von
Maik Ehlers

Ich erhielt eine Übersicht über den Stand meiner Pensionsversicherung mit folgendem Hinweis: "Bisher haben wir auch die zu erwartende Rente beispielhaft hochgerechnet. Erfreulicher ist die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland in den letzten 10 Jahren weiter angestiegen. Aufgrund der stetig steigenden Lebenserwartung hat die Deutsche Aktuarvereinigung eine neue Sterbetafel entwickelt. Die neue Sterbetafel hat auch Auswirkungen auf bestehende Verträge, weil der Anstieg der Lebenserwartung stärker sein könnte, als mit der bei Vertragsabschluss gültigen Sterbetafel für diesen Vertrag annehmen mussten. Die Versicherer müssen daher für bestehende Verträge zusätzliche Beträge bereitstellen, für den Fall, dass die garantierten Renten länger -als ursprünglich angenommen- gezahlt werden müssen. Dies könnte zu Lasten der zukünftigen Überschussbeteiligung bei der beispielhaft hochgerechneten Rente gehen. Deshalb halten wir es zurzeit nicht für sachgerecht eine über die bereits garantierte Rente hinausgehende beispielhaft hochgerechnete Rente darzustellen. Diese Angaben gelten unter der Voraussetzung, dass die Versicherung unverändert fortgesetzt wird." Die Pensionsversicherung habe ich beitragsfrei gestellt. Kann der Versicherer die neue Sterbetafel auf meinen bestehenden Vertrag berücksichtigen. Dies hätte sicherlich zur Folge, dass sich die Überschüsse weitere reduzieren. Vielen Dank für Ihre Auskunft!

von Experte/in Experten-Antwort

Wenn eine Überschussbeteiligung von dem Versicherungsanbieter in Aussicht gestellt wird, sollte man bedenken, dass diese nicht garantiert werden kann. Zum Beispiel kann sie grundsätzlich bei einer ungünstigen Entwicklung des Kapitalmarkts oder einer neu eingeführten Sterbetafel (aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung und der daraus resultierenden längeren Rentenzahlungen) reduziert werden oder sogar entfallen.

Nähere Informationen zum Thema Überschussbeteiligungen können Sie unter anderem bei folgender Internetadresse nachlesen: http://www.bafin.de/rundschreiben/94_2000/2.pdf