von
Blair

Hallo zusammen!

Ich (34) bin seit einigen Jahren, zusammen mit meiner Frau (35), selbstständig. Da nun das Geld nicht mehr gar so knapp ist wie anfangs möchte ich an meiner Altersvorsorge "schrauben", da sie so wie sie gerade ist definitiv nicht ausreichen wird.

Nun daher erst mal zu einer prinzipiellen Frage.

Sollte meine Frau und ich jeweils unsere privaten Rentenversicherungen im Beitrag erhöhen um im Alter mehr raus zu bekommen oder doch lieber zusätzlich in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen?

Wenn letzteres sinnvoller ist, ab welchem Beitrag pro Monat würde das Sinn machen?

Welche Vorteile, oder auch Nachteile, hat die gesetzliche Rentenversicherung gegenüber der privaten?

Ich muss dabei sagen, dass ich kurze Zeit Angestellt war, bis die Firma pleite gemacht hat. Da habe ich mich selbstständig gemacht und einfach meine bereits vorhandene private (kleine) Rentenversicherung weiter bezahlt.

Zudem überlege ich mich privat krankenversichern zu lassen, da die Beiträge meiner gesetzlichen Krankenkasse meines erachtens bei meinem aktuellen Einkommen zu hoch sind.

Gibt es da gerade in Bezug auf die Rente oder auch Kinder (eins ist in Planung) zu beachten?

Ich bedanke mich schon mal für hilfreiche Informationen und Tipps. :)

Blair

von
-_-

Eine derartig umfassende Beratung zu Altersvorsorge sollte doch besser persönlich erfolgen. Unter
http://www.ihre-vorsorge.de/Beratungsstellen.html
finden Sie die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. Vereinbaren Sie telefonisch einen Termin. Die Beratung ist für Sie kostenfrei. Da es bei der Deutschen Rentenversicherung keine Provisionen gibt, können Sie relativ sicher sein, dort vernünftig beraten zu werden.

Hinsichtlich der Prämien in der privaten KV müssen Sie beachten, dass Sie dann, wenn im Alter das Geld knapper wird, dort besonders viel zahlen müssen. Schon mancher hat die ehemals günstigeren Beiträge dann bitter bereut. Erkundigen Sie sich besser, was Sie als Rentner in der gesetzlichen KV zahlen müssten und fragen Sie nach, was Sie in der privaten KV mit 67 Jahren zahlen würden. Nur dann wird ein Vergleich möglich sein, der die verringerten Bezüge im Alter berücksichtigt. Was Sie jetzt zahlen ist eher unbedeutend, wenn Sie die Beiträge noch gut aufbringen können.

von
Name

-_- hat recht.
Ich sehe es nur bei meinem Mann. 1991 zahlte er in der privaten KV ca. 300 DM (!), heute, mit 50, sind es 496 EUR. Möchte nicht wissen, wie das im Rentenalter aussieht.

von
Amadé

Hier eine Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen:

http://www.krankenkasseninfo.de/vergleich-gkv-pkv.php

von
Amadé

Weitere Infos durch den Bund der Versicherten:

http://bdv.wirsindverbraucherschutz.de/news/325/Nicht-ueberstuerzt-in-die--Private--wechseln

Experten-Antwort

Den Vorbeiträgen kann ich mich nur anschließen. Bitte wenden Sie sich an eine der Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung, um in einem persönlichen Gespräch klären zu können, wie Ihre zukünftige Altersvorsorge aussehen soll. Nehmen Sie Ihre Versicherungsunterlagen mit, da Ihr bisheriges Versicherungsleben entscheidend für die weitere Beratung ist.

von
Amadé

Hinsichtlich der Gesetzlichen Rente machen Sie erst mal eine Kontenklärung und beantragen eine Rentenauskunft mit detaillierter Rentenberechnung. Dieses tun Sie am Besten jährlich, um besser die schrittweise Entwertung Ihrer Rentenansprüche nachvollziehen zu können. Seit Jahrzehnten wird hier vom Gesetzgeber von Jahr zu Jahr mehr Wasser in den Rentenwein geschüttet. Ob und warum überhaupt die Wahrscheinlichkeit besteht, dass dieser Trend ausgerechnet bei dem bevorstehenden Wirtschaftsabschwung gestoppt oder gar umgekehrt werden sollte, lassen Sie sich von den hiesigen usern und Experten anhand konkreter Fakten erläutern. Achten Sie bei diesen Erklärungsversuchen darauf, dass bei diesem Geschäft Gutmeinungen und Schönreden leider nicht zählen.

In einer Auskunfts- und Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers lassen Sie sich nach Vorliegen der Rentenauskunft dann hinsichtlich Ihrer bestehenden und künftigen Rentenansprüche beraten.

Was man Ihnen bei dieser Beratung jedoch nicht sagen kann ist die Entwicklung künftiger Rechtsänderungen, die eintreten werden wie das Amen in der Kirche. So ist die Rente mit 67 noch längst nicht das letzte Wort. Achten Sie insbesondere auf das Rentenrecht was momentan - also vor der nächsten Bundestagswahl gilt - und wie die Entwicklung NACH der Bundestagswahl ( 2009 ) aussehen wird. meine Ausführungen - für die ich von vielen usern noch verrissen werde - können Sie dann ja auf Stichhaltigkeit überprüfen.

In Sachen Altersvorsorge setzen Sie mit privaten Rentenversicherungen auf das falsche Pferd bzw. reiten sogar ein totes. Auch das "Adelsprädikat" Riester macht solche Produkte leider nicht zu Renditeknüllern.

http://bdv.wirsindverbraucherschutz.de/lebensversicherung/rente

Denken Sie unbedingt daran, dass Sie mit Ihrer Altersvorsorge auch immer die Inflation bekämpfen müssen. 1,5 Billionen Gesamtstaatsverschuldung plus eine weitere gigantische Staatsverschuldung aus dem Banken-Programm werden nicht gerade ein Garant für künftige Geldwertstabilität sein. Schauen Sie sich die Volkswirtschaften von Island oder den EU-Mitgliedern Lettland und Ungarn an. Über kurz oder lang werden wir mit einer Währungsreform rechnen müssen.

Versicherungs- Anleihe- und Kontensparer waren noch nie die Gewinner von Währungsreformen.

Verständliche Infos über Grundzüge der Altersvorsorge werden Ihnen hier geboten:

http://www.gegen-altersarmut.de/

Fonds billiger erwerben können Sie über Fonds-Discounter
z.B

http://www.fondsdiscount.de/

http://www.avl-investmentfonds.de/?sessid=67f32f659d90ddd8b803b425bd165b91

Zum Thema Fonds-Anlage lesen Sie hier auch die Beiträge von Maria L. und nix.

von
Blair

Ich bedanke mich noch mal und werde den entsprechenden Hinweisen nachgehen.

Aber warum muss immer alles so kompliziert sein? ;)

von
Amadé

..., weil auch vermeintlich Sicheres nicht mehr sicher ist. Siehe folgender Beitrag der Wirtschaftswoche:

http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/riester-und-ruerup-rente-unterschiedlich-krisenfest-373931/