von
ach ja

"...Deshalb können sich Midijobber dafür entscheiden, ihren Beitragsanteil auf den vollen Rentenbeitrag aufzustocken..."

In welchen Fällen / Fallgestaltungen ist das sinnvoll bzw. gibt es Umstände in einer Rentenbiografie, welche beim aufgestockten Minijob mehr Zuwachs haben, als rein die 'Erhöhung der Rente' analog zum höheren Beitrag? Macht z.B. die Aufstockung im Midijob Sinn neben Kindererziehungs- bzw. -berücksichtigungszeiten?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo ach ja,

die Zahlung des höheren („normalen“) Beitrags hat prinzipiell „nur“ auf die Höhe der Rente Einfluss. Rentenanspruchsändernde Auswirkungen sind hiermit grundsätzlich nicht verbunden. Hinsichtlich der Frage, ob es in Ihrem konkreten Einzelfall Sinn macht, die vollen Beiträge zu zahlen, sollten Sie sich ggf. in einer Auskunfts- und Beratungsstelle eines Rentenversicherungsträgers individuell beraten lassen.

von
W*lfgang

Hallo ach ja,

mir ist kein 'sinnvoller' Fall bekannt, wo sich 'aufgestockte' Midijob-Beiträge postiv auf's Portemonnaie zu normalen Lebzeiten ausgewirkt hätten.

Solch eine Konstellation geht sehr sehr tief in die Gesamtleistungsbewertung (Durchschnittswert aus allen Jahren), wo mit gesteigerten Durchschnittswerten ggf. geringe/zusätzliche positive Effekte für damit zu bewertende Zeiten erzielt werden könnten. Der Schuss kann genauso gut nach hinten losgehen, wenn damit die Bewertung/Zuschlagsentgeltpunkte für 'Mindestentgeltpunkte für geringes Arbeitsentgelt/vor 1992' verloren geht.

Auch neben BÜZ (Berücksichtigungszeiten für Kindererziehung) _kann_ ein erhöhtes 'kleines' Entgelt positive Wirkungen entfalten – das alles zu beurteilen kann kaum ein Berater aus dem Stand leisten, wenn ihm nicht Just-in-time-Berechnung mit diversen Variablen möglich ist, ggf. mit fiktiven Entgelten zum anversierten/variablen Rentenbeginn.

Solch ein Programm hätte ich auch gern, mein Brain-Abakus verliert leider immer die Nachkommastellen … ;-)

Gruß
w.