von
nn

Da sich zum 1.1.07 einige Beitragssätze in den Sozialversicherungen geändert haben, hat dies auch Auswirkungen auf den Gleitzonenfaktor für die Midijobs. Können Sie mir sagen, welcher Gleitzonenfaktor seit dem 1.1.07 bei Ihrem Midijob-Rechner berücksichtigt wird?
Vielen Dank.

von
Michael1971

F = 0,7673

Experten-Antwort

Die beitragspflichtigen Einnahmen innerhalb der sog. Gleitzone berechnen sich aus der Formel F x 400 + (2-F) x (AE – 400). Der Faktor „F“ wurde zum 01.01.2007 verändert und beträgt nun 0,7673. Der Gleitzonenrechner ist auf dem Stand 01/2007 und wird daher die aktuellen Werte berücksichtigen.

Ist dies nicht der Fall, bitte ich die Redaktion um einen kurzen Hinweis - danke!

von
nn

Vielen Dank für Ihre schnelle Nachricht. Ich habe nun noch eine Frage zu der Berechnung des Faktors. Der Faktor errechnet sich, indem der Wert von 30% (seit 1. Juli 2006) durch den durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungs-Beitragssatz geteilt und dann auf vier Dezimalstellen gerundet wird. Im zweiten Halbjahr 2006 lag dieser Satz bei 41,9%, so dass sich durch die Division 0,3 durch 0,419 einen Faktor von 0,7160 ergab. Wie wird der Gleitzonenfaktor rechnerisch seit 1. Januar 2007 ermittelt?

Experten-Antwort

Die Berechnung des Faktors F bleibt gleich, nur der durchschnittliche Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz für das Jahr 2007 hat sich geändert. Dieser beträgt nun 39,1 %. Nach der Anwendung der Formel (30% : 39,1%) ergibt sich der Faktor F in Höhe von 0,7673.

Experten-Antwort

Ja, wir haben den Gleitzonenrechner aktualisiert.
Morgen widmen wir uns in einem Artikel der Gleitzonen-Berechnung. Danke für die Anregung!

Gruß
Redaktion

von
rosenbluete_49

Seit einigen Jahren wird der Gleitzonenfaktor erhöht. Das hat die Auswirkung, dass ich bei jeder Erhöhung weniger netto verdiene. Mein Chef erhöht deshalb nicht mein Gehalt. Wenn das so weiter geht, arbeite ich irgendwann in den nächsten Jahren für die Hälfte meines Lohnes. Wie kann das sein ? Was ist das eigentlich für ein Gesetz, das die Lohnempfänger schädigt ?

Experten-Antwort

Der Gleitzonenfaktor wurde zwar in den letzten Jahren stetig erhöht, ist aber keine jährlich anstehende Erhöhung, sondern das Ergebnis aus dem Verhältnis der prozentualen Abgabenlast des Arbeitgebers für eine versicherungsfreie Beschäftigung (sogenannte 400-Euro-Kraft) zum durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitrag.
Dies bedeutet im Jahr 2007:
Prozentuale Abgabenlast für eine Aushilfe 30 % im Verhältnis zu einem durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitrag von 39,1 % (Krankenversicherung 13,3 %, Pflegeversicherung 1,7 %, Rentenversicherung 19,9 % und Bundesagentur für Arbeit 4,2 %)
= 0,7673.

Wenn sich also der Gesamtsozialversicherungsbeitrag in den nächsten Jahren reduzieren sollte oder die Pauschalbeiträge für eine geringfügige Beschäftigung herabgesetzt würden, würde sich auch der Gleitzonenfaktor entsprechend reduzieren.