von
lapplandfee

In einer Info Broschüre des Bundesministerium für Arbeit und Soziales habe ich gelesen, dass Versicherte, die die volle EM Rente wegen eines verschlossenen Arbeitsmarktes erhalten, in der Arbeitslosenversicherung gemeldet sind, weil die Rentenversicherung an die AL Versicherung Beiträge zahlt.
Wenn ich also keine EM Verlängerung erhalte, muss ich mich dann arbeitslos melden oder beim Jobcenter ALG II beantragen?

von
Schade

Diese Frage klären Sie bitte mit der Agentur für Arbeit, denn diese Behörde entscheidet auch darüber ob Sie ALG 1 erhalten.

Experten-Antwort

Hallo lapplandfee,

dem Rat von "schade" wird zugestimmt. Die Arbeitslosmeldung sollte sicherheitshalber nicht erst erfolgen, wenn die Weiterzahlung der Rente abgelehnt wird. Erkundigen Sie sich bei der zuständigen Agentur für Arbeit, wann die Meldung nötig ist.

von
chri58

Ich habe im Mai bei der DRV Antrag auf Verlängerung EMR gestellt (31.10.15 ) und habe mich dann bei der Arbeitsagentur einen Antrag auf Nahtlosigkeitsregelung nach § 145 SGB III gestellt . Dieses wird dann vom MD der Arbeitsagentur entschieden ob ALG I ja oder nein.
Leider habe ich von der DRV einen negativen Bescheid bekommen und bin jetzt im Widerspruchsverfahren und bekomme jetzt ab den 01.11.15 ALG I.

von
Schorsch

Zitiert von: lapplandfee

Außerdem wissen Sie nicht, weshalb ich die EM Rente beziehe, also ein wenig mehr Ernsthaftigkeit bei diesem Thema!

Zumindest ist bekannt, dass Sie zwischen 3 und (unter) 6 Stunden täglich arbeiten können.

Sonst würden Sie nämlich keine "Arbeitsmarktrente" sondern eine reguläre Rente wegen voller Erwerbsmiderung bekommen.

Diese Entscheidung haben Sie offenbar akzeptiert, da Sie nirgends etwas von einem Widerspruch erwähnten.

Sollte Ihre "Arbeitsmarktrente" tatsächlich nicht verlängert werden, kommen Sie also nicht um eine Job-Suche herum, da sowohl Arbeitslosengeld_1 als auch Arbeitslosengeld_2 intensive Bewerbungsbemühungen zwingend voraussetzen.

von
Willi

Hallo Lapplandfee,
ich bin in der gleichen Situation bekomme auch Arbeitsmarkt Rente befristet bis zum 31.10.16.
Da ich mein Alg 1 noch nicht ausgeschöpft habe u.noch Anspruch auf 420 Tage habe, wurde mir von der Agentur für Arbeit gesagt,das ich mich gleichzeitig wenn ich 3-4 Monate vor Ende der Befristung den Antrag auf Verlängerung stelle mich auch bei der AfA melden soll,der Anspruch auf die 420 Tage bleibt 4 Jahre bestehen,falls die EMR nicht verlängert wird bekomme ich wieder Alg 1.
Zur Antwort von Groko kann ich nur sagen,das ich ihm gerne meine Schmerzen geben würde ,mal sehen ob er dann auch noch arbeiten gehen würde.

von
lapplandfee

@ Schorsch

Zumindest ist bekannt, dass Sie zwischen 3 und (unter) 6 Stunden täglich arbeiten können.

Sonst würden Sie nämlich keine "Arbeitsmarktrente" sondern eine reguläre Rente wegen voller Erwerbsmiderung bekommen.

Diese Entscheidung haben Sie offenbar akzeptiert, da Sie nirgends etwas von einem Widerspruch erwähnten.

Sollte Ihre "Arbeitsmarktrente" tatsächlich nicht verlängert werden, kommen Sie also nicht um eine Job-Suche herum, da sowohl Arbeitslosengeld_1 als auch Arbeitslosengeld_2 intensive Bewerbungsbemühungen zwingend voraussetzen.

1. muss ich in diesem Forum nicht alles preis geben, was mich und die Umstände meiner EM Rente betrifft, sondern darf Fragen stellen.
2. interessiert mich nur, ob das richtig ist, was ich in dieser Broschüre gelesen habe und in welchen Fällen das zutrifft.
3. Würde ich gerne arbeiten, aber...
(Aus Gründen, die Sie nicht kennen, beziehe ich erstmal meine Rente), das war die Entscheidung der Ärzte.

von
Schorsch

Zitiert von: lapplandfee

1. muss ich in diesem Forum nicht alles preis geben, was mich und die Umstände meiner EM Rente betrifft, sondern darf Fragen stellen.

