von
Tinta

2012er Bescheid der Dt. Rentenversicherung - es fehlen 38 Monate Wartezeit - Anrechnungszeit.
22,5h-Stelle bis 2013 und ab Ende 2013 bis 2014 ALG1-Bezug. Nebenberuflich Freiberufler mit geringem Verdienst.
Ab 2015 arbeitslos gemeldet ohne Leistungsbezug. Zahle seit 2015 freiwillig gesetzl. Krankenversicherung. Rente Ehemann wird angerechnet zu 50 %.

Macht es Sinn bzw. kann ich für 2014 (Zeit ALG1-Bezug) freiwillig als Freiberufler in Rentenversicherung einzahlen (=nachzahlen)? Würde das dann trotz ALG1-Bezug als Wartezeit von der Rentenversicherung angerechnet?

Oder macht es Sinn erst ab 2015 als Freiberufler freiwillig in die Rentenversicherung einzuzahlen?

Grundsätzlich wichtigste Fragen:
Würden diese Beträge zu den bereits durch das Angestellten-Arbeitsverhältnis erworbenen Zeiten hinzu- bzw. angerechnet, um die 35 Jahre Wartezeit zu erfüllen?

Und was wäre im Falle freiwilliger Einzahlungen im Falle einer Erwerbsunfähigkeit?

Suche nach einer Alternative zu den ständigen Absagen bei Stellengesuchen.
Danke im Voraus.

von Experte/in Experten-Antwort

Das aufgeworfene Fragenspektrum ist m.E. so komplex, dass Sie sich persönlich beraten lassen sollten, weil die komplette Beleuchtung aller Aspekte die Grenzen eines Forums sprengt und überdies wichtige Informationen, die man zur Beratung bräuchte fehlen.

Eine freiwillige Versicherung für 2014 hätte spätestens Ende März 2015 beantragt werden müssen, diese Frist ist verstrichen.
Im übrigen wären Sie - solange Sie 2014 ALG 1 bezogen haben - pflichtversichert gewesen und damit gar nicht zur freiwilligen Versicherung berechtigt.

Ob freiwillige Zahlungen grundsätzlich Sinn machen, lässt sich ohne Kenntnis Ihres Versicherungskontos nicht sagen.

Überdies wäre zu prüfen ob Sie nicht als Selbständiger sogar versicherungspflichtig sind. Um dies zu beurteilen fehlen u.a. Angaben zu Art Ihrer Selbständigkeit.

Alle gezahlten Beiträge zählen (natürlich) bei der 35 jährigen Wartezeit mit; diese voll zu machen macht in aller Regel Sinn. Dann haben Sie die Option ab 63 in Rente gehen zu können.

Ob Sie mit freiwilligen Beiträgen den Versicherungsschutz für eine EM Rente erhalten können, hängt wieder von Ihren Beiträgen ab. Da müssten Sie am 31.12.1983 bereits 5 Jahre versichert gewesen sein und dürfen seitdem keinerlei unbelegte Monate haben. Ob das gegeben ist, weiß ich nicht, können aber Kollegen vor Ort prüfen.

Ich kann nur zur persönlichen Beratung auffordern, alles andere ist gewagt, bzw. fahrlässig.

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 02.06.2015, 18:21 Uhr]

von
Tinta

Danke für die Antworten.
Was heißt bei der EM-Rente keinerlei unbelegte Monate als Begriff?

von
KSC

Das heißt jeder Monat ab Januar 1984 muss mit Tatbeständen belegt sein, die rentenrechtliche Zeiten sind.