von
HPMLIF

Laut Renteninformation wird bei mir die Rente unter Berücksichtigung der Beiträge der letzten fünf Jahre (seit 2013) immer niedriger.
Warum ist das so?

von
1, 2, 3, 4

Zuerst einmal sollten Sie sich auf den Betrag konzentrieren, der Ihren Ist-Zustand bei der Regelaltersrente beziffert.
Ist dieser denn auch gesunken?

Das was Sie ansprechen, ist eine (fiktive) Hochrechnung, in dem der Durchschnitt der letzten Jahre zu Grunde gelegt wird und bis zur Regelaltersgrenze hochgerechnet wird.

Wenn - beispielsweise - der Durchschnitt in den letzten fünf Jahren verglichen von 2013 zu 2015 gesunken ist (weil möglichweise eine Lücke enthalten ist, oder Sie langfristig Arbeitslosengeld oder Krankengeld oder ähnliches bezogen haben), dann sinkt auch folgerichtig die Hochrechnung.

Ohne Ihren Rentenversicherungsverlauf zu kennen, macht es wenig Sinn zu spekulieren.

Das wichtigste ist, dass Sie überprüfen, ob der beiliegende Inhalt des Versicherungsverlaufes vollständig und richtig ist.
Demnach sollte bei fortschreitender Beitragszahlung auch der Ist-Betrag der Regelaltersrente, der alle bis jetzt erfassten Zeiten berücksichtigt, auch steigen.

Persönlich halte ich von diesen Hochrechnung, zzgl. mit 1%iger oder 2%iger jährlicher Anspassung usw. nichts.

Für weitergehende Fragen sollte Sie ggf. eine Beratungsstelle aufsuchen.

von
W*lfgang

Hallo HPMLIF,

sinkender Durchschnittswert der letzten 5 Jahre bzw. wertmäßig 'abgesenkte' Beitragsbemessungsgrenze?!

Gruß
w.

von
HPMLIF

Habe keine Fehlzeiten im gesamten Zeitraum weder Arbeitslos noch länger Krank.
Die gezahlten Beiträge sind laufend gestiegen und bis 2013 auch die fiktive Rente.

von
1, 2, 3, 4

Zitiert von: HPMLIF

Habe keine Fehlzeiten im gesamten Zeitraum weder Arbeitslos noch länger Krank.
Die gezahlten Beiträge sind laufend gestiegen und bis 2013 auch die fiktive Rente.

Wenn Ihr Durschnitt aber weniger stark steigt als der Durchnschitt aller (denn daraus berechnen sich dann die Antwartschaften/Entgeltpunkte und in der Folge auch die Rentenhöhe) und sinkt eben die (fiktive) Hochrechnung?

Wie sieht es denn nun mit den ersten beiden in der Renteninformation genannten Zahlbeträgen aus (Erwerbsminderungsrente, Regelaltersrente [ohne Hochrechnung])

von
HPMLIF

Diese Rentenerwartungen sind ständig gestiegen.

von
Herz1952

W*lfgang meint, dass Ihre Lohn-/Gehaltserhöhung in den letzten 5 Jahren nicht so stark gestiegen sind, wie der Durchschnitt aller Versicherten in diesem Zeitraum.

Insgesamt gibt das schon eine Erhöhung in den Vorjahren, aber dadurch sinkt sowohl die derzeitige EM-Rente als auch die Altersrente.

Klartext: Sie müssen die Steigerung Ihres Gehaltes mit dem Durchschnitt aller Versicherten prozentual vergleichen.

Wenn Ihre Gehalt in den letzten 5 Jahren z.B. nur um 4 % gestiegen ist (Jahressumme), der Durchschnitt aller Versicherten aber um 6 % (jeweils ins Gesamt gesehen), dann sinken auch Ihre Rentenbeträge. Sie müssten allerdings Jahr für Jahr vergleichen um zu gesicherten Zahlen zu kommen, weil die einzelnen Jahre unterschiedliche Steigerungsraten haben können.

Dies halte ich für die wahrscheinlichste Möglichkeit.

von
Herz1952

Mit Erhöhung in den Vorjahren meinte ich die Jahre vor dem Vergleichszeitraum. "2013 - 2015" sind 2 Jahre. Sie meinen wohl, dass seit 2013 die Beträge gesunken sind?

Aber wenn Sie wollen, können Sie die letzten 5 Jahre vergleichen, weil da schon die Differenzen der Erhöhungen entstanden sein können.

Googeln: "Durchschnitt aller Versicherten". Dort gibt es Tabellen. Dann Jahr für Jahr mit den Steigerungsraten Ihres Verdienstes dieser Jahre vergleichen. Hierfür wäre allerdings eine sog. Äquivalenzrechnung nötig um genaue Zahlen zu erhalten. Aber der Einfachheit halber können Sie auch die Steigerung in % der einzelnen Jahre gegenüberstellen. (Steigerung Verdienst/Steigerung Durchschnitt in %). Dies gäbe zumindest einen ungefähren Überblick.

von
Hubert K.

