von
Mella

Guten Abend,

vorab erstmal die Situation und Eckdaten:
- Halbwaisenrenrte, da Vater 2007 verstorben
- Seit August 2013 gehe ich an ein Abendgymnasium. (kostenfrei)
- Ich erhalte kein Arbeitslosengeld oder andere Leistungen dieser Art.
- Ich erhalte Kindergeld
- Ich bin familienversichert, musste allerdings noch nie selbst etwas einzahlen oder bezahlen bei der Krankenkasse oder so.
- Ich bekomme seit Juni 2015 Schüler-BaföG (muss nicht zurückgezahlt werden, da Schüler-Bafög)
- Ende Mai musste ich dann auch die Halbwaisenrente beantragen, da das Voraussetzung für den Bafög Antrag ist.
- Vor dem Bafög bekam ich alle Kosten von meinen Eltern bezahlt (Miete, Lebenskosten, etc.)
- Ich habe noch nie gearbeitet, also selbst Geld verdient
- Ich musste noch nie irgendwelche Zahlungen sonst an Ämter usw. leisten oder bezahlen.
- Eine Steuer-ID habe ich natürlich, aber musste diese nun das erste Mal angeben bei der Halbwaisenrentenantragstellung - vorher noch nie.

Ich bekam dann Ende Juni den Rentenbescheid.
Angegeben war ein "Nachzahlungszeitraum" von Mai (01.05) 2014 bis Ende Juni 2015. Ab August 2015 soll ich dann meine Halbwaisenrente erhalten. Soweit klar, ein Jahr rückwirkend.

Im Bescheid stand, dass es eine Nachzahlung geben soll für den Zeitraum 01.05.2014 bis Juni 2015, diese aber noch nicht ausgezahlt werden darf, wegen Prüfung von Ansprüchen. (ca. 1800€)

Nun bekam ich dann einen neuen Rentenbescheid. In diesem sind alle Leistungen aufgelistet und wie sie berechnet werde, so, wie im ersten Bescheid.
Dann aber der Punkt, der mich wieder stutzig macht: Die Berechnung der Nachzahlung.
Aufgeteilt in verschiedene Zeiträume (meist von 1-3 Monate).
So steht es beispielsweise (1 zu 1) im Bescheid:

Abrechnung für abgelaufene Zeiträume mit Verrechnung von Beträgen:

vom 01.05.2014 bis 30.06.2014 für 02 Monate
Nachzahlung 255,56 EUR
zu verrechnen (monatlich 127,78 EUR) - 255,56 EUR
Verbleibende Nachzahlung +0,00 EUR

Das ist dann danach immer dasselbe. Nur die Zeiträume sind eben nachfolgend (07/14-09/14; 10/14-12/14; usw.) und die Geldbeträge sind immer andere.
Dann steht dort: "eine Nachzahlung ergibt sich nicht."
Zusammengerechnet ergeben die einzelnen Beträge der Zeiträume den Nachzahlungsbetrag aus dem ersten Rentenbescheid.

Nun frage ich mich aber, womit die Nachzahlung verrechnet wurde? Wer hat Anspruch auf die gesamte Nachzahlung?

Kann ich von der Rentenkasse Nachweise verlangen über Ansprüche Dritter?

Ich hoffe, dass das irgendwie verständlich ist ...
Es steht eben nicht dabei, wer Ansprüche hatte und warum?
Ich war nicht beim Arbeitsamt oder sonst wo, nur Kindergeld und das beträgt monatlich 184,00€, dieser Betrag taucht nirgendwo im Bescheid auf, also kann das schon mal nicht sein zum Verrechnen.
Aber was sonst? Nie ein Job, keine Leistungen sonst ... ich bin ratlos, denn im Bescheid steht es nur so, wie dort oben beschrieben.

Noch dazu habe ich leider erst jetzt bemerkt, dass im ersten Bescheid immer die AOK Nordost angegeben ist bei den Berechnungen der Rente.
Ich war aber nie bei der AOK. Erst im zweiten Bescheid steht die IKK.
Alle Beträge (jeder Prozentsatz, jeder noch so klein aufgelistete Betrag) sind in beinen Bescheiden dieselben.

Im zweiten Bescheid steht also plötzlich meine richtige Krankenkasse. Und dann steht das oben beschriebene mit der Verrechnung abgelaufener Zeiträume ... in den Berechnungen ja leider nichts erklärt. Nicht an wen, warum usw.

