von
Kiki

Hallo liebe Forenteilnehmer,

ich beabsichtige in Kürze einen Antrag auf EM-Rente zu stellen.
Ich bin von Geburt an schwerbehindert (100%) und hatte eine Krebserkrankung mit Chemotherapie.
Den Antrag habe ich soweit ausgefüllt.

Meine Frage, ist es sinnvoll von den behandelnden Ärzten 3-Zeiler mit beizufügen, die einem bescheinigen, dass sie den Antrag unterstützen?
Oder werden eh ALLE behandelnden Ärzte eh angeschrieben und um Stellungnahme gebeten?

Desweiteren wollte ich fragen, ob mir jemand sagen kann, ob der Betrag im Versicherungsverlauf zur EM-Rente in brutto oder netto angegeben ist? Und wenn noch Abzüge hinzukommen, wieviel ist das ca.?

Ach ja, wielange habt ihr nach Beantragung auf Euren Bescheid gewartet?

Ich weiß, sind viele Fragen, aber vielleicht kann sie mir einer beantworten.

Vielen Dank im Voraus!
Gruß
Kiki

von
EM-Rentnerin

Hallo Kiki,

es werden ALLE Ärzte,die Sie behandeln,angeschrieben.Ich würde-hab´ich auch gemacht,einen Bogen beilegen mit den Anschriften aller Ärzte.

Zur 2. Frage:
Eigentlich werden in brutto und netto Angaben gemacht.
Zu den Abzügen kann ich keine genaue Angabe machen.

Zu Ihrer 3.Frage:
Es kommt drauf an,ob Sie zum Gutachter müssen.Die Dauer der Bearbeitung ist immer unterschiedlich.Mein Bescheid nach der Erst-Beantragung kam z.B.nach knapp 6 Wochen.Bei den Anträgen auf Weitergewährung kamen die Bescheide nach 4- und der Letzte sogar schon nach knapp 2 Wochen.
Es gibt aber auch "Fälle",da dauert es Monate.
Aus dem Grund kann man keine 100 %tige Auskunft geben.

Vielleicht konnte ich Ihnen ein bißchen helfen....:-)

Wünsche Ihnen alles Gute
EM-Rentnerin

von
-_-

Zitiert von: Kiki

Den Antrag habe ich soweit ausgefüllt.

Wenn Sie sich an eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung wenden (was zu empfehlen ist), wird der Antrag am Bildschirm mit Ihnen ausgefüllt.

Zitiert von: Kiki

Meine Frage, ist es sinnvoll von den behandelnden Ärzten 3-Zeiler mit beizufügen, die einem bescheinigen, dass sie den Antrag unterstützen? Oder werden eh ALLE behandelnden Ärzte eh angeschrieben und um Stellungnahme gebeten?

Sie müssen das nicht, doch wenn Sie bereits Befundberichte vorliegen haben, sollten Sie Kopien davon mit einreichen.

Zitiert von: Kiki

Desweiteren wollte ich fragen, ob mir jemand sagen kann, ob der Betrag im Versicherungsverlauf zur EM-Rente in brutto oder netto angegeben ist? Und wenn noch Abzüge hinzukommen, wieviel ist das ca.?

Die angegebene Rentenhöhe ist immer der Bruttobetrag, da ja nicht jeder Kranken- und Pflegeversicherungspflichtig ist.

Es kommt darauf an, ob Sie den Beitragszuschlag für Kinderlose zur Pflegeversicherung zahlen müssen. Rechnen Sie aber mal mit rund 10 % Abzug für die Kranken- und Pflegeversicherung.

Zitiert von: Kiki

Wie lange dauert es von der Beantragung bis zur Bescheiderteilung?

Das ist eine ganz schwierige Frage, da es sehr stark unterschiedlich ist. Sofern das Versicherungskonto hoffentlich bereits vollständig geklärt ist, kommt es absolut auf den Einzelfall aus medizinischer Sicht an. Sofern (mehrere?) (externe?) medizinische Sachverständige bemüht werden, kann es länger dauern. Ist dagegen bereits aus den Befundberichten eindeutig zu entnehmen, dass EM unzweifelhaft vorliegt, kann es blitzschnell gehen.

von
Opa Jo

Die angegebenen Beträge sind Brutto,davon gehen noch Anteilsmäßig GKV ab und der Pflegebeitrag.
Macht ca.80 € monatlich.

Die Dauer ist individuell sehr verschieden.Zuerstmal kommt es darauf an,wie schnell die Behandelnden Ärzte ihre Rückmeldung an die DRV machen,manche muß man erst ein paarmal anmahnen.
Dann kommt es meist zur Begutachung,v

von
Opa Jo

Die angegebenen Beträge sind Brutto,davon gehen noch Anteilsmäßig GKV ab und der Pflegebeitrag.
Macht ca.80 € monatlich.

Die Dauer ist individuell sehr verschieden.Zuerstmal kommt es darauf an,wie schnell die Behandelnden Ärzte ihre Rückmeldung an die DRV machen,manche muß man erst ein paarmal anmahnen.
Dann kommt es meist zur Begutachung,v

von
Opa Jo

Die angegebenen Beträge sind Brutto,davon gehen noch Anteilsmäßig GKV ab und der Pflegebeitrag.
Macht ca.80 € monatlich.

