von
FrauKrebs

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin sehr am verzweifeln.
Ich (37) befinde mich nach einer Reha in einer stufenweisen Wiedereingliederung!
Diese läuft Mitte August aus!
Dauer insgesamt 4 Monate.
Während der Wiedereingliederung bin ich durchgehend krankgeschrieben.
Obwohl ich in die Arbeit gegangen bin, hatte/habe ich ständig Schmerzen.
Doch ich habe das Durchgezogen.
Nun sagt mein Arzt, ich soll in eine Schmerzklinik!
Ich solle die Wiedereingliederung Ende Juli abbrechen, und in die Klinik gehen.
Somit würde die Wiedereingliederung lt. Rententräger (bekomme Übergangsgeld) abgebrochen!
Ich muß mich nun an die Kasse wenden.

Mich macht das ganze fertig!

Meine Frage:
Wenn ich nun die Wiedereingliederung mit Begründung "Klinikaufenthalt" abbreche, muß sich die Kasse um mich kümmern (Krankengeld + evtl. später neue Wiedereingliederung).

Ich möchte die Schmerzklinik ambulant (wohne nicht weit davon entfernt) besuchen.
Sprich morgens hin, und Abends heim.
Bekomme ich dadurch Schwierigkeiten von der Kasse, da ich nich vollstationär in Behandlung bin?
Bekomme ich evtl. Probleme vom Rententräger, dass ich mich ambulant behandeln lasse?

Meine größte Sorge!
Was ist, wenn nach der Schmerzklinik keine Wiedereingliederung durch die kasse genehmigt wird???
oder was ist, wenn mein Arbeitgeber keine neue Wiedereingliederung zustimmt?

Falle ich dann in die Arbeitslosigkeit???

Ich muß damit rechnen, dass mich mein AG bei Abbruch der Wiedereingliederung kündigt.
PS: Haben keinen Betriebsrat!

Danke
Frau Krebs

von
Schade

1) ja, wenn die Maßnahme jetzt unterbrochen wird, ist für das, was künftig kommt, die Krankenkasse Ansprechpartner und prüft, dann etwaige notwendige Maßnahmen.

2) der RV dürfte es vollkommen gleichgültig sein, ob eine Schmerzbehandlung stationär oder ambulant durchgeführt wird- das ist Angelegenheit der Ärzte und der Krankenkasse.

3) ob anschließend eine neue Wiedereingliederung bewilligt wird, richtet sich nach den Notwendigkeiten - die kennt heute keiner im Forum!

4) Ebenso kann niemand die Reaktion Ihres Arbeitgebers vorhersehen, wenn der nicht zustimmt, sind Sie entweder weiter krank oder gehen ohne Wiedereingliederung sofort voll arbeiten.

5) und ob der kündigt ?,
dann müssen Sie sich woanders Arbeit suchen, werden eventuell arbeitslos oder erheben Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht - auch dazu ist von außen schwer eine Antwort möglich.

Experten-Antwort

Hallo Frau Krebs,

Ihre Frage betrifft im Grundes das Problem, welches bereits "herbertlein" mit seiner Anfrage vom 25.06.2008 vorgetragen hat.

Erst nach beendeter Krankenhausbehandlung kann über eine erneute stufenweise Wiedereingliederung entschieden werden. Falls Ihr behandelnder Arzt aufgrund des festgestellten Leistungsvermögens eine Wiedereingliederungsmaßnahme für sinnvoll und erforderlich hält wird er einen entsprechenden Eingliederungsplan erstellen und Ihrer Krankenkasse zur Entscheidung zuleiten.

Die Entscheidung in welcher Klinik und in welcher Durchführungsform die Behandlung erfolgt trifft die Krankenkasse und der behandelnde Arzt. Die Rentenversicherung ist hierbei nicht beteiligt.

Abschließend nochmals die Feststellung und den Rat die Ergebnisse der Krankenhausbehandlung abzuwarten.