von
Fred

Jede Form von vorhandenem Vermögen oder angespartem, auf welche Wege auch immer, wird natürlich, selbstverständlich und Gott sei Dank bei der Frage, ob hinsichtlich Grundsicherung Bedürftigkeit besteht, angerechnet!! Es wäre ja auch schlimm, wenn´s nicht so wäre!

Folgt man Ihren Gedanken und dem Eindruck, den Sie erwecken, dann lohnt bei derartiger Einstellung keine Vorsorgeform. Dann hätte auch niemand eine Lebensversicherung oder priv.Rentenversicherung ohne Riester wann auch immer abschließen dürfen!!

Wohin das führen würde, muß ich nicht weiter erläutern. Ihnen dürfte bekannt sein, daß bedürftigkeitsabhängige Leistungen vom Steuerzahler zu tragen sind.

Kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum ständig dargestellt wird, daß die Riesterrente später auf die Grundsicherung angerechnet wird. Als ob das so neu und die einzige Sache wäre, die angerechet wird und sonstige Vermögen dürften zu lasten des Steuerzahlers unangetastet bleiben.

Und zu Nix: Ein Beschäftigter ohne Kinder mit Steuerklasse 1 und 50000 SV-Brutto kassiert nur die 154Eur Grundzulage in seinen Vertrag. Was aber immer wieder vergessen wird ist die Tatsache, daß die 2000 Eur Beitrag (incl.Zulage) beim Finanzamt im Rahmen des Sonderausgabenabzugs nach § 10a EStG geltend machen kann und sollte und dabei eine Erstattung von ca. 820 Eur herausspringt und somit abzügl. der bereits gezahlten Zulage nochmals ca.660 Eur an Steuererstattung , also Förderung, herausspringt. Diese Person wird also mit über 40% vom Staat gefördert. Soviel zum Thema: "Riester ist nur was für Geringverdiener und Familien mit Kindern" Gääähn....

Oder ist an diesen Fakten irgendwas falsch??

von
-_-

Warum Sie nun Ihren Beitrag gleich an zwei Stellen ins Forum stellen, ist mir zwar unverständlich, hier aber dann eben nochmal meine Antwort:

Die von Ihnen vorgetragene Argumentation ist mir durchaus geläufig. Im Prinzip stimme ich Ihnen daher auch zu. Es macht aber keinen Sinn, sich als Geringverdiener die 5,- EUR monatlich freiwillig abzuzwacken, wenn dafür eine Null-Leistung bereits absehbar ist.

So falsch können sicher Öko-Test (lehnt riestern völlig ab) und Finanztest (lehnt riestern ab 50 Jahren wegen der hohen Kosten ab) sicher auch nicht liegen.

Daher rate ich, sich mit dem Thema bezogen auf die persönlichen Verhältnisse auseinanderzusetzen und nicht auf die Beratung zu vertrauen, die an die Höhe von (Vertreter-)Provisionen gekoppelt ist, deren Höhe aber möglichst verschwiegen wird. Versicherungen und deren Vertreter wären ja mit dem Klammerbeutel gepudert, würden Sie vom Riestern abraten. So werden selbst über 50jährigen Geringverdienern noch Riesterverträge aufgeschwätzt und die Anrechnung auf die zeitnah zu erwartenden Sozialleistungen im Alter verschwiegen.

von
Realist

Warum es immer wieder als Skandal dargestellt wird, dass Einkünfte aus einem "Riester-Vertrag" einen eventuellen Grundsicherungsanspruch mindern können, habe ich noch nie verstanden. Wer selbst für sich sorgen kann, braucht keine von der Allgemeinheit finanzierten Fürsorgeleistungen - BASTA!

(Arbeitseinkommen mindert übrigens den Arbeitslosengeldanspruch. Hat sich das noch nicht herumgesprochen oder wieso sind über 40 Millionen Bundesbürger berufstätig?) -Ironie off!-

MfG

von
uwe

meines erachtens sollte jeder, der in die Rentenkasse eingezahlt hat, mehr im Alter zur Verfügung haben als die, die niemals gearbeitet haben.
Grundsicherung bekommen beide, beim Einzahler wenn der Lohn zu niedrig war.

Also: schaffen nur gerechte Löhne eine anständige Rente !!!!

Und dann muss niemand hungern um zu riestern!

UND WER MIT BASTA ARGUMENTIERT T KEINE ARGUMENTE

von
simon

Warum wird eigene Rente, Riesterrente etc. nicht wie Einkommen bei Harz4 bewertet?

von
Realist

Wenn gesetzliche Renten und Arbeitseinkommen, genauso wie Vermögen, auf eventuelle Grundsicherungsansprüche angerechnet werden, wieso dann nicht auch eine "Riester-Rente"? Das würde ja bedeuten, dass jemand, der ohne staatliche Förderung gespart hat, schlechter gestellt wäre, als ein "Riester-Rentner", der seine "Riester-Rentenzahlungen" ZUSÄTZLICH zu seiner Versichertenrente behalten dürfte.

Vielleicht können Sie einem unerfahrenen Menschen wie mir mal diesen Blödsinn erklären?

MfG

von
Realist

Nur das finden hier einige Spezialisten ungerecht!

MfG

von
uwe

So stimmt das nicht. Eigenes Einkommen bei Harz 4 wird nicht vollständig angerechnet, die Zuverdienstgrenze soll ja demnächst wieder erhöht werden.

Vieleicht muss es richtig heißen dass die selben Zuverdienstgrenzen eingehalten werden und eine geringe Rente somit als zuverdienst gilt.

von
:-)

Riester ääähhh Blödsinn ist nicht erklärbar

von
Schiko..

Mir ist neu, dass Rentner auch
noch Hartz IV erhalten.

Kaum vorstellbar, allenfalls
Grundsicherung und da werden alle Einkünfte bei der Bedarfs-
festellung entsprechend ab-
gezogen.
Richtig ist aber auch, schon
bei der Einführung der bedarfs-
orientierten Grundsicherung am 1.1. 2003 war dies so
vorgesehen, nur Träumer wuß-
ten dies nicht.
Ein weiteres Hindernis, vor-
handenes Vermögen, nicht zu verglechen mit Schonver-
mögen wie dies oft dargestellt
wird.

MfG.

von
uwe

Rentner erhalten Grundsicherung, zuverdienst m.W. nicht vorgesehen.

Harz 4 (nicht-Rentner) dürfen zuverdienen, der Verdienst wird nicht vollständig angerechnet.

Gerecht wäre, bei Grundsicherung wie bei Harz4 zu verfahren, Renten und Privatvorgesorgtes als Einkommen im Rahmen von Zuverdienst nicht vollständig anzurechnen.

Somit ist gesichert, dass sich sowohl Einzahlungen in die Rentenkasse aus Arbeit und Vorsorge immer einen höheren Betrag als Grundsicherung allein zur Verfügung stehen würde.

von
Amadé

...es kommt nämlich auf die Art der Rente an. BU-Rentner und Rentner mit teilweiser Erwerbsminderung sind NICHT von Hartz IV ausgeschlossen, weil deren Leistungsvermögen ja 3h/Tag übersteigt.

Auch Bezieher von Hinterbliebenenrenten (einschließlich Erziehungsrente) sind nicht vom Hartz IV-Bezug generell ausgeschlossen.

Ausgeschlossen von Hartz IV sind Altersrentner aller Art - egal ob mit oder ohne Minderung und Bezieher von Renten wegen V O L L E R Erwerbsminderung - egal ob auf Zeit oder auf Dauer.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen, lieber Schiko, Ihr

Amadé