von
Banker04

Guten Tag,
ich habe im Jahr 1999 eine Rentenversicherung abgeschlossen. Diese sah einen hohen und dynamischen Beitrag vor, den ich 2000 noch gezahlt habe und im Jahr 2001 erstmal in der Dynamik gestoppt habe.
Ende 2002 habe ich die Versicherung wegen beruflicher Einschränkungen beitragsfrei gesetzt.
Ende 2003 habe ich die Versicherung mit einem geringere Beitrag wieder aufleben lassen und wollte 2006 den Beitrag wieder in sinnvolle Regionen erhöhen. Dies ließ die Rentenversicherung mit Verweis auf "steuerliche Nachteile" nicht zu und gab mir zu Verstehen, daß sie eine Erfordernis zu einem Neuabschluss einer Versicherung sehen.
Wie sind also bitte diese "steuerlichen Nachteile" zu verstehen? Gibt es eine Möglichkeit diese Versicherung im Beitrag wieder zu erhöhen?
Vielen Dank und MFG,
Banker04

von
Antonius

Ohne genaue Kenntnis der Vertragsbedingungen kann man sich dazu nicht äußern.

von
Amadé

Sollten Sie wirklich Banker sein, haben Sie das Berufsziel komplett verfehlt. Wechseln Sie in diesem Falle lieber Ihren Beruf!

Sie sind Opfer der brillant aussehenden Hochglanzbroschüren der Banken- und Versicherungswirtschaft und der staatlichen Propaganda in Sachen des höchst fragilen Steuerprivilegs geworden.

Warum wollen Sie – dieses mal ausnahmsweise in drei Teufels Namen – ausgerechnet so eine renditeschwache Vorsorge-Leiche wieder beleben ???

Fast die Hälfte der Abschließenden solcher Produkte halten aufgrund des starren und unflexiblen Vertragsrahmens die vorgesehen Laufzeit überhaupt nicht durch und müssen das Produkt unter ENORMEN Verlusten kündigen, beitragsfrei stellen oder – noch die beste Variante- verkaufen.

Sie sind doch nun schon mehrmals in Zahlungsschwierigkeiten gekommen, wie oft wollen Sie dieses Procedere denn noch wiederholen?

http://www.capital.sparschwein.ag/lebensversicherung_verkaufen.html

Das Allerbeste ist, Sie lassen von einem Neuabschluss die Finger weg.

Da ich nicht ständig die Beiträge des users Bernhard „abkupfern“ möchte, verweise ich auf die Suchfunktion in diesem Forum. Geben Sie das Stichwort „Leibrente“ ein und lesen Sie dazu seine Beiträge !!!

Verzeihen Sie meine drastische Ausdrucksweise – dieses ist kein persönlicher Angriff gegen Sie, sondern nur Stilmittel ---zum WACHRÜTTELN !

Wenn Sie eine gewähltere Ausdrucksweise bevorzugen, lesen Sie lieber den folgenden Artikels der Redaktion dieser Seite:

http://www.ihre-vorsorge.de/Rechenkuenste-der-Versicherer.html

von
Peer Steinbrück & Nachfolger

Damit Sie mit mir nicht ganz so böse sind, hier noch zwei links.

http://www.finanztip.de/recht/versicherungen/lebensversicherung-besteuerung.htm

http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/1/besteuerung_lebensversicherung/index.jhtml

Vergessen Sie aber nicht:

Analog zum Psalmisten:

"Die Herrlichkeit von Steuerprivilegien ist gleich der des Grases in der sengenden Sonne."

Gar viel zu schnell ist es mit dieser Herzlichkeit dahin.

Gruß

Amadé

von
Amadé

Fundierte Infos zu Kapitallebensversicherungen – dazu gehören auch private Rentenversicherungen – erhalten Sie hier:

http://www.bundderversicherten.de/bdv/Merkblaetter/KLVHAT.pdf

von
Banker 04

Hallo, vielen Dank für Deine Infos, Amade.
Ein Opfer der "Hochglanzindustrie" bin ich sicher irgendwie. Diese Versicherung sollte eigentlich ein weiteres Standbein (Riestern und betriebliche Rente ist schon) in meiner Rentenüberlegung sein und so wäre ich froh, wenn ich diese Versicherung wieder in sinnvolle Beitragsregionen anheben könnte. Denn ein Beitrag von 25 € bringt nachher nichts.
Ein Neuabschluss kommt für mich nicht infrage und ich bin nicht gewillt dem Versicherer eine Aussage nach "steuerlichen Nachteilen" durchgehen zu lassen. Ich sehe aber auch aufgrund meiner Recherchen kaum Anhaltspunkte nach einem Einspruch. Der Versicherer stellt sich da stur und sitzt alle meine Schreiben aus...
Vielleicht sieht ja einer einen Hebel??? Danke

von Experte/in Experten-Antwort

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Sie in privaten Rentenangelegenheiten nicht unterstützen können.