von
RS6372

Guten Morgen,

ich bin 43 Jahre alt ....gelernter Gärtner Fachrichtung Baumschule und mein Rücken ist so ziehmlich im A... . AU geschrieben bin ich jetzt schon seit Anfang Februar. Im März lag ich schon 2 Wochen im Krankenhaus um an der Wirbelsäule operiert zu werden, doch nach mehreren Test bzw. Simulationen wurde dann beschlossen mich nicht zu operieren. Ich habe dann im April eine dreiwöchige konservative stationäre Therapie gemacht, danach wie empfohlen Reha-Sport und unzählige besuche bei Therapeuten etc. . Das alles hat nichts gebracht, Gesundheitszustand unverändert. Im Aug/Sept. ging ich dann für 4 Wochen in eine Reha-Klinik (MBOR) mit dem Ergebnis, das mir die Spezialisten (wie auch alle Anderen zuvor) mir geraten haben mich nicht operieren zu lassen aber eine Wiedereingliederung in meinen gelernten Beruf nicht befürworten. Zur Zeit bin ich in einer ambulanten Rehabilitation und mach dort eine Nachreha.
Den Antrag zur LTA habe ich bei der DRV gestellt, dieser ist auch seit letzter Woche bewilligt. Termin bei Reha-Fachberatung ist Ende November.

Nun zu meiner Frage.

Da ich nun im Laufe des Jahres sehr viel Zeit hatte mich mit meiner beruflichen Situation auseinander zu setzen, würde ich gerne im sozialpädagogischen Bereich umgeschult werden. So könnte ich z.B. als Arbeitserzieher, Erzieher oder Sozialassistent
meine bisherig 25jährige Berufserfahrung in einer Einrichtung wie z.B. Werkstatt für Behinderte, Lebenshilfe o.ä. mit einbringen.
Doch gleich beim ersten Telefonat mit meinem zuständigen Reha-Fachberater gab der mir zu verstehen, das ich dies vergessen kann da diese Berufe entweder eine dreijähre Ausbildung vorraus setzen oder ein Anerkennungsjahr beinhalten.
Dies wiederspricht jetzt alles was ich bis dato selbst im Internet in Erfahrung gebracht habe, bzw. mir andere Berater z.B. die Rehaberatung der MBOR-Klinik gesagt haben. Bin ich jetzt nur an den falschen Fachberater gekommen oder hat dieser wirklich recht ?
ich möchte mich vor dem persönlichen Termin Ende November noch etwas schlau machen, und würde mich freuen ein paar Tips von Euch zu bekommen.

Danke

Rene

von
???

Erzieher ist von der Dauer (2 - 3 Jahre + Anerkennungspraktikum) her tatsächlich problematisch. Die Ausbildung zum Sozialassistenten dauert 2 Jahre und es wird kein Anerkennungspraktikum gefordert. Kritisch wird es wieder beim Arbeitserzieher (2 Jahre Ausbildung + 1 Jahr Anerkennungspraktikum). Auf der anderen Seite gibt es BFW's, die diese Ausbildung anbieten - es sollte grundsätzlich also schon machbar sein.
Sie müssen sich darüber klar sein, dass das Anerkennungspraktikum nicht von der DRV gefördert wird. Können Sie dieses Jahr finanziell überbrücken?

Mein Vorschlag wäre, dass Sie erstmal ein Praktikum in dem von Ihnen anvisierten Arbeitsumfeld machen. Im sozialen Bereich tätig sein klingt erstmal gut, vorallem wenn man eine entsprechende Grundeinstellung hat. Welche tatsächlichen Belastungen eine Arbeit in einer WfbM bedeutet, und wie man mit denen zurechkommt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Selbst Leute, die sich vorher in ihrer Freizeit mit Behinderten beschäftigt hatten, haben hier schon aufgegeben. Hier werden wirklich hohe Anforderungen an psychische und soziale Kompetenzen und Stabilität gestellt. Ohne ein 4wöchiges Praktikum würde ich an Ihrer Stelle eine entsprechende Ausbildung nicht anfangen. Das Risiko, überfordert zu sein, wäre mir zu groß.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo RS6372,

wir können in diesem Forum nicht beurteilen, in welcher Form eine berufliche Neuorientierung, z.B. eine Umschulung, für Sie gefördert werden kann, da wir Ihren Einzelfall nicht kennen. Der Reha-Berater wird mit Ihnen anhand Ihrer Eignung und Neigung neue geeignete Berufsfelder erarbeiten, inwieweit dabei die von Ihnen gewünschten Berufe Berücksichtigung finden können, wird sich im Rahmen der persönlichen Beratung ergeben.