von
Charlotte

Hallo!
Ich beziehe seid 1996 eine Erwerbsunfähigkeitsrente und arbeite derzeit nebenbei im Haushalt.
Nun meine Fragen:
1) Wieviel Geld darf man ohne Rentenkürzung hinzuverdienen und welche maximale Arbeitsleistung ist dabei zu beachten?
2) Wann wird die Rente in eine unbefristete Rente umgewandelt? Was muss ich ggf. dann noch dafür tun?

Vielen Dank für ihre Hilfe.

von Experte/in Experten-Antwort

Eine Hinzuverdienst vom monatlich 350 Euro ist für die Zahlung der Erwerbsunfähigkeitsrente in voller Höhe unschädlich. Ein wöchentlcihe Stundengrenze ist hierbei nicht mehr vorgesehen.
Der gesetzliche Rentenversicherungsträger kann Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit bis zu einer Dauer von neun Jahren befristen. Danach muss eine Entscheidung über eine Rente auf Dauer getroffen werden.
Sollte dies in Ihrem Fall noch nicht erfolgt sein, empfehlen wir Ihnen sich mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung zu setzen.

von
Charlotte

wo kann man das nachlesen?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine analoge Anwendung zur vollen Erwerbsminderungsrente in Bezug auf die Wochenarbeitszeit keine Anwendung findet, vor allem bei dem Hintergrund, dass die Hinzuverdienstgrenze genau die gleiche ist (wie bei der Erwerbsminderungsrente).
Wäre es nicht auch hier logisch eine Rentenprüfung durchzuführen, wenn die tägliche Arbeitszeit über 15h/Woche wären.

Bezüglich der Frist beziehen sich sich auf eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit ("..Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit bis zu einer Dauer von neun Jahren befristen.")
Erfolgt hier eine analoge Anwendung für die "alten" Erwerbsunfähigkeitsrenten?
Danke für weitere Aufklärung.

von Experte/in Experten-Antwort

Die Vorschrift über die Befristung der Zeitrente ist der § 102 Sozialgesetzbuch X. Bezüglich der Wochenarbeitszeit kann man so argumentieren das eine Person die über 15 Stunden in der Woche liegt nicht mehr erwerbsunfähig ist, da Sie ja mehr als drei Stunden einsetzbar ist. Es könnte jedoch genauso sein, das die Person aufgrund Ihrer Behinderung nur doppelt soviel Zeit braucht. Aus diesen
Gründen zählt für die Prüfung des Hinzuverdienstes nur das Entgelt.

von
Charlotte

Vielen Dank.