Experten-Antwort

Nach der Einstellung der Rente wegen des Hinzuverdienstes müssen Sie Ihrem Leistungsträger lediglich mitteilen, dass Sie ab dann und dann die Hinzuverdienstgrenze von 350,- EUR einhalten. Mehr nicht, ein neuer Antrag oder andere Unterlagen sind nicht notwendig. Der Verdienst, den Sie in dieser Zeit erwirtschaftet haben, wird dann beim nächsten Leistungsfall berücksichtigt, spätestens bei der Regelaltersrente.

von
Hase

Hallo Experte,
Hier war doch die Frage, was zu unternehmen ist, wenn die Rente wegen Überschreiten der Hinzuverdienstgrenze einzustellen ist. Dann ist Ihre Antwort zumindest für vorgezogene Altersrente wohl kaum sachdienlich.

Experten-Antwort

"Hase"
Sie meinen bestimmt wegen des Antrages!
Gem. § 100 Abs 2 SGB VI ist die neue Teil- oder Vollrente zu beantragen. Aber die Mitteilung, dass der Hinzuverdienst weggefallen ist, ist als analoger Antrag zu sehen; ein neuer formeller Vordruck ist nicht notwendig.

von
p.f.w

Mich interssiert in erster Linie, ob die Rente völlig neu zu beantragen ist, z.B. mit den dann neu entstandenen Zeiten ohne Beitrag, oder ob sie während der Zeit des Hinzuverdienstes nur ruht und mit Formular R130 ohne neuen Nachweis der Zeiten beantragt werden kann.

Experten-Antwort

Sehr geehrter "p.f.w.".
Sie haben recht, der Vordruck R 130 ist zu nehmen, wenn eine Teil- oder Nullrente in eine Vollrente gewünscht wird. In diesem Vordruck sind die Zeiten aufzuführen die neu hinzugekommen sind. Diese neuen Zeiten werden dann bei der neuen Vollrente direkt berücksichtigt und nicht erst zur Regelaltersrente, wie in einem vorherigen Beitrag erwähnt wurde.

von
Hennes NK

Bin selbständig und werde Altersrente wegen Schwerbehinderung beziehen. Kann ich den Hinzuverdienst von 355,00 € 12 = 4.260,00 € mit 2 oder 3 Provisionszahlungen verdienen oder darf ich nur monatlichen Hinzuverdienst haben. Vielen Dank im voraus

Experten-Antwort

Bei selbständig Tätigen ist das monatliche Arbeitseinkommen grundsätzlich pauschalierend zu ermitteln. Hierzu ist als monatlicher Verdienst das Arbeitseinkommen eines Kalenderjahres (laut Einkommensteuerbescheid), geteilt durch 12, zugrunde zu legen, wenn die selbständige Tätigkeit während des gesamten Kalenderjahres ausgeübt wurde.
Somit bleibt es im Regelfall unbeachtlich, ob Ihre Provision zu zwei oder drei Terminen im Jahr ausgezahlt wird. Wichtiger ist vielmehr die Frage, ob Sie in allen zwölf Monaten des Jahres tätig waren.