von
Robby

Hallo,

leider hat die Reha bei mir kein Erfolg gehabt,und wurde arbeitsufähig entlassen.Jetzt bekam ich ein Brief von der Krankenkasse das sie eine Überprüfung einleiten werde bei der DRV wegen Erwerbsunfähigkeit,da die Reha ja keinen Erfolg hatte §116 SGB.Jetzt meine Fragen da zu,wie läuft so eine Überprüfung ab,muß ich zum Gutachter,und wie lange dauert es,ich warte schon 3 Monate.

von
L.

Der Rentenversicherungsträger bewertet den Reha-Entlassungsbericht.
Sollte dabei seitens des Rentenversicherungsträgers festgestellt werden, dass Sie verminderter Erwerbsfähig sein könnten, wird Ihr Rentenversicherungsträger Sie anschreiben, Sie auf den Sachverhalt einer "Umdeutung" hinweisen, und Ihnen empfehlen einen Rentenantrag zu stellen.
[Umdeutung bedeutet: Reha-Antrag = Renten-Antrag].

Ob darüber hinaus noch ein Gutachten erforderlich ist, um mit Sicherheit aussagen zu können
- Volle Erwerbsminderung
- Teilweise Erwerbsminderung
- (doch) keine Erwerbsminderung
- Besserung wahrscheinlich (befristet)
- Besserung unwahrscheinlich (auf Dauer)
entscheidet der Medizinsiche Dienst des Rentenversicherungsträgers im Einzelfall.

von
Robby

Vielen Dank für die Antwort,ich habe noch neue Befunde wo am besten kann ich sie hin schicken um die ganze Aktion zu unterstützen.

von
L.

Die neuen Befundberichte tackern Sie an den Antrag ran.

Sollten Sie (noch) kein Schreiben vom Rentenversicherungsträger erhalten haben, wonach Ihnen eine Rentenantragsstellung empfohlen wird, können Sie jederzeit selbst tätig werden und einen Antrag stellen.
Im Idealfall in einer Beratungsstelle im Beisein eines Mitarbeiters.
Das Ausfüllen der Anträge, insbesondere bei medzinischen Sachverhalten, hat es echt in sich.

Oben rechts ist die Beratungsstellensuche.

von
Robby

Danke für den Hinweis,aber gibt da auch keine Probleme,weil ja die Aktion von der Krankenkasse ja schon läuft?

von
L.

Zitiert von: Robby

die Aktion von der Krankenkasse

Das ist nichts wert.
Ihre Krankenkasse hat vermutlich ihren Rentenversicherungsträger aufgefordert zu prüfen, ob ein Fall der Umdeutung vorliegt.
zur Erinnerung: Eine Umdeutung liegt erst dann vor, wenn der Rentenversicherungsträger eine rentenrelevante verminderte Erwerbsfähigkeit feststellt.
Sollte der Rentenversicherungsträger zu dem Ergebnis kommen - und dies der Krankenkasse auch so mitteilen - dass keine rentenrelevante verminderte Erwerbsfähigkeit (an Hand) der dort vorliegenden medizinischen Unterlagen feststellt, erhalten Sie auch vom Rentenversicherungsträger kein Schreiben, in dem Sie zu einer Rentenantragsstellung aufgefordert werden.**

Die Krankenkasse interpretiert den Reha-Entlassungsbericht naturgemäß großzügiger in Sachen einer vermidnerter Erwerbsfähigkeit im rentenrechtlichen Sinne, da die Krankenkasse sie aus dem Krankengeld raushaben will.

Nichtsdestotrotz: Die Krankenkasse hat sich an die Entscheidung des Rentenversicherungsträgers zu halten.

**Dennoch steht es Ihnen natürlich frei jederzeit einen Rentenantrag aus eigenem Antrieb zu stellen.

von
W*lfgang

Hallo Robby,

im Ergebnis wird Sie die KK wahrscheinlich auffordern, einen EM-Rentenantrag zu stellen - dafür haben Sie dann 10 Wochen Zeit. So gegen Ende der Frist vereinbaren Sie einen Termin in der nächsten Beratungsstelle - hat auch keine Eile, die Terminvereinbarung/mündliche Antragsstellung reicht schon/ist eine wirksame Antragstellung. Termin zur schriftlichen Antragsaufnahmen vielleicht in 2-3 Monaten.

Und warum diese Verzögerungstaktik?