Kann mir da jemand helfen?
Am Telefon wollte der Herr auch nicht so recht antworten. Keine Info an wen, warm, keine nachweise etc. Was nun? :(

von
W*lfgang

Zitiert von: Mella
Dann aber der Punkt, der mich wieder stutzig macht: Die Berechnung der Nachzahlung. Aufgeteilt in verschiedene Zeiträume (meist von 1-3 Monate).
Mella,

das hängt mit geänderten Rentenbeträgen zu unterschiedlichen Zeitpunkten zusammen. Zum 01.07. wird die Rente (meist) erhöht, zum 01.01.2015 sowie zum 01.03.2015 gab es Änderungen bei den Abzügen (Kranken- und Pflegeversicherung) von der Rente, so dass die Nachzahlungszeiträume mit den jeweiligen Brutto-/Nettobeträgen der Rente in den einzelnen Monaten dargestellt worden sind ...das alles zerhackstückt den Nachzahlungszeitraum etwas unübersichtlich – und macht es für Nichtrentenexperten nahezu unmöglich, das nachzuvollziehen ;-)

> Noch dazu habe ich leider erst jetzt bemerkt, dass im ersten Bescheid immer die AOK Nordost angegeben ist bei den Berechnungen der Rente.
Ich war aber nie bei der AOK.

Wer hat eigentlich Ihren Rentenbescheid aufgenommen? Vielleicht erkundigen Sie sich dort noch mal direkt, was das alles soll – und der/die hat sicher auch einen guten Draht, das mit der DRV-Sachbearbeitung zu klären!

Gruß
w.

von
Mella

Vielen Dank für den Hinweis W*lfgang.
Das werde ich dann auch nochmal ansprechen, inwieweit sich das alles zusammensetzt.

Mich wundert aber auch, warum von der Nachzahlung wirklich kein Cent übrig bleibt. Hier wäre eine wirklich genaue Aufzählung hilfreich, da ich das ja sonst gar nicht nachvollziehen kann.
Denn es sind ja manchmal auch Beträge von 400€ oder 500€ in einigen Zeiträumen als Nachzahlung - und die ist weg wegen Krankenkassenbeiträgen? Ich sehe da gar nicht mehr durch. So viel jeden Monat für die Krankenkasse und Rente?
Ich habe doch nicht gearbeitet. Ich bin Familienversichert, hängt das damit zusammen?

In meiner Klasse sind 3 Mitschüler, die auch Nachzahlungen erhalten haben und bis auf kleinere Abzüge haben sie dennoch etwas erhalten. Aber bei mir ist alles verrechnet.

Morgen weiß ich mehr. ;)

von
Jonas

Hallo Melanie,

so wie sie den Fall beschreiben, wurde die Nachzahlung noch gar nicht abgerechnet.

Es ist eine Neuberechnung der Rente erfolgt, da bisher die falsche Krankenkasse berücksichtigt wurde.

Dabei stehen sich die Zeiten gegenüber, die ihnen zustehen. Die werden also gegeneinander verrechnet.

Die Nachzahlung muss noch abgerechnet werden.

Fragen Sie beim Rentenreform nach, wann mit der Abrechnung der Rentenzahlung gerechnet werden kann.

MfG

Jonas

von
Mella

Hallo Jonas,

vielen Dank für die Antwort! :)

Ich habe jetzt auch nochmal angerufen bei der Rentenkasse und diese wartet wohl seit Juni auf Antwort einer Stelle, die Ansprüche haben könnte. Es werden ja alle angefragt, die in Betracht kommen könnten (Krankenkasse, Versicherungen o.ä., etc.)
Alsbald sie dort Neues bei der Rentenkasse erfahren, bekomme ich natürlich ein Schreiben.

Gibt es dort Fristen, wie lange sich eine Stelle/Amt/Versicherung/etc. Zeit lassen darf mit einer Antwort?

Sie haben natürlich Recht. Es wurde noch nicht abgerechnet.
Da muss man erstmal durchsehen können ... Es steht ja schließlich da "verrechnet" und am Ende "eine Nachzahlung ergibt sich nicht" und "Berechnung der Nachzahlung" usw.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Mella,

Ihre ursprüngliche Frage konnten Sie ja bereits klären.

Feste Fristen, in denen die gegebenenfalls erstattungsberechtigten Stellen antworten müssen, gibt es leider nicht. Evtl. können Sie das Verfahren beschleunigen, indem Sie selbst bei der fraglichen Stelle (wahrscheinlich das BAföG-Amt) anrufen und darum bitten, dass der Erstattungsanspruch schnellstmöglich beziffert bzw. Fehlanzeige gemeldet wird.