von
Angelika

Ich habe 45 Beitragsjahre. Darin enthalten sind 11 Monate ALG1. Ich bin im Januar 1953 geboren und könnte ab April 2016 Rente für besonders langjährige Versicherte ohne Abschlag beziehen. Da nun wieder die Diskussion bei den Politikern entfacht ist, die ALG1 nicht anzurechen,Wenn es zu eine Gesetzesänderung käme, wurden mir 11 Monate fehlen.. Kann ich diese 11 Monate mit freiwillig Beitragszahlungen ausgleichen? Könnte ich den Antrag für freiwillige Beiträge auch stellen , wenn ich bereits den Antrag für die Rente eingereicht hätte? Ich bin seit Juni 2014 Hausfrau und werde bis zum Rentenbeginn nicht mehr berufstätig sein.

von
=//=

Die Diskussion bei den Politikern ist zwar entfacht, es ist aber nicht vorstellbar, dass sich bis April 2016 einer Änderung ergeben wird. Die müssen doch immer über irgendwas diskutieren.... :-)

Wenn Sie irgendwann in früheren Jahren einmal für 11 Monate ALG I bezogen haben, ist diese Zeit auf die Wartezeit von 45 Jahren anrechenbar.

von
XYZ

Eigentlich können Sie sich ganz entspannt zurücklehnen und abwarten bis Sie die abschlagsfreie Rente erhalten, weil Sie 45 Jahre voll haben. Ich verstehe aber auch Ihr Mißtrauen, deshalb wäre auch eine freiwillige Leistung Ihrerseits sinnvoll, die dann auf jeden Fall angerechnet werden muss. Für elf Monate sind das beim Mindestbeitrag ca. 900 €. Wenn Sie das machen wollen, dann bitte ganz schnell einen Termin bei der Rentenberatungsstelle machen, weil in wenigen Tage die Frist für mögliche Nachzahlungen für das Jahr 2014 abläuft. Die dann eingezahlten 900 € haben Sie nach ca. 19 Jahren wieder raus.
Prüfen Sie bitte noch mal den angegebenen Rentenbeginntermin: Bei Geburt im Januar 1953 ist das m. E. nicht schon im April 2016 möglich, sondern erst zur Jahresmitte 2016.

von
XYZ

Eigentlich können Sie sich ganz entspannt zurücklehnen und abwarten bis Sie die abschlagsfreie Rente erhalten, weil Sie 45 Jahre voll haben. Ich verstehe aber auch Ihr Mißtrauen, deshalb wäre auch eine freiwillige Leistung Ihrerseits sinnvoll, die dann auf jeden Fall angerechnet werden muss. Für elf Monate sind das beim Mindestbeitrag ca. 900 €. Wenn Sie das machen wollen, dann bitte ganz schnell einen Termin bei der Rentenberatungsstelle machen, weil in wenigen Tage die Frist für mögliche Nachzahlungen für das Jahr 2014 abläuft. Die dann eingezahlten 900 € haben Sie nach ca. 19 Jahren wieder raus.
Prüfen Sie bitte noch mal den angegebenen Rentenbeginntermin: Bei Geburt im Januar 1953 ist das m. E. nicht schon im April 2016 möglich, sondern erst zur Jahresmitte 2016.

von
=//=

Zitiert von: XYZ

Eigentlich können Sie sich ganz entspannt zurücklehnen und abwarten bis Sie die abschlagsfreie Rente erhalten, weil Sie 45 Jahre voll haben. Ich verstehe aber auch Ihr Mißtrauen, deshalb wäre auch eine freiwillige Leistung Ihrerseits sinnvoll, die dann auf jeden Fall angerechnet werden muss. Für elf Monate sind das beim Mindestbeitrag ca. 900 €. Wenn Sie das machen wollen, dann bitte ganz schnell einen Termin bei der Rentenberatungsstelle machen, weil in wenigen Tage die Frist für mögliche Nachzahlungen für das Jahr 2014 abläuft. Die dann eingezahlten 900 € haben Sie nach ca. 19 Jahren wieder raus.
Prüfen Sie bitte noch mal den angegebenen Rentenbeginntermin: Bei Geburt im Januar 1953 ist das m. E. nicht schon im April 2016 möglich, sondern erst zur Jahresmitte 2016.

1. Nicht alle freiwilligen Beiträge zählen grundsätzlich zur Wartezeiterfüllung.

2. Bei Jahrgang 1953 ist die Altersgrenze um 2 Monate angehoben. Also bei Geburt im Januar = Rentenbeginn richtigerweise April 2016.

von
senf-dazu

Zitiert von: XYZ

... Für elf Monate sind das beim Mindestbeitrag ca. 900 €. ... Die dann eingezahlten 900 € haben Sie nach ca. 19 Jahren wieder raus.

