von
Pierre Maier

Hallo zusammen, ich habe schon im Netz gesucht bin aber nicht fündig und hiffe nun hier Hilfe, Infos etc zu bekommen.
Folgender Sachverhalt,
ich hatte vor einem Jahr einen schweren Bandscheibenvorfall inkl Op und Reha, leider ist bis jetzt keine Besserung eingetreten, ich habe Probleme beim gehen, Treppen steigen etc.
Bevor es zu dem Vorfall kam war ich als Revierfahrer im Sicherheitsdienst tätig, in diese Branche ging ich als ich Dank der Wirtschaftskrise arbeitslos wurde, davor habe ich jahrelang als CNC-Fräser gearbeitet und auch eine Ausbildung zum Werkzeugmacher. Dank meiner Beschwerden kann ich in keinem der Berufe weiterarbeiten. Jetzt hatte ich ein Gespräch bei der RENTENVERSICHERUNG und es kam mir so vor als ob die nur sparen wollen. Der erste Antrag wurde ja abgelehnt, ich habe Einspruch erhoben und jetzt wie gesagt das Gespräch. Auf gut deutsch teilte man mir mit ich koenne ja auch als Pförtner weiterarbeiten, Nur will ich das erstens nicht denn das wuerde mir absolut keinen Spass machen zum anderen bin ich ja nur zum Sicherheitsdienst gegangen um nicht arbeitslos zu sein. Jetzt meine Frage dazu... kann die Rentenversicherung mich quasi zu nem Job als Pförtner verdonnern, quasi wieder ablehnen und mich quasi alleine mit dem Problem da stehen lassen oder nicht? Beim Gespräch kamen dann so komische Anmerkungen wie zb ich sei ja schon 40Jahre alt und muesste dann mit 20jährigen mithalten etc. dabei sind die von mir gewünschten Umschulungen etc alle im Bereich in denen ich als CNC-Fräser schon teilweise Erfahrungen und auch Schulungen habe.

vielen dank für die evtl Infos ich weiss echt net was ich machen soll. Ich will ja keine Millionen von denen sondern nur ne Chance wieder arbeiten zu koennen in nem Bereich der mir auch Spass macht.

von
zoran

Wenn nach 1.1.61geboren ja die kann.

von
W*lfgang

Zitiert von: zoran
Wenn nach 1.1.61geboren ja die kann.
...für _vor_ 02.01.1961 Geborene werden noch Verweisungstätigkeiten/andere Berufe aufgezeigt. Für ab 02.01.1961 Geborene ist auf alle (leichten/ungelernten) Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes abzustellen.

Da Pierre Maier offensichtlich vor 02.01.1961 geboren ist: Ja, die DRV kann - verweisen, aber nicht zu einem neuen Job 'verdonnern' ;-) Dafür ist die Arbeitsagentur/der Versicherte selbst zuständig, sich im Rahmen der festgestellten Erwerbsfähigkeit um einen entsprechenden Job selbst zu bemühen, das ist nicht Aufgabe der DRV.

Ob die Feststellung seitens der DRV richtig ist, kann man im Widerspruchs-/anschließenden Klageverfahren nachprüfen lassen - dann besser unter Zuhilfenahme von VdK/SOVD/eines in diesem Bereich erfahrenen Rechtsanwalts.

Gruß
w.

von
Pierre Maier

kann also die Rentenversicherung mir eine Umschulung bzw eine Qualifizierung verweigern weil ich ja als "Pförtner" arbeiten könnte??? will ja durch eine Umschulung bzw Qualifizierung wieder in meinem alten Berufsfeld tätig werden und nicht irgendwo als Pförtner versauern.

von
W*lfgang

Zitiert von: Pierre Maier
kann also die Rentenversicherung mir eine Umschulung bzw eine Qualifizierung verweigern weil ich ja als "Pförtner" arbeiten könnte??? will ja durch eine Umschulung bzw Qualifizierung wieder in meinem alten Berufsfeld tätig werden und nicht irgendwo als Pförtner versauern.
Pierre Maier,

JA,

aber, dazu werden Sie weitere Antworten von Experten/Usern erhalten, die sich in dieser Frage mit wesentlich besseren/ausführlicheren Antworten auskennen.

Gruß
w.
...ach HotDog, legen's doch mal 'ne andere, wenigstens lauwarme Wurst in Ihre Antwort.

von
HotRod

Zitiert von: W*lfgang

...ach HotDog, legen's doch mal 'ne andere, wenigstens lauwarme Wurst in Ihre Antwort.

