von
J. Féchir

Die Versicherungsverläufe meiner Frau und mir sind geklärt und so in Ordnung. Wegen der langen Wartezeit für Termine bei der Rentenberatung würde ich die Rentenanträge gerne online beantragen. Welche Unterlagen muss ich dann (ausser dem Unterschriftenblatt) noch an die DRV senden?
Oder ist es günstiger einen Versicherungsältesten (da gibt es ja schneller Termine) in Anspruch zu nehmen.
Beide Versicherungsverläufe sind wie gesagt geklärt und bis 2010 verbindlich festgestellt. Vielen Dank.

J. Féchir

von
Die Farbe Schwarz

Ich empfehle den Versichertenältesten. Der kann Ihnen noch Hinweise geben, sollte etwas übersehen werden.

Ansonsten werden für eine Rentenantragstellung grundsätzlich R0100 (Der Antrag) + R0810 (Meldung zur Krankenversicherung) benötigt.

Über alle weiteren ggf. benötigten Vordrucke verweise ich an den Versichertenältesten.

MfG

von
ATZler

Meine Erfahrung:

Ich habe die Altersrente 3,5 Monate vorher online beantragt. Mein Versicherungsverlauf war vollständig geklärt und und eine Rentenauskunft (2 Jahre alt) lagen vor. Das ging bei mir problemlos. Nach 2 Monaten hatte ich den Rentenbescheid.
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/02_online_dienste/01_online_dienste_index/antraege_stellen_node.html

Man kann sich für eine Art Interview-Modus entscheiden. Das ganze ist intelligent aufgebaut. Man wird durch die Fragen geleitet und muss nur das beantworten, was notwendig ist. Unnötige Fragen werden ausgeblendet.

Ich würde Ihnen empfehlen, den Antrag vorher einfach mal durchzuspielen. Man muss ihn nicht abschicken. Wenn man ihn ohne Personalausweis stellt, dann erhält man am Ende ein Unterschriftenblatt zum Ausdrucken. Entsprechend den Antworten, welche man im Interview gegeben hat, erhält man auch eine Aufstellung, welche Unterlagen einzureichen sind. Bei mir war das lediglich die Geburtsurkunde zum Nachweis der Elterneigenschaft. Man wird sogar gefragt, ob die Ausbildungszeiten als solche richtig gekennzeichnet sind. Etwas auskennen muss man sich jedoch. z.B. die Frage, ob der Verdienst der letzten 3 Monate hochgerechnet werden soll, oder die Frage, ob man einen Zuschuss zur Krankenversicherung beantragen will.

Einen Kritikpunkt habe ich noch. Wenn man den Antrag mit Personalausweis und Lesegerät stellt, dann braucht man KEIN Unterschriftenblatt.

Ein kllitzekleine Kritik:
Offenbar war ich da der erste mit Personalausweis. Die Sachbearbeiterin hat das Unterschriftenblatt unnötigerweise nachträglich angefordert. Außerdem hat die online-Einsicht in das Rentenkonto mit Personalausweis nicht richtig funktioniert.

Ansonsten hat alles prima funktioniert. Angefangen von der schriftlichen Eingangsbestätigung, über die automatische Anfrage bei der Arbeitsstelle zur Gehaltshochrechnung, automatische Meldung bei der Krankenkasse und Rentenbescheid.

Aber wie gesagt, man sollte sich etwas auskennen und den Antrag vorher im Trockentest durchspielen. Die Antworten des "Experten" W*lfgang und dieses Forum haben mir da sehr geholfen. Man kann sich vieles ergoogeln.

Bei Fragen helfe ich gern im Bereich meiner Möglichkeiten. Für ungeklärte Konten würde ich den online Antrag persönlich nicht empfehlen.

von
Joachim Féchir

Hallo ATZler,

vielen Dank für die ausführliche Antwort.

MfG

J. Féchir

von Experte Experten-Antwort

Hallo J. Fechir,

die "Die Farbe Schwarz" und "ATZler" haben es bereits auf den Punkt gebracht.

Sie können es mit dem Online-Antrag mal versuchen oder sich online die Formulare (Der Rentenantragsvordruck R0100 verweist auf die ggf. weiteren benötigten Formulare und Unterlagen) ansehen und dann immer noch entscheiden, ob Sie lieber einen Versichertenältesten aufsuchen.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/04_formulare_und_antraege/FormulareUndAntraege_node.html

An "ATZler":
Wenn Sie Ihren Online-Antrag mit einem (neuen) Personalausweis mit elektronischem Identitätsnachweis (eID) oder mit elektronischem Aufenthaltstitel (eAT) gestellt haben, ist das Unterschriftenblatt entbehrlich gewesen. Der elektronische Identitätsnachweis ersetzte in diesem Fall die Authentifizierung auf dem Unterschriftenblatt. Wenn die Sachbearbeitung trotzdem das Unterschriftenblatt nachgefordert hat, war das leider ein individueller Fehler, für den ich mich hiermit gerne stellvertretend entschuldigen möchte.

von
ATZler

Die Unterschrift ist ja auch kein Problem gewesen, ansonsten hat alles perfekt geklappt.