von
Aragon

Sehr geehrte Experten,
hier nun weitere Fragen zu meiner Anfrage vom 14.2.07, die mir heute Nacht "in den Kopf geschossen" sind.
2 Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft sind bisher 50:50 am Gewinn beteiligt und bei der Alterskasse Landwirtschaft (Gartenbau) Rentenversichert. Es ist evtl. die Gründung einer weiteren GbR geplant, welche dann Einkünfte aus Gewerbebetrieb (Floristik)erzielt. Im Zuge dieser Gründung sollen die Gewinnanteile in der GbR Land- und Forstwirtschaft geändert werden, Gesellschafter I erhält 80% Gewinnanteil, Gesellschafter II 20% Gewinnanteil aus Einkünften Land- und Forstwirtschaft. In der gewerblichen GbR erhält Gesellschafter I 20% Gewinnanteil und Gesellschafter II 80% Gewinnanteil. Welche Auswirkungen hätte diese Konstellation auf die Rentenversicherungspflicht in der Alterskasse Landwirtschaft (Gartenbau)und der "normalen" Rentenversicherung für Gesellschafter I und welche für Gesellschafter II ?
Vielen Dank im Voraus eine detaillierte Auskunft.

von Experte/in Experten-Antwort

Als Selbständiger mit einem Gartenbaubetrieb wird in der gesetzlichen Rentenversicherung keine Rentenversicherungspflicht bestehen, da keine Eintragung in die Handwerksrolle erfolgt.
Eine Rentenversicherungspflicht als mitarbeitender Gesellschafter kommt allenfalls als abhängig Beschäftigter in Frage. Ein solches Beschäftigungsverhältnis ist aber regelmäßig ausgeschlossen, soweit der Gesellschafter persönlich unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haftet.
Für Ihre Fragen zur Versicherungspflicht in der landwirtschaftlichen Alterssicherung wenden Sie sich bitte an die zuständige Alterskasse. Vermutlich wird dort aber Ihre Tätigkeit als einheitliche Selbständige Tätigkeit behandelt.