Natürlich dürfen Sie Fragen stellen.
Allerdings müssen Sie dann auch mit ehrlichen Antworten rechnen.
Zitiert von: lapplandfee

3. ....aber... (Aus Gründen, die Sie nicht kennen, beziehe ich erstmal meine Rente), das war die Entscheidung der Ärzte.

Und zwar eine Rente wegen TEILWEISER Erwerbsminderung, weil die sozialmedizinischen Gutachter ein Restleistungsvermögen zwischen 3 und (unter) 6 Stunden/Tag festgestellt haben.

Wer mit einer solchen Entscheidung nicht einverstanden ist, legt gewöhnlich Widerspruch ein.
Ansonsten bestätigt er, dass er sich selbst lediglich für eingeschränkt erwerbsfähig hält aber nicht für erwerbsunfähig.

von
Herz1952

Hallo Lapplandfee,

Schorsch hat einen harten Kampf bis zur Rente gehabt und teilt nur seine Erfahrungen mit.

Ihnen kann ich nur empfehlen, sich rechtzeitig bei AfA zu melden, dass im Notfall keine Ansprüche verloren gehen.

Ich hatte auch Arbeitsmarktrente die ersten 3 Jahre. Für die anschließende EM-Rente ohne zeitliche Befristung genügte die Übermittlung der inzwischen ausgestellten ärztlichen Atteste. Aber bei mir war es zu eindeutig.Ich habe auch relativ früh den Verlängerungsantrag gestellt, Ich glaube es waren auch 3 - 4 Monate vor Ablauf.

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

mich hat es damals nicht im geringsten interessiert, ob es eine Arbeitsmarktrente ist oder nicht. Hauptsache volle EM auf 3 Jahre befristet, ich habe auch nicht im geringsten darauf geachtet, ob bis dahin der Arbeitsmarkt noch verschlossen ist oder nicht. Mein Berater hat mich sogar auf diesen Umstand hingewiesen. Ich konnte nämlich den Beginn der Rente selbst festlegen und habe den spätesten Termin genommen.

Ich habe den Anruf über Handy bei "Kodi" (es war allerdings niemand in der Nähe) entgegengenommen und war sogar ein wenig geschockt, weil ich gleichzeitig auf Dauer einen GdB von 70 hatte.

Aber damals haben die Ärzte noch geglaubt, dass sich Herzzellen neu aufbauen können und dadurch die Leistung wieder besser wird.

Aber die aufkeimende Hoffnung hat sich leider für viele zerschlagen.

Ich wäre auch nicht damit einverstanden gewesen, dass ich noch 3 - 6 Stunden hätte arbeiten können. Aber durch einen erfahrenen Kardiologen der Uni-Klinik habe ich schon vor der Operation erfahren, dass es bei einer stark eingeschränkten Herzfunktion bleibt.

von
lapplandfee

Hallo Schorsch,

ich habe den Eindruck, dass Sie die Beiträge der Nutzer dieses Forums fast auswendig kennen, da Sie auf Alles und von Allen eine Antwort haben.

Nur zur Kenntnisnahme: Ich beziehe die VOLLE Erwerbsminderungsrente.........

von
Cassandra

Hallo Lapplandfee,

ja, Sie beziehen eine volle Erwerbsminderung; Sie sind aber nur TEILWEISE erwerbsgemindert (sonst wäre es keine Rente wegen eines verschlossenen Arbeitsmarktes).
Das bedeutet, dass Sie (aus medizinischer Sicht) durchaus in der Lage sind, 3 bis 6 Stunden täglich zu arbeiten.
Nebenbei bemerkt ist der Rentenbezug keine Entscheidung Ihrer Ärzte....den Antrag haben Sie ja wohl gestellt, oder ???
Um zu Ihrer Ausgangfrage zurückzukommen: fragen Sie beim Jobcenter nach !

von
Herz1952

Hallo Lapplandfee,

ich bin jetzt auch ein wenig verwirrt, welche Rente Sie zur Zeit beziehen. Aber es ist gleich, ob es eine volle Arbeitsmarktrente ist, oder eine volle Rente wegen Erwerbsminderungsrente, weil Sie unter 3 Std. "arbeitsfähig" sind.

Die Art der Rente steht im Bescheid unter "Rentenart". Erst hier steht, ob Ihre Rente auf den "Verhältnissen des Arbeitsmarktes" beruht und nicht ausschließlich auf Ihrem Gesundheitszustand.

Auf der ersten Seite steht: (nur) Rente wegen voller Erwerbsminderung.

