von
Übergangsgeldberechnung bei Entgeltumwandlung

Hallo.

Ich habe mit meinem letzten Arbeitgeber eine Entgeltumwandlung vereinbart und habe anstatt 1200 Euro Brutto, 1000 Euro Brutto bekommen.

Wird nun bei der Übergangsgeldberechnung die 1000 Euro herangezogen oder die 1200 Euro.

Danke und Gruß

von
****

Nicht nur bei der Berechnung des Ü-Geldes, sondern auch bei der Berechnung von allen anderen Sozialleistungen wie Krankengeld und ALG 1 wird von dem geringeren SV-Brutto (1000.- ) = Regellohn ausgegangen.

von
Heribert S.

Zitiert von: ****

Nicht nur bei der Berechnung des Ü-Geldes, sondern auch bei der Berechnung von allen anderen Sozialleistungen wie Krankengeld und ALG 1 wird von dem geringeren SV-Brutto (1000.- ) = Regellohn ausgegangen.

Deshalb sollte man es sich schon genau überlegen, ob man diese Bruttoentgeltumwandlung macht, insbesondere dann wenn der Arbeitgeber nichts oder nur sehr wenig dazu beisteuert.

Auch die spätere Altersrente wird davon negativ tangiert.

Der Arbeitgeber sollte mindestens zu 35 % mitfinanzieren. Dies wegen der Vertragskostenbelastung und den niedrigen Kapitalmarktzinsen. Dass der Arbeitgeber seine Ersparnis an Sozialabgaben (ca. 20%) dazugibt, sollte schon selbstverständlich sein.

von
Bruno L.

Ja, das scheint mir schon eine gigantische Geldverbrennung zu sein bei der Bruttoentgeltumwandlung, falls der Arbeitgeber nichts dazu gibt und man in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist.

Die aktuell bescheidenen Zinserträge werden voraussichtlich von der Vertragskostenbelastung (Versicherer, Vertrieb) sicherlich mindestens "aufgefressen".

In der Rente zahlt man aber volle Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge -ungef. 19 %- und muß aber auch voll versteuern -nicht nur tlw. oder mit dem Ertragsanteil-.

Nehmen wir einen Steuersatz von ungef. 20 % an, dann haben wir Gesamtabzüge von der Betriebsrente von ungef. 40 %.

Gut, wir haben in der Anfangsphase Ersparnisse an Steuern und Sozialabgaben, dafür ist dann aber auch die spätere Altersrente geringer.

Insgesamt ist das wohl aber eine gigantische Geldverbrennung. Oder sehe ich das falsch?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Marissa,

wenn Sie vor Beginn der Reha-Maßnahme Arbeitsentgelt oder Lohnfortzahlung erhalten haben und die Deutsche Rentenversicherung hat das Übergangsgeld erstmals zu berechnen, ermittelt sich das heranzuziehende Nettoentgelt aus dem „höheren“ Bruttoentgelt. Ein Abzug Ihrer entrichteten Beiträge zur Altersvorsorge in Form einer Entgeltumwandlung erfolgt nicht. Sollten Sie bereits Krankengeld beziehen, wenn die Reha-Maßnahme beginnt, werden in der Regel die Werte herangezogen, welche der Krankenkasse zur Berechnung des Krankengelds als Berechnungsgrundlage dienten.

von
Elvira

Was ist nun richtig, das was der Experte geschrieben hat oder der ****-Mann/Frau?

von
???

Also unter

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/_pdf/G0510.pdf?__blob=publicationFile&v=22

finde ich auf seite 16 das:

"Auch die für eine betriebliche Altersvorsorge im Zuge einer Entgeltumwandlung verwendeten beitragsfreien
Entgeltbestandteile sind kein Arbeitsentgelt."

Stellt sich die Frage: Haben Sie für die 200,- € Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt? Wahrscheinlich nicht und dann können die nicht berücksichtigt werden.

von
Marissa75

Nein. Für die 200 Euro wurden keine Rentenversicherungsbeiträge bezahlt.

Irrt sich der Experte?

von
Worf

Muß man für die Übergangsgeldberechnung nicht einen Vordruck der DRV dem Arbeitgeber zum Ausfüllen mit dem erzielten Einkommen vorlegen?

Daraus müßte dann zu entnehmen sein, was bzw. welcher Wert zur Übergangsgeldberechnung herangezogen wird.