von
Ann-Katrin Ammel-Bleck

Guten Tag,

ich habe ein Kleingewerbe, in dem ich monatlich ca 200€ verdiene und nicht rentenversichert bin. Des Weiteren bin ich Hausfrau (verheiratet, 2 Kinder) und habe nun zusätzlich einen Minijob. Bei diesem verdiene ich 171,90€ monatlich. Nun meine Frage:

Wie verhält es sich hier mit dem Eigenanteil zur RV? Muss ich, auch wenn ich fast 175€ Arbeitsentgelt habe aus dem Minijob die Differenz aufzahlen, da es eben nur 171,90€ sind? Oder ist es in diesem Zusammenhang sinnvoller mich von der versicherungspflicht befreien zu lassen?

Grüße,
Ann-Katrin

von
KSC

Zunächst haben die Einkünfte aus dem Kleingewerbe und die aus dem Minijob nichts miteinander zu tun.

Ob Sie aus dem Minijob Beiträge zahlen oder nicht müssen Sie individuell entscheiden.
Ohne Kenntnis Ihres Versicherungskontos lässt sich da nur schwer was sagen.

Vorteile der Versicherungspflicht:

u.a.

zusätzliche Beitragsmonate, daher vielleicht frühere Rente möglich
dadurch kann der Versicherungsschutz für eine EM Rente erhalten bleiben oder aufgebaut werden.

Minimale Rentensteigerung - aber bei 171 € wohl kaum existenzrelevant.

Reha durch DRV möglich

Da Sie unter 175 € verdienen, zahlen Sie bei Versicherungspflicht aus 171,9 € 3,7% und aus dem Rest 18,7%. Da aber 18,7% aus 3,10 € ein lächerlicher Betrag (keine 60 cent Mehrkosten) sind, spielt das bei der Überlegung gewiss keine Rolle.

von
Ann-Katrin Ammel-Bleck

Hallo,

vielen Dank. Ok, dann hatte ich das falsch verstanden zuvor. Ich hatte dies mit den aufzustockenden 18,7% nicht verstanden. Diese gelten also nur für die Differenz zu den 175€. Vielen Dank, das hilft mir sehr weiter!

Liebe Grüße,
Ann-Katrin

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Ann-Katrin Ammel-Bleck,

das von Ihnen geführte Kleingewerbe wird auf selbstständiger Basis durchgeführt und ist u.a. wegen Geringfügigkeit nicht versicherungspflichtig.
Der Minijob ist grundsätzlich versicherungspflichtig. Eine Befreiung auf Antrag ist möglich.
Die Beiträge werden von einem Entgelt i.H.v. mindestens 175 EUR prozentual errechnet, wenn das tatsächlich bezogene Entgelt geringer ist.

Bei einem monatlichen Verdienst i.H.v. 171,90 Euro beträgt Ihr Beitrag 6,94 Euro.

Wir empfehlen Ihnen, sich telefonisch vorab bei Ihrem Rentenversicherungsträger zu erkundigen welche Auswirkungen eine Befreiung oder die Zahlung von Pflichtbeiträgen in Ihrem Fall hat, da dies negative Auswirkungen auf Ihren Erwerbsminderungsrentenschutz haben könnte und, falls Sie einen Riesterrentenvertrag abgeschlossen haben, durch die Aufstockung auch ein eigener Förderanspruch entstehen würde.

von
Ann-Katrin Ammel-Bleck

Hallo,

ich danke auch Ihnen, beide Antworten haben mir weiter geholfen.

Nein, ich alleine riestere nicht, jedoch mit meinem Mann zusammen im Bezug auf den Hauskauf.

Grüße

von
Ann-Katrin

Hallöchen,

da meine Frage inzwischen geklärt ist - kann der Thread bitte wieder gelöscht werden? Vielen Dank!