von
Lila

Ich hätte eine Frage zur Nachzahlung von Rentenbeiträgen für Zeiten der schulischen Ausbildung. Auf der Seite der DRV steht hierzu, dass eine Nachzahlung möglich ist für Zeiten der schulischen Ausbildung nach dem vollendeten 16. Lebensjahr, die nicht als Anrechnungszeiten berücksichtigt werden (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/01_Rente/03_vor_der_rente/03_rentenzeiten/02_nachzahlung_node.html). Weiterhin gelten Zeiten in schulischer Ausbildung nur dann als Anrechnungszeiten, wenn sie entweder eine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbrechen oder zwischen dem vollendeten 17. und dem vollendeten 25. Lebensjahr liegen (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232688/publicationFile/52920/rente_jeder_monat_zaehlt.pdf, Seite 19).

Ich bin momentan 27. Vor Vollendung des 17. Lebensjahr war ich nie versicherungspflichtig beschäftigt und durchgehend ab der Einschulung in der Schule (Grundschule und dann Gymnasium). Verstehe ich es richtig, dass somit das Jahr zwischen dem 16. und dem 17. Geburtstag nicht als Anrechnungszeit gilt und ich hierfür Beiträge nachzahlen könnte?

Grund für den Wunsch nach Nachzahlung der Beiträge ist, dass ich für die Einbürgerung meines Mannes 60 Rentenbeiträge vorweisen muss und bisher erst 50 habe.

von
W*lfgang

Zitiert von: Lila
Weiterhin gelten Zeiten in schulischer Ausbildung nur dann als Anrechnungszeiten, wenn sie entweder eine versicherungspflichtige Beschäftigung unterbrechen oder zwischen dem vollendeten 17. und dem vollendeten 25. Lebensjahr liegen
Lila,

das gehört nicht mehr zum Bereich Anrechnungszeiten/Ausbildungszeiten, sondern für _andere_ Anrechnungszeiten. Das mit "ab 17. Lbj." trifft allerdings zu.

> Verstehe ich es richtig, dass somit das Jahr zwischen dem 16. und dem 17. Geburtstag nicht als Anrechnungszeit gilt und ich hierfür Beiträge nachzahlen könnte?

JA!

Den passenden Vordruck finden Sie hier:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/_pdf/V0080.html

oder wenden sich an die nächste Beratungsstelle.

Gruß
w.

von
Lila

Vielen Dank für die schnelle und informative Antwort!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Lila,

die Nachzahlung ist, wie von W*lfgang beschrieben, möglich. Vor einer solchen Nachzahlung ist eine Beratung in einer Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung empfehlenswert.

von
Domitian

Wenn ich das richtig sehe, dürfte das neben dem 17. Lebensjahr i.d.R. nur für Ausbildungszeiten gelten, die in Summe 8 Jahre (=96 Monate) nach dem 17. Geburtstag überschreiten. Denn schulische bzw. Hochschulausbildung bis zu 8 Jahren gilt ja als Anrechnungszeit.

Bei mir ist im Versicherungsverlauf vermerkt "Hochschulausbildung. Keine Anrechnung. Höchstdauer überschritten". Allerdings simmt es bei mir mit den 96 Monaten nicht! Bereits nach 6 Jahren Hochschulstudium (72 Monaten, ohne den Monat Übergangszeit zwischen Schule und Zivildienst) steht das bei mir im Versicherungsverlauf. Allerdings sind darin Zeiten mit Pflichtbeiträgen, die wohl fälschlicherweise nicht als Anrechnungszeit aufgeführt sind, weil es parallele Beitragszeiten sind.

Es heißt ja auch, die Nachzahlung sei nur möglich, falls die Monate nicht bereits mit Beiträgen belegt sind. Zählen dafür auch geringfügige Beschäftigungsverhältnisse?

Vielen Dank im voraus.

von Experte/in Experten-Antwort

@Domitian

Wenn Sie studiert haben, wird ihre dafür erforderliche Schulausbildung sicherlich über das 17. Lebensjahr hinaus gegangen sein. Schul- bzw. Hochschulausbildung werden zusammen für maximal 96 Kalendermonate als Anrechnungszeiten berücksichtigt.
Ist diese Höchstdauer überschritten, kommt grundsätzlich eine Nachzahlung von Beiträgen in Betracht. Geringfügige Beschäftigungen stehen einer Nachzahlung nur im Wege, wenn Sie sich an der Beitragszahlung zur Rentenversicherung beteiligt haben.