von
Maja

Die Ehefrau ist im Februar verstorben ohne eine Rente zu beziehen. Der Ehemann dann plötzlich im April. Vor seinem Tod hat er die Hinterlbiebenenrente beantragt. Muss die Rente für zwei Monate auf sein noch bestehendes Konto ausgezahlt werden? Es bestehen noch erhebliche Verbindlichkeiten. Erbe wurde ausgeschlagen.

von
Falke63

Es wird von der RV der Sonderrechtsnachfolger mittels Erbschein ermittelt. Wenn das Erbe ausgeschlagen wurde, dann wird auch die noch ausstehende Rentenzahlung nicht erfolgen

von
L.

Zitiert von: Maja

Muss die Rente für zwei Monate auf sein noch bestehendes Konto ausgezahlt werden?

Warum sollte man die Rente auf ein Konto zahlen, dessen Kontoinhaber längst verstorben ist ?

--> sonderrechtsnachfolger gem. §§ 56 - 58 SGB I

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Maja,

eine Auszahlung der Rente auf ein Konto des bereits verstorbenen Rentenberechtigten wird grundsätzlich nicht vorgenommen. Hier greifen vielmehr die bereits von „L.“ genannten Vorschriften zur Sonderrechtsnachfolge (§§ 56, 57 SGB I) und Vererbung (§§58, 59 SGB I).

von
W*lfgang

Zitiert von: Falke63
Es wird von der RV der Sonderrechtsnachfolger mittels Erbschein ermittelt.
Falke63,

diese Kombination 'beißt' sich ...entweder Sonderrechtsnachfolge oder Erbfolge nach Erbschein *) ;-) Die Ermittlungen dazu in beiden Fällen können etwas kompliziert sein, je nach dem, wie auskunftsfreudig alle beteiligten Stellen sind – im Regelfall: Standesamt, Amtsgericht ...vielleicht noch die Bank, oder nachfragende Verwandte.

Ein Sonderrechtsnachfolger dürfte wohl (vermutlich) nicht vorhanden sein (§ 56, 57 SGB 1 nachlesen), bei Erbausschlagung fällt auch die Auszahlung der formell beantragten Rente flach - keine berechtigen Erben = keine Rentennachzahlung.

Gruß
w.
*) wenn überhaupt einer vorhanden ist