Hier ist sogar eine heiße Wurst, die allerdings nicht jedem schmeckt:

Untere Lohngruppe für Arbeit ist 1.975 Euro Netto:
http://forum.tacheles-sozialhilfe.de/forum/thread.asp?FacId=2071144

von
zoran

Hallo Wolfgang.
Ich habe verstanden er wäre
40 jahre alt.
Natürlich kann ihn nicht die
RV zwingen.
Aber auf einen anderen leistungsgerechten Beruf
verweisen und somit eine Rente ablehnen.
Jezt richtig?
Gruß Zoran

von
HotRod

Zitiert von: zoran

Hallo Wolfgang.
Ich habe verstanden er wäre
40 jahre alt.
Natürlich kann ihn nicht die
RV zwingen.
Aber auf einen anderen leistungsgerechten Beruf
verweisen und somit eine Rente ablehnen.
Jezt richtig?
Gruß Zoran

JA !

von
Pierre Maier

hallo nochmal,
also rente moechte ich definitiv beantragen. ich moechte lediglich nicht dafür quasi bestraft werden in den Sicherheitsdienst gegangen zu sein bei damals drohender arbeitslosigkeit und nun kein anrecht auf eine umschulung bzw qualifizierung zu haben und schon gar nicht als pförtner arbeiten nur weil es ja evtl gehen koennte so wie die dame es meinte. hab mich auf jedenfall schonmal mental au nen rechtstsreit eingestellt. denn so wie das sogenannte beratungsgespräch verlaufen ist ist mir jetzt schon klar dass mein antrag wieder abgelehnt wird und ich wieder einspruch erheben werde, kann doch nicht sein dass man im nachhinein die arschkarte hat nur weil man nicht arbeitslos werden wollte.

von
Pierre Maier

ups meinte rente moechte ich definitiv NICHT beantragen!!!

von
W*lfgang

Zitiert von: zoran
Ich habe verstanden er wäre
40 jahre alt.
zoran,

40 Jahre alt reicht _heute_ nicht, er müsste vor '61 geboren sein (also aktuell 54 und älter), nur dann stimmt es mit den 'Verweisungstätigkeiten, wenn der 'alte Vertrauensschutz in die Berufsunfähigkeit' zu prüfen ist.

Vielleicht meinen wir beide das Gleiche :)

Gruß
w.

>HotDog: Hier ist sogar eine heiße Wurst, die allerdings nicht jedem schmeckt: (...)

ach, die könnten Sie 'ne Std. in die Mikrowelle bei 800 W legen, für die Fragestellung hier wird die nicht mal angetaut.

von
Herz1952

Hallo Pierre Maier,

ich hätte folgenden Vorschlag: Da Sie offensichtlich auch nicht auf eine volle EM-Rente aus sind, melden Sie sich doch bei der Arbeitsagentur und beziehen zunächst mal ALGI. Gleichzeitig bewerben Sie sich in einem Beruf bzw. suchen eine Arbeitsstelle, die Sie noch ausfüllen können.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so viele Unternehmen gibt, die einen Pförtner suchen, wie Arbeitslose. Vielleicht zahlt Ihnen auch die Arbeitsagentur (Agentur für Arbeit) eine Weiterbildung, die Ihrem Beschäftigungswunsch entspricht. Ich frage mich allerdings, ob Sie mit Ihrem Leiden noch 6 bis 8 Std. arbeiten können, aber das interessiert die RV nicht (Gesetzeslage).

Manche meinen, diese Jobs wie Pförtner oder bei Rückenleiden Umschulung auf Bürokaufmann, seien eine Art "Ponyhof".

Allerdings sind heutzutage Pförtner in großen Firmen (kleine Unternehmen haben das schon nicht mehr) vielleicht gar nicht schlecht bezahlt und auch die Arbeit ist vielfältiger.

Sie können natürlich auch Widerspruch gegen den Bescheid einlegen, bzw. einen schriftlichen Bescheid verlangen von der Ablehnung Ihres Widerspruchs. Dann können Sie in dieser Richtung weitermachen. Nur die mündliche Erklärung reicht dazu wohl nicht.

Für das Erreichen Ihres Wunschzieles und hoffe dass Ihre eingeschränkte Gesundheit das auch zulässt.

Noch ein Tip: Falls es doch auf EM-Rente rauslaufen sollte, werden die letzten 4 Jahre nicht berücksichtigt, falls Krankengeldzahlungen - vielleicht auch dadurch Arbeitslosigkeit - eingetreten ist. Sonst würde sich der Durchschnitt für die EM-Rente evtl. vermindern. Es wird auch eine Vergleichsrechnung gemacht, und das für Sie günstigere Ergebnis genommen.

Herz1952

von
Pierre Maier

hallo herz1952,
meinen job als revierfahrer habe ich schon krankheitsbedingt verloren, beziehe aber derzeit noch krankengeld von der krankenkasse, mittlerweile wurde auch behindertenantrag gestellt da ich zu dem operierten bandscheibenvorfall auch noch diabetes typ1 habe.
die berufe auf die ich umschulen möchte sind keine reinen sitztätigkeiten sondern wechseln ab zwischen gehen, stehen, sitzen. da extrem langes sitzen auch ausfällt habe ich mir zwei berufe ausgesucht die mir eine abwechslung ermöglichen. selbst mein krankenkasseberater versteht die rentenversicherung nicht da es ja gutachten etc über meine gesundheit gibt und diese eine umschulung laut krankenkasse unumgänglich machen, naja wie gesagt ich bon etwas mit der ganzen situation überfordert da ich keinen bekannten habe der in einer solchen situation war und ich bis jetzt eigtl immee am arbeiten war.

