von
Wiki

Wer auf Wiki hinweist, zeigt, welch geistig armer Wicht er ist: Eigenes Wissen = NULL.

von
Maja

Guten Morgen,
ich verstehe nicht so richtig, wie es zu solch einem Verlauf kommen kann, denn eigentlich steht doch hier mein Anliegen im Mittelpunkt oder?
Ich kann mir vorstellen, dass Behörden/Bund/Gutachter ect. nicht immer im Sinne der Patienten handeln und trotzdem macht jeder seine Arbeit so gut er kann, in Namen des Arbeitgebers. Ich wollte einfach wissen, wieviel Sinn so eine Med.-berufl. Reha macht und ob es dabei auch noch Möglichkeiten einer Umschulung gibt. Diese Frage hat der Gutachterkritiker und Lubowski mir mit Informationen und Hinweis auf andere Internetseiten beantworten können. Letzendlich liegt es an mir und da ich sehr gerne arbeiten will, werde ich diese me.d-berufl. Reha machen.

von
Gutachterkritiker

Liebe Maja,

der negative Verlauf wird hier durch bestimmte Leute aus dem Umfeld der A- und B-Stellen der DRV verursacht. Denen ist es nicht recht, wenn abweichende Meinungen substantiiert dargelegt werden.

Sie gaben ja an, dass man Sie "unfreundlich" behandelt hat, weil Sie etwas wünschen, was nicht ins Konzept paßt. So ist das hier auch. Und wenn ich es richtig sehe, hat man Ihnen auch nicht das Recht gewährt sich unter drei Gutachtern einen auszusuchen, was gemäß § 14 SGB IX Pflicht ist:

"(5) Der Rehabilitationsträger stellt sicher, dass er Sachverständige beauftragen kann, bei denen Zugangs- und Kommunikationsbarrieren nicht bestehen. Ist für die Feststellung des Rehabilitationsbedarfs ein Gutachten erforderlich, beauftragt der Rehabilitationsträger unverzüglich einen geeigneten Sachverständigen. Er benennt den Leistungsberechtigten in der Regel drei möglichst wohnortnahe Sachverständige unter Berücksichtigung bestehender sozialmedizinischer Dienste. Haben sich Leistungsberechtigte für einen benannten Sachverständigen entschieden, wird dem Wunsch Rechnung getragen."

Ein Gutachter hat nicht im Sinne seines Auftraggebers zu handeln, sondern nach Recht, Wissenschaft und Gesetz. Leider ist dies oft nicht der Fall und der Volksmund sagt: Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing.

Wie Sie mit den gegebenen Informationen umgehen, ist allein Ihre Angelegenheit.

Ein Blick hinter die Kulissen der Einrichtung und deren Erfolgsbilanz kann nicht schaden. Mit einem Problem werden Sie in solchen Einrichtungen auf jeden Fall konfrontiert werden:

Die Behandler haben eine Doppelfunktion, die miteinander unvereinbar ist: Sie sind Behandler und gleichzeitig Gutachter und müssen in den Berichten ihre Arbeit in bestem Licht erscheinen lassen, sonst gibt es keine weiteren Aufträge mehr.

Dies führt dann dazu, dass das schwächste Glied in der Kette, nämlich der kranke Patient, der sich ohnehin nicht mehr wehren kann, bei "Fehlschlägen" mit dem Stempel "mangelnde Compliance" versehen wird.

Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, dass den Behandlern die Gutachterrolle erspart bleibt. In jedem Fall ist es anzuempfehlen sämtliche Gespräche und Maßnahmen selbst zu protokollieren bzw. Tonbandaufzeichnungen zu fertigen. Dies verhindert, dass später in den Akten was drin steht, was sich die Therapeuten aus den Fingern gesogen haben. Das Führen eines Tagebuchs kann später sehr nützlich sein.

Ich darf Ihnen gutes Gelingen wünschen.

von
Maja

Die Gutachter waren in diesem Fall meine eigenen Ärzte und diese stehen voll und ganz hinter mir. Sie wollten mir eine berufliche Orientierungshilfe in Form einer Umschulung möglich machen, um mir einen Wiedereinstieg bzw "Neulernen" zu ermöglichen.Ich habe nach dem Widerruf ( DRV schrieb Ablehnung und Verweis auf meinem Bezugsberuf) nur direkt mit der Möglichkeit der Umschulung gehofft und nicht auf diese Antwort der med.-berufl. Reha, die ich bis dahin gar nicht kannte.

von
Gutachterkritiker

In Zeiten knapper Kassen, machen es sich die Rehaträger natürlich einfach. Erst mal ablehnen, was irgendwie geht.

