von
Thomas

Guten Tag,
ich wende mich mit folgedem Sachverhalt an das Forum:
Ich (Jhrg.52) habe im Jahr 2002 einen Antrag auf EU-Rente gestellt.
Dieser Antrag wurde aufgurnd fehlender Versicherungszeiten (drei Jahre Pflichtbeiträge) abgelehnt. Gleichzeitig wurde eine volle Erwerbsminderung befristet bis zum 2004 bestätigt.
Seit März 2006 pflege ich meine Frau und habe somit aufgrund der zahlung der Pflegekasse an meine Rentenversicherung die Vorraussetzung der drei Jahre Pflichtbeiträge erfüllt.
Ferner habe ich im Zeitraum vom Jan.2004 bis April 2005 eine Tätigkeit in Form eines Minijobs aufgenommen. Aufgrund meiner gsundheitlichen Situation mußte ich die Tätigkeit wieder aufgeben.
Ich möchte anmerken, daß sich meine gesundheitliche Konstitution seit 2006 weiterhin verschlechtert hat.
Macht ein erneuter Antrag Antrag Sinn?
Vielen Dank

PS: Was mir bis heute unverständlich ist, daß man mir im Jahr 2002 nach telefonischer Kontakaufnahme mit der BfA in Berlin geraten hatte, einen Antrag zu stellen?? Diese Stelle hätte doch auf Anhieb erkennen müßen, das der damalige Antrag überhaupt gar keinen Erfolg gehabt hätte!!!

von
Schade

Sie müssten nach 2002 nicht mehr erwerbsgemindert gewesen sein und seit März 2009 müsste sich Ihre Gesundheit wieder so verschlechtert haben, dass Sie heute wieder erwerbsgemindert sind.

Theoretisch ist so was möglich, ob das bei Ihnen allerdings so ist, weiß im Forum keiner.

Bei durchgehender EM haben Sie keine Chance.

von
F U N

Hallo und guten Morgen,
da zu einem früheren Zeitpunkt eine EM-Rente mangels der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen abgelehnt wurde, kann eine Rente wg. Erwerbsminderung bei gleichbleibender Erkrankung nicht gewährt werden, auch wenn danach die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt wurden.
Dies würde nur zutreffen, wenn der jetzige Antrag mit einem komplett anderen Erkrankungsmerkmal bei der RV gestellt würde.

Experten-Antwort

Maßgebender Zeitpunkt für die Prüfung der versicherungsrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen ist immer das Datum des Eintritts der medizinischen Leistungsfalles.
Ich verweise daher auf die beiden Vorbeiträge. Jedoch kann auch ich hier in diesem Forum sämtliche Fakten, die bei der Bearbeitung eines Erwerbsminderungsrentenantrages zu beachten sind, würdigen bzw. berücksichtigen, da diese auch zum Teil von den Ärzten abhängig sind. Auch vor diesem Hintergrund hat man Ihnen sicherlich auch im Jahr 2002 dazu geraten, einen Rentenantrag zu stellen, da es eben bei der Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen nicht immer um das Tagesdatum geht. So ist es eben grds. immer besser, zur Rentenantragstellung zu raten, da zudem auch die Möglichkeit besteht, dass im Rahmen der Antragsbearbeitung ein weit zurückliegender med. Leistungsfall festgelegt wird, bei dem die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen.