von
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"Pflege und Rente: Kostenlos versichert". Wirklich kostenlos?

"Wer einen Angehörigen pflegt, ist dafür unter Umständen rentenversichert. Die Beiträge übernimmt die Pflegekasse." Wer ist "die Pflegekasse"?

"Die Pflegekasse" führt nur die Versicherungsleistung aus. Wer einen Angehörigen pflegt, übernimmt nicht nur eine sehr aufreibende Aufgabe, sondern spart "der Pflegekasse" und damit uns allen ganz erhebliche Mehrkosten, die bei Heimunterbringung entstehen würden.

Für diese "kostenlose" Rentenversicherung müssen sich Angehörige oft bis zur völligen Erschöpfung aufopfern. Es kostet sie nicht selten die eigene Gesundheit. Ein sehr hoher Beitrag, wie ich meine, und eine doch eher mäßige Gegenleistung für die man zudem nicht selten auch noch erhebliche bürokratische Kämpfe mit der Pflegekasse austragen muss!

von
kati

Wenn Sie nicht mehr als 30 Std. die Woche arbeiten, wird die Pflege den "Rentenpunkten" gutgeschrieben.
Habe meine Mutter noch nebenbei um die 15 Std. wöchentlich gepflegt (Stufe II), versorgt. Ablehnung der Krankenkasse, weil ich mehr als 30 Std. wöchentlich gearbeitet habe, Gruss kati

von
KSC

ja und was wollen Sie nun der geneigten Leserschaft mit Ihrem Beitrag sagen?

Die einzige Frage, die ich erkennen kann, ist leicht zu beantworten: die Pflegekasse ist die Krankenkasse.

von
Chris

Pflegekasse ist ja nicht gleich Krankenkasse. Sie ist dort angegliedert.

Voraussetzungen sind noch ein paar mehr, damit die Pflegekasse die Beiträge zur RV übernehmen kann. wie z.B. 14 Std. Pflege/Woche.

von
@*

Dafür, dass Sie nicht wissen, wer die Pflegekasse ist, scheinen Sie aber genug Erfahrung mit Ihr zu haben: Zitat: "...eine doch eher mäßige Gegenleistung für die man zudem nicht selten auch noch erhebliche bürokratische Kämpfe mit der Pflegekasse austragen muss!"

Experten-Antwort

Wenn man eine zu pflegende Person (anerkannt von Stufe I bis III) wenigstens 14 Std. wöchentlich pflegt und man selbst nicht mehr als 30 Std. wöchentlich arbeitet, erhält von der Pflegekasse (Abteilung bei jeder KK) in sein eigenes Rentenkonto Beiträge eingezahlt. Man braucht nichts dazu zu zahlen, das ist mit kostenlos gemeint. Das man seine zusätzliche Arbeitskraft einsetzen muss, ist ein anderes Kapitel.

von
Rosanna

"Für diese "kostenlose" Rentenversicherung müssen sich Angehörige oft bis zur völligen Erschöpfung aufopfern. Es kostet sie nicht selten die eigene Gesundheit. Ein sehr hoher Beitrag, wie ich meine, und eine doch eher mäßige Gegenleistung für die man zudem nicht selten auch noch erhebliche bürokratische Kämpfe mit der Pflegekasse austragen muss!"

Worüber beschweren Sie sich damit eigentlich?
Vor Einführung dieser Vorschrift (§ 3 Abs. 1 a SGB VI ab 01.04.1995) gab es doch mindestens genauso viele Pflegepersonen, die für ihren Einsatz KEINE Pflichtbeiträge im eigenen Konto gutgeschrieben bekamen! Pflegepersonen wie @Kati, die NEBEN ihrer Beschäftigung noch Angehörige pflegen, sind da doch viel besch... dran, weil sie für die Pflege keine RV-Beiträge erhalten. Und derer gibt es genug.

von
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Der Hinweis bezieht sich auf die in der Überschrift des Artikels unter
http://www.ihre-vorsorge.de/Pflege-und-Rente.html
irreführend als "kostenlos" bezeichnete Versicherungsleistung. Niemand würde doch normalerweise auf die Idee kommen, er habe eine Versicherungsleistung "kostenlos" erhalten. Schließlich ist diese Leistung Gegenstand der bestehenden Versicherung. Außerdem wird dafür von dem/der Leistungsempfänger/in eine erhebliche Gegenleistung erbracht, die der Pflegekasse mehr einspart, als sie für diese "kostenlose" Rentenversicherung ausgeben muss. Die oft dafür eingeschränkte oder völlig aufgegebene eigene Beschäftigung würde in vielen Fällen mehr an Rente einbringen, als diese "kostenlose" Versicherung.

von
na dann...

... sollten Sie sich um eine andere Pflegebetreuung kümmern und Ihre eigene Beschäftigung wieder aufnehmen, wenn sie doch so viel mehr bringt...

Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen!