von
Blumento

Hallo.
Ich beziehe die EU-Rente. (Frührentner)
Jetzt hätte ich die Möglichkeit als Aufsichtsrat einer Wohnungsbau-genossenschaft tätig zu werden. Das wären 100€ im Monat. Das wird auch lt. Steuerbüro so gerechnet. Aber ausbezahlt wird der Betrag jährlich. Wie wird das Rentenversicherungs-technisch gerechnet? Desweiteren bin ich als Hauwart (250€/ Monat) tätig.
Vielen Dank
Mit freundlichem Gruß Blumento

von
Blumento

Hallo nochmal..
Ich vergas zu erwähnen, daß es sich dabei um ein Ehrenamt handelt. Wie wird das auf die Rente angerechnet?
vielen dank

Experten-Antwort

Hallo Blumento,

leider kann Ihre Frage anhand der gemachten Angaben nicht eindeutig beantwortet werden. Zunächst sollten Sie bei Ihrem Rentenversicherungsträger klären, ob es sich bei der Zahlung für Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat einer WBG tatsächlich um einen bei Ihrer Rente zu berücksichtigenden Verdienst handelt.

Entschädigungen für eine ehrenamtliche Tätigkeit, die nur den mit dem Ehrenamt verbundenen Zeit- und Mehraufwand abgelten sollen, sind beispielsweise gar nicht zu berücksichtigen. Bei Entschädigungen, die dagegen einen konkreten Verdienstausfall ersetzen, ist nur der steuerpflichtige Teil als Hinzuverdienst maßgebend.

von
muchoelo

Hallo,ich bin Bezieher einer Witwerrente
mit einem konstanten Zusatzeinkommen. Nun ergibt sich ein weiteres Einkommen auf Honorarbasis für beratende Tätigkeiten. Müßte jetzt jedesmal, wenn
diese Honorarzahlungen im Laufe eines Jahres wechseln bzw. wegfallen, eine Rentenneuberechnung gemacht werden?
Vielen Dank!

Experten-Antwort

Hallo muchoelo,

bei einem Honorar kommt es zunächst darauf an, ob Sie dieses aus einer abhängigen Beschäftigung erzielen oder ob Sie in der Honorartätigkeit selbständig sind. Bei einer abhängigen Beschäftigung wird ein Honorar dem Arbeitsentgelt des Monats hinzugerechnet, in dem es erzielt wird. Bei einer selbständigen Tätigkeit wird üblicherweise die gesamte jährliche Einnahme Jahr laut Steuerbescheid durch 12 geteilt und dies ist dann das monatliche Einkommen.

Außerdem wird das anzurechnende Einkommen bei einer Witwenrente nicht jeden Monat neu festgesetzt. Wenn Sie bereits ein anderes Einkommen beziehen, ist der Hinzutritt des Honorars eine sogenannte Einkommenserhöhung, die immer erst zur nächsten Rentenanpassung berücksichtigt wird - solange bleibt die Rente gleich.
Mindert sich das anzurechnende Gesamteinkommen (also z.B: Wegfall des Honorars bei weiterem Bezug des anderen Einkommens), dann wird die Rente nur neu berechnet, wenn die Minderung mind. 10 % beträgt. Andernfalls erfolgt die nächste Änderung auch erst zur Rentenanpassung.

Vielleicht sollten Sie sich das anhand Ihrer konkreten Daten in einer Beratungsstelle der DRV genauer erläutern lassen.

von
Blumento

Vielen Dank für ihre Antwort.
Bei diesem Ehrenamt wird nur die Zeit und der Mehraufwand abgegolten. Kein Verdienstausfall. Sollte ich trotzdem bei der Rentenversicherung nachfragen?
Vielen Dank

Experten-Antwort

Ich würde empfehlen, den Rentenversicherungsträger sicherheitshalber zu informieren.

von
mucholeo

Vielen Dank an die Expertin für die gute Erklärung. Eine Zusatzfage habe ich jedoch noch: muß ich mit Beginn der zusätzlichen Honorartätigkeit wegen der "Einkommenserhöhung" eine Meldung zur Rentenvers. machen oder läuft das automatisch mit Steuerbescheid bei der nächsten Rentenfeststellung?
Vielen Dank!

Experten-Antwort

Hallo muchoelo,
wenn Sie sich Ihren Rentenbescheid genau anschauen, werden Sie unter Mitteilungspflichten die Hinweis finden, dass der Hinzutritt von Einkommen immer zu melden ist. Bitte informieren Sie daher Ihren zuständigen RV-Träger über die Honorarzahlung. Den Steuerbescheid können Sie dann natürlich erst später vorlegen, zunächst genügen auch andere Unterlagen (Vertrag, Rechnung etc.).