Die Dauer ist individuell sehr verschieden.Zuerstmal kommt es darauf an,wie schnell die Behandelnden Ärzte ihre Rückmeldung an die DRV machen,manche muß man erst ein paarmal anmahnen.
Dann kommt es meist zur Begutachung,v

von
Opa Jo

!

von
Egal was, weniger nehmen!

Zitiert von: Opa Jo

!

Zitiert von: Opa Jo

Macht ca. 80 € monatlich.

Der Betrag für die Kranken- und Pflegeversicherung wird nicht absolut, sondern in Prozent von der Bruttorente erhoben. Die Rentenhöhe ist maßgeblich für den Betrag. Die ist aber in der Frage nicht genannt. Ob Versicherungspflicht überhaupt vorliegt, ist ebenfalls nicht angegeben.

Es reicht, wenn Sie die Auskunft einmal einstellen! An der Software liegt es dann doch eher nicht!

von
Kiki

ich bedanke mich recht herzlich für die Antworten.

Also in meinem letzten Bescheid von 10/2010 steht nur drin....
Rente wegen voller EM.... "Wären Sie heute wegen gesundheitl. Einschränkungen.... bekämen Sie von uns eine mtl. Rente von: 684,02 €."
Eine weitere Auskunft bzw. weitere Angaben gibt es nicht. Vielleicht habe ich es auch unverständlich ausgedrückt.. Überschrift des Schreibens der DRV ist "Ihre Renteninformation".

Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich dann auch versicherungspflichtig bin.

Gruß
Kiki

von
Kiki

Entschuldigt bitte, ich hatte da noch was vergessen...
Gilt die Rente, wenn sie bewilligt wird, dann mit dem Tage, wo der Bescheid kommt? Ich habe mal was von einer Wartezeit gelesen... also das man die Rente mit dem 7. Monat dann ausbezahlt bekommt. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Vielen Dank nochmals im Voraus für Eure Antworten!

Gruß
Kiki

von
-_-

Zitiert von: Kiki

Gilt die Rente, wenn sie bewilligt wird, dann mit dem Tage, an dem der Bescheid kommt? Ich habe mal was von einer Wartezeit gelesen, also dass man die Rente mit dem 7. Monat dann ausbezahlt bekommt.

Eine Rente aus eigener Versicherung (hier: Dauerrente wegen EM) wird von dem Kalendermonat an geleistet, zu dessen Beginn die Anspruchsvoraussetzungen (hier: Eintritt der Minderung der Erwerbsfähigkeit) für die Rente erfüllt sind, wenn die Rente bis zum Ende des dritten Kalendermonats nach Ablauf des Monats beantragt wird, in dem die Anspruchsvoraussetzungen (hier: Eintritt der Minderung der Erwerbsfähigkeit) erfüllt sind. Bei späterer Antragstellung wird eine Rente aus eigener Versicherung von dem Kalendermonat an geleistet, in dem die Rente beantragt wird.

Befristete Renten (Zeitrenten) wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden nicht vor Beginn des siebten Kalendermonats nach dem Eintritt der Minderung der Erwerbsfähigkeit geleistet.

von
Kiki

Hallo,

öhm.. so wirklich habe ich das jetzt nicht verstanden.
Also lt. Renteninformation ist die Rentenanwartschaft für ErwMiRente erfüllt.
Heißt das, dass die DRV entscheidet, ab wann man erwerbsgemindert ist?
Ich beabsichtige den Antrag spätestens Anfang Februar abzuschicken, weil ich bis dahin dann alle Unterlagen zusammen habe.
Im Antrag selbst wird ja nach dem Zeitraum gefragt, seit man meint erwerbsgemindert zu sein.
Letztendlich ist es so, dass ich aufgrund meiner Behinderung eigentlich schon seit längerem nicht mehr soviel arbeiten kann, wie ich es bislang tue.

Vielen Dank nochmals im Voraus!

von
Schade

Natürlich entscheidet der ärztliche Dienst wann die Erwerbsminderung eingetreten ist.

Wer denn sonst?

Die Renteninfo besagt lediglich dass am Erstellungstag die versicherungsrechtl. Voraussetzungen vorliegen, mehr nicht.

Ob und ab wann man die medizinischen Voraussetzungen erfüllt wird im Rentenverfahren entschieden.

von
Kiki

Hallo Schade,

danke für die Antwort!

von
-_-

Zitiert von: Kiki

Heißt das, dass die DRV entscheidet, ab wann man erwerbsgemindert ist?

Ja.
Zitiert von: Kiki

Im Antrag selbst wird ja nach dem Zeitraum gefragt, seit man meint erwerbsgemindert zu sein.

Sie können da z. B. hinschreiben "allmähliche Verschlechterung des Leistungsvermögens". Dann legen Sie sich nicht fest und der Onkel Doktor muss sich selbst Gedanken machen. Anders ist es bei einem (plötzlich) eintretenden Ereignis (z. B. Herzinfarkt, Eintritt der Arbeitsunfähigkeit).
Zitiert von: Kiki

Letztendlich ist es so, dass ich aufgrund meiner Behinderung eigentlich schon seit längerem nicht mehr soviel arbeiten kann, wie ich es bislang tue.

Wenn Sie die Beitragsleistung bis zum Ende (Antragstellung) berücksichtigt haben möchten, sollten Sie darüber besser schweigen. Nach Eintritt der EM entrichtete Beiträge werden nämlich erst bei einem späteren Leistungsfall (z. B. Altersrente) berücksichtigt.

von
Kiki

:-)