von
ziegenpetra

Vor einiger Zeit erhielt ich meinen Rentenverlauf mit Berechnung. Nach eingehendem Studium musste ich feststellen, dass einige der Zeiten nicht vorhanden waren. Als Beweis konnte ich aber nur die Zeugnisse der Arbeitgeber und den Beitragsverlauf der Krankenkasse vorlegen. Dies soll nun nicht anerkannt werden. Mir fehlen dadurch knapp vier Jahre an Beitragszahlungspunkten. An wen muss ich mich wenden, um auch diese Zeiten in mein Rerntenkonto einberechnet zu bekommen?

Experten-Antwort

Hallo ziegenpetra,

Sie können gegen den Feststellungsbescheid, mit dem die Beitragszeiten abgelehnt wurden, Widerspruch einlegen. Dann wird der Sachverhalt nochmals eingehend geprüft.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir in diesem Forum nicht beurteilen können, ob die Ablehung der Zeiten rechtmäßig war.

von
bekannter

Hallo ziegenpetra,

einer Bekannten von mir ist ähnliches passiert. Im Bescheid fehlten Erziehungszeiten.
Nach Einreichung der beglaubigten Unterlagen wurden diese dann berücksichtigt. Allerdings fehlten genau diese Zeiten 6 Jahre später wieder. Es reichte der DRV nicht, dass der alte Verlauf, in dem die Zeiten eingetragen wurden noch einmal vorgelegt wurden, nein, die Bekannte musste erneut eine beglaubigte Abschrift Krankenkasse usw. einreichen. Danach war wieder alles berücksichtigt.
Also Vorsicht !

von
Jürgen

Das scheint jetzt Methode zu sein. Meiner Frau ging es ähnlich. Die Begründung war, dass nach Berechnung die Unterlagen vernichtet werden. ich empfinde das als Frechheit, da diese eigentlich an den Eigentümer (Rentner) zurückgesendet werden müssten. Ich habe aber bisher keine rechtliche Grundlage gefunden. Vielleicht könnte sich hierzu ein Experte/in äußern.

von
no name

Original-Unterlagen werden immer zurückgeschickt! Das wäre ja auch nicht praktikabel, solche Dokumente zu vernichten.

Beglaubigte Kopien hingegen werden entweder zurückgeschickt - wenn z. B. noch andere Originale zurückgeschickt werden müssen - oder vernichtet, sofern es sich nur um "für Rentenzwecke" kostenlos beglaubigte Kopien handelt. Unbeglaubigte Kopien werden grundsätzlich vernichtet.

So wird es zumindest bei uns gehandhabt. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass das bei anderen Trägern anders läuft.

Also glauben Sie nicht jede "Horrorgeschichte".

von
no name

Was in Ihrem Fall passiert sein könnte:

Die Kindererziehungszeiten/-berücksichtigungszeiten konnten noch nicht vollständig anerkannt werden, weil der Antrag vor Ablauf des 10. Lebensjahres des jüngsten Kindes gestellt wurde. Dann wird der erste Teilzeitraum gespeichert und der zweite vorgemerkt. Natürlich muss man später nochmal einen Antrag auf Feststellung der KEZ/BÜZ stellen, um auch den zweiten Zeitraum anerkannt zu bekommen.

Da hilft auch die Vorlage eines alten Feststellungsbescheides nichts, da die zweite Zeit ja nur vorgemerkt war. Ob die Voraussetzungen für die Anrechnung weiterhin vorlagen, muss natürlich nochmals geprüft werden.

Experten-Antwort

Hallo Jürgen,

den gesetzlichen Rahmen für die Rückgabe und/oder Vernichtung von Unterlagen bilden die §§ 110a bis 110d SGB IV. Zusätzlich gibt es die für alle Rentenversicherungsträger verbindlichen "Grundsätze für die Aufbewahrung, Rückgabe und Vernichtung von Unterlagen in der gesetzlichen Rentenversicherung".

Zusammengefasst ist es genauso geregelt, wie von "no name" schon beschrieben:
- Originalunterlagen werden immer zurück gegeben
- Kopien/Abschriften können nach Ablauf bestimmter Fristen auch vernichtet werden (siehe auch § 110b Abs. 2 SGB IV), ggf. erfolgt aber auch die Rückgabe.