,

bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir uns zur Verfahrensdauer und den Gründen hierfür nicht äußern können. Ob und wann man von einer „überlangen Verfahrensdauer“ sprechen kann und ob und wann ggfs. mit Hilfe einer eigenen Klage die Folgen der überlangen Verfahrensdauer zu entschädigen sind, erfragen Sie bitte beim VdK oder eben bei einem Fachanwalt für Sozialrecht.

von
Schorsch

Zitiert von: zoran

Behandlund beim VdK wie ein störender Bittsteller.
Behandlung bei der DRV
wie ein wichtiger Kunde.
Andere interessieren mich nicht.
Es ging ja um meine Rente also um meine Existenz.

Bei mir war es umgekehrt.
- BU-Renten-Antragsstellung im Rathaus.

- Unfreundliche Standard-Ablehnung durch die DRV.

- Mein Hinweis, dass eine ausführliche Begründung meines folgenden Widerspruchs baldmöglichst nachgereicht würde, beantwortete die DRV mit den Worten: "Sollte Ihre Begündung nicht innerhalb der nächsten 2 Wochen eingegangen sein, erfolgt Entscheidung nach Aktenlage, also Ablehnung.

- Daraufhin übernahm der SoVD diese Angelegenheit und schlagartig wurden die Antwortschreiben der DRV freundlicher.

- Am Ende folgte eine Richterin des Sozialgerichts den Argumenten meines SoVD-Anwalts und lies die verantwortlichen DRV-Mitarbeiter wie dumme Schuljungen aussehen.

Dass es auch beim SoVD unfähige Mitarbeiter gibt, habe ich auch schon gehört.
Das ändert aber nichts daran, dass alle Sozialverbände Tausende zufriedene Mitglieder haben.
Sonst würden sie nicht häufig jahrzehntelang Mitgliedsbeiträge bezahlen, die in der Summe um ein Vielfaches höher sind, als ein entsprechendes Anwaltshonorar gewesen wäre.

So hat eben jeder seine persönlichen Erfahrungen.

MfG

von
W*lfgang

Zitiert von: Schorsch
So hat eben jeder seine persönlichen Erfahrungen.
Schorch,

da stimme ich Ihnen vollkommen - es kommt immer auf den örtlichen SoVB/VdK an ...der kann Jahrzehnte lang meist ordentliche Arbeit geleistet haben – man hat sich da auch gegenseitig geholfen/ausgetauscht - dann springt die Renten-Koryphäe selbst die Kiste - und nur noch Murks kommt (muss dann 'behördlich nachgebessert' werden)/Aussagen, die ins Kuriositätenkabinett gehören/EM-med. Hilfen/Unterstützung/fachanwaltliche Verfolgung = Null. Wohl dem, der dort noch auf Wissende trifft - da sind die paar EUR Jahresbeitrag sicher nicht schlecht angelegt.

Gruß
w.