von
Pierre Maier

hallo herz1952,
meinen job als revierfahrer habe ich schon krankheitsbedingt verloren, beziehe aber derzeit noch krankengeld von der krankenkasse, mittlerweile wurde auch behindertenantrag gestellt da ich zu dem operierten bandscheibenvorfall auch noch diabetes typ1 habe.
die berufe auf die ich umschulen möchte sind keine reinen sitztätigkeiten sondern wechseln ab zwischen gehen, stehen, sitzen. da extrem langes sitzen auch ausfällt habe ich mir zwei berufe ausgesucht die mir eine abwechslung ermöglichen. selbst mein krankenkasseberater versteht die rentenversicherung nicht da es ja gutachten etc über meine gesundheit gibt und diese eine umschulung laut krankenkasse unumgänglich machen, naja wie gesagt ich bon etwas mit der ganzen situation überfordert da ich keinen bekannten habe der in einer solchen situation war und ich bis jetzt eigtl immee am arbeiten war.

von
???

Wenn ich das so richtig verstanden habe, ist die DRV bereit, LTA zu zahlen. Sie hätten gerne eine Umschulung und haben sich auch bereits 2 Berufe rausgesucht. Die DRV hält aber von der Umschulung nichts, weil Sie zu alt (?) sind.

Beantragen Sie eine (!) Umschulung schrifltich. Sie sollten in diesem Schreiben Ihre Wunsch-Berufe angeben, sich aber nicht zwingend festlegen. Erklären Sie genau, warum Sie grundsätzlich eine Umschulung wünschen und wie Sie konkret auf Ihre Wunsch-Berufe kommen. Bestehen Sie auf einen rechtsmittelfähigen Bescheid. Dann können Sie bei einer Ablehnung Widerspruch ... einlegen.

Parallel dazu sollten Sie sich aktiv über Ihre Wnschberufe kümmern. Machen Sie entsprechende Praktika, um die Berufe kennenzulernen, suchen Sie sich einen Umschulungsplatz. Spätestens wenn ein Arbeitgeber da ist, gibt die DRV in der Regel nach.

von
Pierre Maier

Hallo???

ja zum einen wurde mein Alter angesprochen da ich ja nach einer Umschulung mit 20 jährigen mithalten muesste und zum anderen kam die Aussage ich koenne ja im Sicherheitsdienst irgendwo als Pförtner arbeiten.
Die Zeugnisse u Gesellenbrief die ich zum Gespräch mitbringen sollte wollte die Dame gar nicht sehen bzw hat nicht danach gefragt.

von
Pierre Maier

Hallo???

ja zum einen wurde mein Alter angesprochen da ich ja nach einer Umschulung mit 20 jährigen mithalten muesste und zum anderen kam die Aussage ich koenne ja im Sicherheitsdienst irgendwo als Pförtner arbeiten.
Die Zeugnisse u Gesellenbrief die ich zum Gespräch mitbringen sollte wollte die Dame gar nicht sehen bzw hat nicht danach gefragt.

von
zoran

Hallo Pierre.
um zum Abschluss zu kommen.
Da Si offensichtlich nach dem 1.1.1961 geboren sind
kann Sie die RV auf eine leistungsgerechte Arbeit verweisen.
Sie haben keinen Recht nur in Ihrem Beruf verwiesen zu werden. In welchen Job Sie letztendlich arbeiten sollen ist der RV egal. Das ist Sache der Argentur für Arbeit.
Gruss Zoran

von
???

Mir ist nicht ganz klar, ob über Ihren Widerspruch entschieden wurde. Haben Sie schon einen Bescheid bekommen, in dem steht, dass die DRV Ihnen grundsätzlich LTA bewilligt?

Falls ja, bitte wie oben geschildert vorgehen.
Falls nein, am besten einen Rechtsbeistand (VdK, Anwalt ...) nehmen, Stellungnahme zum Gespräch an DRV schicken und den Widerspruchsbescheid abwarten.

Zu einem konkreten Beruf kann die DRV Sie übrigens nicht zwingen. Sie muss aber auch nichts zahlen, was sie für nicht nötig oder nicht sinnvoll hält.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Pierre Maier, trotz vieler Rückfragen bzw. Antworten ist mir der Sachverhalt noch nicht ganz klar. Die Frage ist doch, ob überhaupt eine Ablehnung erfolgte und welche? Davon ausgehend kann man doch erst alle weiteren Schritte einleiten .Haben Sie einen Bescheid von der DRV vorliegen über die grundsätzliche Bereitschaft Ihnen LTA zu gewähren oder erfolgte bereits ein formeller Ablehnungsbescheid? Grundsätzlich empfehle ich die weitere Vorgehensweise wie von ??? ausführlich erläutert. Allerdings sollte dann der Sachverhalt ganz klar sein. Deshalb sollten Sie unbedingt einen persönlichen Beratungstermin in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung vereinbaren. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Beratungsstellen finden" ermitteln.Nehmen Sie bitte den gesamten Schriftverkehr mit. Alles weitere kann man im persönlichen Gespräch wesentlich besser erklären.