von
Marion

Hallo,
es wurde mir gesagt, dass die Krankenkasse für die Kostenübernahme einer Rehabiliation als Rentner (Erwerbsminderungsrente, befristet) zuständig sei.
Dort wurde ein Antrag für eine Reha abgelehnt.
Nun höre ich von einer Klinik, dass wohl auch die DRV die Reha übernehmen würde, um zu sehen, ob die Berentung vlt. auch wieder aufgehoben werden könnte.

Meine Widerspruchsfrist bei der KK läuft am 10.4. ab. Es ist so viel Zeit verstrichen, da ich bei der beantragten Klinik keine Infos erhalte und der Austausch extrem schwierig ist.

Wenn über DRV, dann ist die Frist bei der KK wohl eher hinfällig?

Bitte um kurze Info - Vielen Dank!

von
Herz1952

Hallo Marion,

bei einer befristeten EM-Rente ist die DRV für eine REHA zuständig.

Bei einer EM-Rente auf "unbestimmte Dauer" ist es dann die Krankenkasse (der Rentner).

Die Krankenkasse hätte den REHA-Antrag an die DRV weiterleiten können (aber wohl nicht müssen).

Hinweis: fragen Sie bei der Krankenkasse mal sicherheitshalber Ihren "Status" (pflichtvers. Arbeitnehmer, EM-Rente auf zeit, EM-Rente "unbefristet") ab, da sind auch schon Fehler passiert.

Stellen Sie Ihren Reha-Antrag bei der DRV direkt. Vielleicht hat Ihr Arzt ein Formular für die DRV, das ist nämlich anders "aufgebaut, als das KK-Formular.

Herz1952

von
schade

Bedenken Sie aber, dass die Chance ein Eigentor zu erzielen groß ist, wenn Sie bei der DRV eine Reha beantragen.

Denn Sie bekunden damit, dass Sie erwarten nach der Reha wider erwerbsfähig zusein.
Und wenn die DRV das ähnlich sieht, kann die Rente auch weg sein.....

von
Marion

Hallo Herz1952,

ich bin als Rentner unbefristet geführt - dies wird immer so hinterlegt, ab dem ersten Eintreten der Berentung mit offenem Versicherungsende.

Hallo schade,

an sich wäre das dann nach dieser beantragten Verlängerung (ist gerade in Prüfung) nicht soo schlimm, da ich ohnehin eine Rückkehr in das Berufsleben möchte - wenn ich es eben kann.

Viele Grüße

von Experte/in Experten-Antwort

Vorrangig ist bei Erwerbsminderungsrentnern tatsächlich die Krankenkasse zuständig. Der Rentenversicherungsträger KANN im Einzelfall auch Kostenträger sein z.B. bei zeitnahem Ende der Befristung.

Ohne den Grund für die Ablehnung zu kennen ist eine Beantwortung Ihrer Frage hier im Forum recht schwierig.

von
Herz1952

Versuchen Sie bei der KK noch rechtzeitig einen Widerspruch einzulegen und dann zu begründen (Arztattest).

"Angst" vor der RV brauchen Sie nicht zu haben. Eine Reha kann auch aus rein medizinischen Gründen gewährt werden, z.B. um weitere Krankheiten oder Verschlechterungen zu verhindern. Ansonsten wären die Kassen mit den Krankheitskosten belastet.

von
Herz1952

Sie sind bei der Kasse als unbefristet geführt?

Und jetzt beantragen Sie die Verlängerung?

Habe ich das richtig verstanden?

Na gut, Sie möchten auch wieder arbeiten. Dann bringe ich das irgendwie doch wieder zusammen.

Aber Sie haben doch bis jetzt nur einen Bescheid mit Befristung.

Na ja, bei mir lief die Sache umgekehrt. Unbefristet beim 2. Bescheid der DRV, KK hat mich weiterhin als befristet geführt.

von
Marion

Ja, die Kasse hat mich mit offenem Ende - also unbefristet gelistet.

Ich weiß nun, dass ich immer die Möglichkeit habe, auch über die DRV eine Rehabiliation zu beantragen. Und in absehbarer Zeit (in 1-2 Jahren) werde ich das auch einmal tun, um in die andere Klinik zu können.

Momentan werde ich über akut in eine Klinik mit Krankenhausstatus gehen - wie ich höre, wird dies nun zeitnah geschehen.

So mache ich einen Schritt nach dem anderen und lasse mich nicht weiter mit Fristen bei der KK stressen.

Danke für die Antworten!
Viele Grüße
Marion

von
Manuela Jukiel

Ich erlebe gerade eben genau die selbe Verfahrensweise. Auch ich bin Em berentet mit Befristung. Ein Antrag bei der DRV-Bund auf stationäre Reha nach einer erfolgten Amputation im Januar 2015 wurde unter dem Gesichtspunkt der Nicht-Zuständigkeit an die KK weitergeleitet. Dies ist völlig unverständlich, da in den Antragsunterlagen der DRV-Bund folgender Passus als Anspruchsvorraussetzung aufgeführt wird : " Beziehen sie Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, erfüllen sie immer die versicherungsrechtlichen Vorraussetzungen für Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. "
Ein erwerbsgeminderter Rentner ist kein Altersrentner und unterliegt somit immer der DRV-Bund.
Und natürlich hat die Krankenkasse unter genau diesem Gesichtspunkt den Antrag zurückgewiesen. Leider wurden zudem auch noch die Weiterleitungsfristen nach § 14 Sgb 9 versäumt. Das ist für einen Betroffenen dann mehr wie bitter , weil man zwischen die Mühlen der Behörden rutscht und die Zeit ins Land geht.

von
schade

.......wenn jedoch mit einer Reha die Erwerbsfähigkeit nicht wieder hergestellt werden kann, nützt es Ihnen nicht viel, dass die versicherungsrechtl. Voraussetzungen erfüllt sind.

Dann wird die DRV dem Rentner keine Reha finanzieren.