Sie sollten nur den Antrag auf Weitergewährung rechtzeitig stellten. Meine "Arbeitsmarktrente" war bis 30.4.2009 befristet. Der Verlängerungsantrag wurde am 15.1.09 gestellt, nach Hinweis der DRV vom 03.11.2008. Eingang des Antrages bei DRV am 19.01.2009.

Die Erteilung des Bescheides wurde am 23.02.09 ausgestellt mit Eingang 26.02.2009.

Mich hat die Arbeitsagentur nicht mehr gesehen. Ich habe mich auch nicht mehr vorher gemeldet.

Also, frühzeitig Antrag stellen. Eine Information der Arge frühzeitig einzuholen, kann nicht schaden, insbesondere dann nicht, falls eine Verlängerung letztendlich abgelehnt wird.

von
lapplandfee

an Herz1952,

danke für die Antwort!
Noch habe ich ein wenig Zeit und kann diese bis zur Verlängerung sicher gut nutzen.
Mir ist einfach nur wichtig, ob ich dazu verpflichtet bin mich beim Jobcenter zu melden.
Da diese Behörde immer einen Grund sucht und manchmal auch findet.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Aber es ist gleich, ob es eine volle Arbeitsmarktrente ist, oder eine volle Rente wegen Erwerbsminderungsrente, weil Sie unter 3 Std. "arbeitsfähig" sind.

Das ist eben nicht gleich, weil "Arbeitsmarktrenten-Bezieher" nur teilweise erwerbsgemindert sind und nur deshalb eine volle EM-Rente erhalten, weil der Teilzeitarbeitsmarkt (angeblich) verschlossen ist.
Und das kann sich sehr schnell ändern, wie bereits an anderer Stelle ausführlich diskutiert wurde.

von
Schorsch

Zitiert von: lapplandfee

Mir ist einfach nur wichtig, ob ich dazu verpflichtet bin mich beim Jobcenter zu melden.
Da diese Behörde immer einen Grund sucht und manchmal auch findet.

Wie Sie den Fehlbetrag nach Einstellung Ihrer "Arbeitsmarktrente" ausgleichen wollen, bleibt selbstverständlich Ihnen überlassen.

Niemand zwingt Sie dazu, bei welcher Behörde auch immer", Unterstützungszahlungen zu beantragen.

Nur sobald der Teilzeitarbeitsmarkt für Sie nicht mehr als verschlossen gilt, ist mindestens die halbe Rente futsch.

von
Herz1952

Schorsch,

Ihre Ausführungen sind vollkommen richtig. Ich bin nur davon ausgegangen, dass sich der Arbeitsmarkt nicht bessert.

Ich wurde auch darauf hingewiesen. Ich hätte den Rentenbeginn vorlegen können. Aber eigentlich wäre das auch egal gewesen, wenn plötzlich der AM nicht mehr verschlossen ist.

Nur in meinem Fall hätte ich sofort einen neuen Rentenantrag gestellt, weil der die Arbeitsmarktrente nur deshalb erteilt wurde, weil ein Arzt eine Besserung erwartet hat und ich damit einverstanden war unter diesen Umständen wieder zu arbeiten.

Medizinisch war dies aber unmöglich. Das wusste ich bereits, so sicher "wie das Amen in der Kirche" von der Uni-Klinik.

von
Herz1952

Nachtrag:

Ich habe "lapplandfee" nur den möglichen Ablauf geschildert, dieser ist nämlich gleich, wenn sich der AM nicht bessert.

Deshalb habe ich ihr auch geraten (falls es sich um eine Arbeitsmarktrente handelt), schon beim Verlängerungsantrag sich beim "Amt" zu erkundigen.

Außerdem hätte sie auch die Möglichkeit, sofort einen neuen Rentenantrag zu stellen, erst recht, wenn sich ihre Krankheit in der Zwischenzeit verschlechtert hätte. Selbst dann wenn das nicht der Fall wäre. Möglich ist vieles.

von
Herz1952

Die Rente (AM-Rente) aufbessern geht übrigens nicht über H4, sondern über Hilfe zum Lebensunterhalt.

Außer natürlich durch einen Minijob. Darüber hinaus gibt es mehr Renteneinbuße als Mehrverdienst (in der Regel).

Alles schon praktisch miterlebt. (Leider).

von
W*lfgang

Zitiert von: Herz1952
Die Rente (AM-Rente) aufbessern geht übrigens nicht über H4, sondern über Hilfe zum Lebensunterhalt.
Herz1952,

leider falsch, das Sozialamt ist nicht zuständig, da noch eine Erwerbsfähigkeit vorliegt (3-6) - Seite 5, Abs. 4 der verlinkten "Fachlichen Hinweise der BA" :

https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mdk1/~edisp/l6019022dstbai377923.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI377926

Gruß
w.