Einfacher und günstiger geht es allerdings mit einem versicherungspflichtigen Mini-Job.
Auch hier zählen die Monate zur Wartezeit, der finanzielle Aufwand für Sie, Angelika, ist aber deutlich geringer.

von
W*lfgang

Hallo Angelika,

bei Rentenbeginn zum 01.04.2016 (ist richtig!) stellen Sie üblicherweise den Antrag im Dezember/Januar - und dann können Sie ganz bequem noch für das Jahr 2015 freiwillige Beiträge einzahlen, falls das notwendig sein sollte (kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass das gerade eben beschlossene Rentenpaket von der selben Regierung gekippt wird - und das 'Gewäsch' am Rande dient lediglich dem Betteln um Aufmerksamkeit ...die haben halt zz. keine anderen Krakel-Themen, dabei wären die Kosten der 'Mütterrente' _weit_ lukrativer – aber das betrifft ja dann wohl die eigene Familie zuerst; wer will da schon Zoff auf Mutters 80-stem riskieren, wenn die vermeintliche Kleinstadt-Prominenz aufläuft und Mutti keine Schnittchen mehr anbiedern kann, denn 'der Horst hat mir die Mütterrente wieder weggenommen' ;-))

Gruß
w.

von
Helli N.

Wolfgang, hoffe Sie haben nicht angefangen zu trinken, oder sind Sie nur gut drauf.

von
W*lfgang

Zitiert von: Helli N.
(...)
...sollten Sie jemals in meinen Büro landen, werden Sie feststellen, dass auch durchaus ernste/trockene Themen mit 'etwas' Humor an Frau oder Mann verträglicher/nachhaltiger übertragen werden können - das ist online nicht weniger. Nebenbei, ich trinke nur Kaffee schwarz - ohne Wasser. Oder wollen Sie in einer Beratung auf einen trockenen Beamten treffen? Die Doppeldeutigkeit ist … :-)

Gruß
w.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Angelika,

ich sehe es grundsätzlich so wie „W*lfgang“: Sollte sich bei der Rentenantragstellung im Dez. 2015/Jan. 2016 erweisen, dass noch eine Beitragszahlung notwendig wäre (was auch ich mir zum heutigen Zeitpunkt nicht vorstellen kann), hätten Sie zu diesem Zeitpunkt immer noch die Gelegenheit für 2015 und die Monate bis zum Rentenbeginn in 2016 freiwillige Beiträge zu zahlen. Aus meiner Sicht sollten Sie daher in dieser Frage zunächst nichts „überstürzen“…

von
zoran

Zitiert von: Helli N.

Wolfgang, hoffe Sie haben nicht angefangen zu trinken, oder sind Sie nur gut drauf.

Wolfgang ist immer gut drauf

von
babarella

würde ein Minijob für 340€ Brutto den ausreichen, um die Fehlzeiten aufzufangen?

von Experte/in Experten-Antwort

Zitiert von: babarella

würde ein Minijob für 340€ Brutto den ausreichen, um die Fehlzeiten aufzufangen?

Hallo babarella,

ja, grundsätzlich können Sie natürlich auch mit jeder geringfügigen Beschäftigung (Minijob) zusätzliche Pflichtbeitragszeiten erwerben. Voraussetzung ist lediglich, dass Sie für diesen Minijob auch Pflichtbeiträge zahlen - also nicht von der Möglichkeit der Befreiung von der Versicherungspflicht Gebrauch machen.

von
babarella

vielen Dank für die schnelle Rückinfo.

von
Angelika

Vielen Dank für eure vielen Antworten. Ich werde jetzt erst mal bis Ende des Jahres abwarten, ob es eine Änderung in der Rentenreform gibt und dann aktiv werden.

von
=//=

Die Rentenreform von 2014 wird mit Sicherheit nicht wieder "reformiert", schon gar nicht bis Anfang nächsten Jahres.

Ich empfehle Ihnen, ca. im November 2015 eine aktuelle Rentenauskunft mit Rentenbeginn 01.04.2016 bei der DRV zu beantragen. Dann haben Sie es schwarz auf weiß, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen oder nicht.

von
babarella

Es fehlen mir noch 10 Monate um meine 45 Jahre für eine frühzeitige Rente mit 63 Jahren ohne Abzüge zu erhalten. Kann ich die fehlenden 10 Monate in einer Beitragszahlung freiwillig ausgleichen? Wie hoch wäre die Summe?