Zitiert von: Herz1952

W*lfgang meint, dass Ihre Lohn-/Gehaltserhöhung in den letzten 5 Jahren nicht so stark gestiegen sind, wie der Durchschnitt aller Versicherten in diesem Zeitraum.

Insgesamt gibt das schon eine Erhöhung in den Vorjahren, aber dadurch sinkt sowohl die derzeitige EM-Rente als auch die Altersrente.

Klartext: Sie müssen die Steigerung Ihres Gehaltes mit dem Durchschnitt aller Versicherten prozentual vergleichen.

Wenn Ihre Gehalt in den letzten 5 Jahren z.B. nur um 4 % gestiegen ist (Jahressumme), der Durchschnitt aller Versicherten aber um 6 % (jeweils ins Gesamt gesehen), dann sinken auch Ihre Rentenbeträge. Sie müssten allerdings Jahr für Jahr vergleichen um zu gesicherten Zahlen zu kommen, weil die einzelnen Jahre unterschiedliche Steigerungsraten haben können.

Dies halte ich für die wahrscheinlichste Möglichkeit.

Das mag ja richtig sein, aber nach meinem Verständnis ist das keine seriöse Berechnungsmethode der gesetzliche Rente wenn meine Rente auf diese Art sinken kann.

von
1, 2, 3, 4

Zitiert von: Hubert K.

Das mag ja richtig sein, aber nach meinem Verständnis ist das keine seriöse Berechnungsmethode der gesetzliche Rente wenn meine Rente auf diese Art sinken kann.

So funktioniert nunmal das Umlageverfahren.
Im Übrigen kann das Gegenteil konsequenterweise auch funktionieren.
Es gab Jahre, da ist der Durchschnitt aller Versicherter gesunken.
Wenn die eigenen Beiträge stagnierten oder weniger stark sanken, dann ist die eigene Rentenhöhe dennoch gestiegen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo HPMLIF,

wie Sie den bisherigen Reaktionen auf Ihre Anfrage entnehmen können, gibt es mehrere mögliche Ursachen für die von Ihnen beschriebene Verringerung der fiktiv hochgerechneten Regelaltersrente.
Wenn in Ihrem Versicherungsverlauf alle Daten ordnungsgemäß aufgeführt sind, wird die Hochrechnung jedenfalls korrekt durchgeführt worden sein. Falls nicht bereits geschehen, sollten Sie daher einen aktuellen Versicherungsverlauf anfordern und Ihre dort aufgeführten Entgelte mit den Durchschnittsentgelten (Anlage 1) zum SGB VI vergleichen.

von
Herz1952

Hallo Hubert K.

1,2,3,4 hat bereits eine grundlegende Antwort darauf gegeben.

Umgekehrt geht es z. B. wenn Ihr Verdienst moderat steigt, und allgemein eine Unterbeschäftigung entsteht (viel Kurzarbeit, Entlassungen, da werden die Beiträge aus einem gekürzten Brutto gerechnet, weniger Überstunden mit sozialversicherungspflichtigen Zuschlägen).

Nur so zur Info.

von
Herz1952

Hallo Hubert K.

1,2,3,4 hat bereits eine grundlegende Antwort darauf gegeben.

Umgekehrt geht es z. B. wenn Ihr Verdienst moderat steigt, und allgemein eine Unterbeschäftigung entsteht (viel Kurzarbeit, Entlassungen, da werden die Beiträge aus einem gekürzten Brutto gerechnet, weniger Überstunden mit sozialversicherungspflichtigen Zuschlägen).

Nur so zur Info.

von
W*lfgang

Zitiert von: Hubert K.
Das mag ja richtig sein, aber nach meinem Verständnis ist das keine seriöse Berechnungsmethode der gesetzliche Rente wenn meine Rente auf diese Art sinken kann.
Hubert K.,

seriös ist, wenn gesetzlich vorgegebene Hoch- und Berechnungsmodalitäten punktgenau zum Zeitpunkt der Erstellung einer Rentenauskunft/Renteninformation für den Versicherten umgesetzt werden, was immer der Fall ist. Wenn Ihnen die Private Vermögensanlage mitteilt, dass Ihr Rückkaufswert gesunken ist im Vergleich zum Vorjahr trotz weiter Beitragszahlungen, sind Sie auch 'angefressen' ...so what, ehrliche Antworten eben.

Fordern Sie eine Rentenauskunft im April an, vergleichen die mit einer Juli-Auskunft und Sie werden überrascht sein, dass - obwohl sich Ihre gespeicherten Versicherungszeiten grundsätzlich nicht verändert haben - plötzlich ohne eigenes Zutun die Rentenbeträge gestiegen sind. Besonders empfehlenswert in 2016 :-)

Aus einer Rentenauskunft mit allen Berechnungsanlagen können Sie im Detail erkennen, was zu den Veränderungen der Beträge geführt hat ...die Renteninformation ist bewusst 'schlank' gehalten, sonst sammeln Sie im Laufe Ihres Versicherungslebens 2 Meter Papier ...die letzten 0,5 cm sind die interessantesten ;-)

Gruß
w.