Über die Frage, um die es bei Ihnen geht, ob ohne Gutachten überhaupt entschieden werden kann - es geht ja darum, dass Sie bei Ausübung Ihres erlernten Berufes krank werden bzw. sich Ihr Zustand verschlechtern könnte - läßt sich trefflich streiten. Und wer wie die Sozialkassenwächter kein Geld mehr in der Kasse hat, wird durch Streit versuchen die Ausgaben zu vermindern bzw. zu verzögern.

Es kann allerdings auch sein, daß die Maßnahme, die man Ihnen bewilligt hat, dazu dient, die ablehnende Haltung zu einer beruflichen Qualifizierung "wasserdicht" zu machen. Mangelnde Compliance (kein Mitwirkungswille) in die Akten schreiben, ist eine beliebte Methode der am finanziellen Tropf der Kassen hängenden Behandler/Gutachter.

Muß natürlich nicht eintreffen, aber eine gesunde Skepsis hat noch nie geschadet.

Dazu ein Beispiel:

Aufgrund einer unklaren Befuindlage mußte bei einem Patienten ein Schädel-CT und eine MRT gemacht werden und es gab beim MRT im Gegensatz zum CT auch mehrere Befunde. Die daraufhin erstellte erste "Verdachtsdiagnose" Astrozytom erwies sich bereits bei einer ersten Überprüfung als falsch.

Bei einer späteren Untersuchung durch einen HNO-Arzt aus anderem Anlaß wurde dann dem Patienten eine ambulante NebenhöhlenOP angedient und ein CT sollte gemacht werden. Unerwünschte Nebenwirkung kann in 5% der Fälle ein frühzeitig auftretender Grauer Star sein.

Dem Arzt wurden dann die MRT-Bilder ohne Befundbericht gezeigt. Er riet weiter zur OP, hat aber die klar erkennbaren Befunde einer Nebenhöhleninfektion und einer Läsion locker übersehen. So kann man durch "Datenschutz" die Qualität der Mediziner überprüfen.

Eins dürfte klar sein: Der HNO-Arzt wollte Geld verdienen.

von
Maja

Ich befürchte, dass die mich in dem Bezugsberuf-welchen ich seit ca 10j. meide, indem ich 1000 andere Jobs mehr schlecht als recht ausgeübt habe-wieder hineinsetzen wollen und das würde mich in der Tat nicht wieder gesund machen.Hoffe also, dass ich sie durch meinen Lebenslauf überzeugen kann und Sie mich meinen Neigungen entsprechend einstufen.Dafür ist eine med-berufl. Reha doch auch da oder?

von
Gutachterkritiker

Nach § 9 SGB IX haben Sie natürlich ein Wunsch- und Wahlrecht. Und Sie sollen selbstbestimmt handeln. Auch müssen Sie den Maßnahmen zustimmen. Aber wie das so ist, klafft zwischen Gesetzeswortlaut und und Umsetzung in die Verwaltungsrealität eine gewaltige Lücke.

Nehmen das als Anregung oder Zweitmeinung mit, was Sie hier gelesen haben und suchen Sie professionelle Beratung z.B. bei den Sozialverbänden. Die machen den lieben langen Tag nichts anderes, als die Interessen ihrer Mitglieder gegen die übermächtige und träge Verwaltung durchzusetzen.

Das Beharrungsvermögen dieser monströsen Konstrukte ist immens.

von
Sprengler

"Das Beharrungsvermögen dieser monströsen Konstrukte ist immens"

Ihr " Beharrungsvermögen " hier im Forum ist nicht nur immens , sondern einfach nur höchst penetrant ....

von
Gutachterkritiker

Die mangelhafte Einsichtsfähigkeit der Akteure in bürokratisch organisisierten Institutionen ist Soziologen bestens bekannt, ebenso das Beharrungsvermögen und die schlimme Krankheit "Novemberfieber". Derartige Systeme sind auch El Dorados der Mobber, die sich gegen jede Veränderung im gewohnten Alltragstrott wehren. Die "Versagensquote" wegen "psychischer Erkrankungen" als Folge von Mobbing ist dort überdurchschnittlich hoch.

