von
Pebro

Liebe Experten,

ich beziehe mit 65 Jahren lt. Rentenauskunft nur eine kleine Rente von ca. 300€. Ich bin selbständig und muß das noch einige Jahre bleiben und arbeiten bis meine Ehefrau dann eine höhere Rente bezieht. Sie hat eine Erwartung von rd. 1400€. Meine Frage wäre: bin ich dann bei ihr krankenversichert? Z.Zt. bin ich privatversichert, kann dann aber diese Versicherung nicht mehr bezahlen. Meine Frau ist gesetzlich bei der DAK pflichtversichert.

Vielen Dank für eure Antworten, Pebro

von
Falsches Forum

Dies ist ein Forum der deutschen RENTENversicherung. Kann mir aber nicht vorstellen, dass Sie in die gesetzliche KV zurückkommen. Schließlich haben Sie sich seinerzeit bewusst gegen das Solidaritätsprinzip entschieden. Dann muss halt Ihre Frau für Sie aufkommen.

von
Pebro

Sorry,
ich war der Auffassung, daß zwischen Rentenversicherung und Krankenversicherung ein gewisser Zusammenhang besteht? Sollte dem nicht so sein, bitte ich um Entschuldigung.

Viele Grüße, Pebro

von
Rentendoc

Hallo Pedro,

hier stellen immer irgendwelche unheimlich schlauen spezialisten Steuerfragen und die haben auch mit dem Forum nix zu tun, denen hilft man auch.
Also denke ich haben sie allemal Hilfe verdient.

Ihre Situation ist etwas kompliziert.

Wenn sie noch keine 55 Jahre alt sind, gibt es die Möglichkeit das sie die Selsbständigkeit aufgeben, eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausüben, und dann haben sie wieder die möglichkeit in die gesetzliche krankenkasse zu wechseln. wenn sie dann später rentner werden, können sie, falls die rente in der genannten höhe bleibt, wieder in die familienversicherung ihrer frau zurück.

Fall sie die selbstständigkeit nicht aufgeben wollen, bleibt nur die möglichkeit das sie mit ihrer privaten krankenkasse über den neugeschaffenen basistarif sprechen, der ist günstiger und man erhält ähnliche leistungen wie ein gesetzlich versicherter.

ich wünsche ihnen auf jeden fall viel glück und alles gute.

von
Pebro

Vielen Dank lieber Rentendoc,
Ihre Ausführungen waren doch einmal sehr aufschluß- und hilfreich. Ich bin 62 Jahre alt geworden und war fast mein ganzes Berufsleben selbständig.
Das werde ich auch noch einige Jahre bleiben müssen, da ich mit dieser Rentenerwartung nicht auskommen kann. Nun kann man fragen, warum ich nicht mehr eingezahlt habe? Sicher, der Wille war da, aber nicht jeder Selbständige ist Großverdiener und dann kamen noch einige Unbilden, Scheidung etc., die sehr kostspielig waren. Es blieb einfach so gut wie nichts für höhere Beiträge über. Naja die Zeit vergeht schnell und plötzlich ist man kurz vor dem Rentenalter und stellt fest, daß man gar nicht aufhören kann. Nun habe ich einen Beruf, den ich - vorausgesetzt die Gesundheit spielt mit - theoretisch sehr lange ausüben kann. Zum Glück macht er mir auch Spaß.

Viele Grüße, Pebro

Experten-Antwort

Grundsätzlich würde ich davon ausgehen, dass Sie sich bis zum Ende der selbständigen Tätigkeit selbst um Ihre Krankenversicherung kümmern müssen. Ob bei Aufgabe der selbständigen Tätigkeit eine Familienversicherung über die Ehefrau möglich ist, vermag ich nicht abzuschätzen.

Mein dringender Rat an Sie: suchen Sie bitte unverzüglich das Gespräch mit der Krankenkasse Ihrer Frau. Nehmen Sie für das Gespräch bitte den letzten Einkommensteuerbescheid sowie Unterlagen über die aktuelle Einkommenssituation und die zu erwartende Rente mit.

von
Pebro

Vielen Dank für die Antwort lieber Experte,
momentan verdiene ich noch ganz passabel. Sollte ich mit dem Vorstoß bei der KV meiner Frau nicht besser warten bis es mit lediglich meiner Minirente soweit ist?

Viele Grüße, Pebro

von
Agnes

Hallo Pebro,
Sie sehen es richtig. Zur Zeit bringt Ihnen ein Gespräch mit der Krankenkasse Ihrer Ehefrau nichts.
Eine Familienversicherung über Ihre Ehefrau kommt nur in Betracht, wenn Ihre Einkünfte (alle, also auch aus Vermietung/Verpachtung, Kapitaleinkünfte, Rente, selbst. Tätigkeit) unter 345 Euro liegen.
Solange dies nicht der Fall sein wird, können Sie sich ein Gespräch mit der DAK sparen.

Agnes

Experten-Antwort

Lassen Sie sich nicht beirren, ich kann Ihnen nur empfehlen sich bereits j e t z t von der Krankenkasse beraten zu lassen.