Aus 2 Gründen: 1. wird Ihr weiter laufendes Krankengeld wahrscheinlich höher sein, als die zu erwartende EM-Rente - warum daher 'schnell' in die kleinere Rente rutschen.

Und 2., wenns nur eine befristete EM-Rente gibt, kann die erst in 6 Monaten nach EM-Fall beginnen (hier möglicherweise das Reha-Entlassungsdatum). Läuft das Krankengeld vorher aus, über den Antrag wird fix entschieden, hängen Sie vielleicht ein paar Monate bis zur ersten Rentenzahlung in der Luft (wenn nicht andere Sozialleistungssysteme/hier möglich Sozialhilfe, auch Jobcenter - je nach Rentenart – finanziell einspringen).

Deswegen ...machens wie Scharping, laaaaaaaaaaaaangsam maaaaachen :-)

Gruß
w.

von
Robby

Danke,also müsste ich erstmal die Krankenkasse fragen ob sich die DRV schon gemeldet hat,zwecks Umdeutung.Oder?
Denn ich warte schon seit 3 Monaten auf eine Antwort von der DRV es kommt mir so vor das die Krankenkasse mir etwas verschweigt,aber warum sollte sie die wollen mich doch los werden.Entschuldigung ich versteh bald Garnichts mehr trotzdem danke.

von
tito

Zitiert von: Robby

Das ist nichts Wert,O.K

Also Reha für Tote,und dann zum Gutachter.

Befangen!!!!!!!!

Nein, da haben Sie L. misverstanden.
"Das ist nichts wert" bezog sich auf das Verfahren bei der Krankenkasse, welches bedeutet, dass nur weil die Krankenkasse jetzt handelt, nicht zwangsläufig auch ein Rentenverfahren in Gang gesetzt wird.

Wie L. bereits erklärt hat, erfolgt eine Umdeutung nur dann, wenn

Zitiert von: L.

der Rentenversicherungsträger eine rentenrelevante verminderte Erwerbsfähigkeit feststellt.

Stellt er keine rentenrelevante verminderter Erwerbsfähigkeit fest, werden Sie auch kein Schreiben erhalten, weder vom Rentenversicherungsträger bzgl. § 116 SGB VI noch von der Krankenkasse bzgl. § 51 SGB V (siehe W.'s Beitrag)

von
Robby

Hallo,
vielen Dank,für die Aufklärung habe es Jetzt verstanden.

von
Franz Drebs

Deswegen ...machens wie Scharping, laaaaaaaaaaaaangsam maaaaachen :-)

Von wegen wie Scharping, die ganze Bundesregierung macht es wie Scharping

siehe Beispiel Betriebsrente, nachdem viele Klagen kammen, wollte die Bundesregierung die Regelungen der Betriebsrente mal anschauen.

Nachdem man sich diese wohl angeschaut hat, wird ein Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Dauer noch das ganze Jahr 2015 in Anspruch nehmen wird.

So daß eine Reform der Betriebsrente frühestens 2016 erfolgen kann.

So kann man halt das Volk auch "verarschen" und das Schlimme daran ist, daß es sich auch halt "verarschen" läßt.

von
elli

die kk darf und kann nicht zum rentenantrag auffordern, sondern nur zur med. reha §51 SGB!!! da reha schon gelaufen kommt da wohl garnichts.

von
Robby

Hallo Elli,
Da wird jetzt jede Menge kommen,und zwar wegen Untätigkeit,Anfrage KK,Und das Beste kommt zum Schluss,da wo die Liebe und Verständnis nicht ausreichen,entsteht das Böse,Hoffnung ist die Kraft auf der ich baue.
Wartet auf ein Echo von mir liebe DRV!!!!

von Experte/in Experten-Antwort

Wird jemand "arbeitsunfähig" aus der Reha entlöassen, liegt "Krankheit" vor. Mehr noch nicht.
Die Krankenkassen drängeln da manchmal. Aber die Feststellung der "Erwerbsminderung" obliegt allein der DRV.
Sofern Sie selbst einen ausformulierten Entlassungsbericht erhalten haben, sehen Sie mal nach was dort zum Thema "Leistungsvermögen am allg. Arbeitsmarkt" steht. Andernfalls fragen Sie bitte in der Leistungsabteilung de zuständigen DRV nach, was sich da noch tun sollte.

von
Robby

Hallo,
vielen Dank für die Antwort,habe noch eine Frage ,ich habe noch einige Diagnosen,Befunde,nach welcher Abteilung der DRV kann ich sie schicken?