Insofern zeigen Sie und andere wie richtig meine Ausführungen sind, die Sie und andere so sehr schmerzen müssen, dass Sie zum untauglichen Mittel des Mobbings greifen.

von
Wolfgang

...ohne jetzt den ganzen Psalm gelesen zu haben.

Manche schaffen es nicht mal - rein genetisch verhaftet - zu Ihrem Namen im Forum zu stehen ...oder haben 'wir' ein Problem damit, unter demselben Nick etwa als besonders 'toleranter' Datenwechselbalg erkannt zu werden ? ;-) ...so, als wenn die wässrige Meinung von gestern ohne Wert ist, Hauptsache den Samen der Verunsicherung gestreut und sonst ganz tief weggeduckt !

Gruß
w.
(kwT - ersparen Sie mir den speziellen Texterguss)

von
Wie ätzend

Wie ätzend sind bitte diese sich imemr wiederholenden Beiträgen dieses kranken Menschen??

Es hilft dem Fragesteller ( Wie Maja ja selber nachdrücklich festgestellt hat ) kein bisschen.

Lieber Gutachtenkritikter,wie sich sich ja aktuell bezeichnen, man kann ja in den Einträgen der letzten Wochen sehen, das sie sich immer neue lustige Namen ausdenken, der Inhalt aber immer gleich sinnfrei ist.

Ich finde es sehr schade, das diese Müllbeiträge nicht gelöscht werden,sondern das diese Hasstiraden hier noch gefördert werden.

Was soll bitte damit bezweckt werden??

Experten-Antwort

Hallo Maja,

Rehabilitanden mit besonderen Krankheitsbildern oder Behinderungsarten bedürfen zur Wiedereingliederung in das Erwerbsleben einer speziell auf die Behinderung abgestellten Behandlung. Die Leistungen werden in eigens hierfür konzipierten Reha-Zentren (Einrichtungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation, auch Einrichtungen der Phase II genannt) erbracht.

Ziel dieser Einrichtungen ist die Förderung körperlich, seelisch oder geistig Behinderter sowie primär chronisch Kranker, die wegen
- schwerer krankheitsbedingter Leistungseinschränkungen,

- Lernstörungen (einschl. Lernentwöhnung),

- besonderer Störanfälligkeit und Umfeldabhängigkeit,

- Störungen des Sozialverhaltens,

- Störungen des Arbeitsverhaltens
auf besonders umfassende multidisziplinäre diagnostische und therapeutische Leistungen der medizinischen und der schulisch-beruflichen Rehabilitation angewiesen sind.

Neben der weiterhin stattfindenden umfassenden reha-medizinischen Versorgung führen die Einrichtungen der Phase II Belastungserprobungen und Arbeitstherapie (§ 26 Abs. 2 Nr. 7 SGB 9) und in geeigneten Fällen zum frühestmöglichen Zeitpunkt begleitende berufsvorbereitende Leistungen (z. B. Abklärung der beruflichen Eignung und Arbeitserprobung) mit dem Ziel durch, die Aufnahme der früheren bzw. einer artverwandten oder neuen Berufstätigkeit zu ermöglichen.

So kann sich im Verlauf der Leistungen der Phase II eine Schwerpunktverlagerung der Reha-Inhalte von der medizinisch-therapeutischen Betreuung hin zur Berufsvorbereitung ergeben.

Leistungen der beruflichen Anpassung und Weiterbildung (§ 33 Abs. 3 Nr. 3 SGB 9) finden dann anschließend sofern erforderlich in originären Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, z. B. in einem Berufsförderungswerk, statt.

Ich empfehle Ihnen daher, das Angebot einer medizinisch-beruflichen Rehabilitationsleistung zu nutzen um gemeinsam mit der Phase II-Einrichtung und Ihrem Rehabilitationsträger aktiv Lösungsmöglichkeiten mit dem Ziel der Wiedereingliederung in das Erwerbsleben zu erarbeiten.

von
Maja

Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag Herr "Experte", ich werde Ihrer Empfehlung folgen und hoffe, dass das ATZ nach meinen Fähigkeiten und Fertigkeiten und Berücksichtigung meiner beruflichen Neigungen, eine Lösung für die bisher chaotische Berufslaufbahn finden wird. Schade ist nur der wirre Forumverlauf der eigentlich für mich so ernsten Angelegenheit und trotzdem auch Danke an "Alle Beteiligten ".Maja