von
Tati

Hallo liebes Forum,
ich war im Juni aus obengenanten Gründen zur Reha. Dort wurde ich für den Fahrdienst Arbeitsunfähig entlassen. Für den Rest könnte ich noch mindestens 6 std. arbeiten. nun ist mein laufen mitlerweile dermasen eingeschrängt ds ich teilweise stunden nicht mehr laufen kann. Im Rehaentlassbericht sind auch diverse einschränkungen für das nicht mehr ausführen diverse Tätigkeiten von insgesamt 8 Sachen. Ich bin ausserdem seit der Reha komplett krankgeschrieben.(da ich teilweise über mehrere st. nicht laufen kann) Kann ich eine Erwerbsminderungsrente trotzdem beantragen mit aussicht auf Erfolg?
Danke für Eure Tipps
Gruß Tati

von
F U N

Hallo,
grundsätzlich können sie immer eine Erwerbsminderungsrente beantragen.

Sie sollten aber im Vorfeld das Krankengeld mit der zu erwartenden Nettorente vergleichen, damit sie sich nicht finanziell schlechter stellen, ohne dass hierfür ein zwingender Anlass besteht ( z.B. Auslaufen des Krankengeldes = Aussteuerung mit anschl. ALG als Arbeitsunfähiger ).

Ob und in wie weit eine Rente zu zahlen wäre, entscheiden aber die Mediziner der RV.

von
Auskenner

Natürlich können Sie auch nach einer med. Reha , wo Sie als
als erwerbfähig für mehr als 6 Stunden eingestuft wurden , jederzeit ( sofort oder später ) einen EM-Antrag stellen.

Die RV wird sich natürlich zum heutigen Zeitpunkt des ja relativ frischen Rehaberichtes bedienen und ob demzurfolge eine Rente -trotz der Einstufung als nicht erwerbsgemindert - gewährt werden kann , ist zumindest fraglich.

Anderseits hat sich ihre Erkrankung ja offensichtlich
jetzt n a c h der Reha noch einmal weiter verschlechtert hat.

Insofern würde und müsste bei einem EM-Antrag ihre komplette gesundheitliche Sitaution noch einmal NEU begutachtet und bewertet werden.

Ob dann aber eine EM-Rente letztlich dabei heraus kommen wird, kann ihnen niemand im Voraus sagen.

Wie F U N schon ausführte, sollten Sie auch finanziell abklären , ob sie sich nicht zumindest noch einige Wochen/Monate mit dem Bezug von dem meist höheren Krankengeld besser stellen würden und den EM-Antrag erst in einiger Zeit stellen.

Wichtig und veilleicht entscheidend für einen erfolgreichen EM-Antrag ist aber auf jeden Fall, das Sie jetzt n e u e ärztliche Unterlagen /Atteste besorgen , welche die Verschlechterung ihrer Erkrankung eindeutig belegen und bestätigen !

Experten-Antwort

Hallo Tati,

wir empfehlen Ihnen, den formellen Antrag auf eine Rente wegen Erwerbsminderung zu stellen. Im Rahmen des Rentenantragsverfahrens wird geprüft, ob Sie voll oder teilweise erwerbsgemindert sind. Eine teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn Sie noch zwischen 3 und 6 Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können. Volle Erwerbsminderung liegt dann vor, wenn der Antragsteller nur noch bis zu 3 Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einsatzfähig ist. Ob der Antrag Aussicht auf Erfolg haben wird, kann von hier aus nicht beurteilt werden, da die Mediziner das Leistungsvermögen bewerten müssen.

von
karlos

Ich hatte das gleiche Problem.
Um in die Erwerbsminderungsrente zu kommen, spielen mehre Faktoren eine Rolle. Mir wurde in 2000 nach der Reha nach mehreren OP,s,gesagt, ich sollte Erwerbsminderung einreichen, was 5 Gutachten nach sich zog.Es dauerte noch 4 Jahre, bis ich meine Erw.-minderung durch hatte. Bleiben Sie am Ball. Es könnte sich lohnen.