von
Selina II

Meine Schwester ist selbständig und nicht versicherungspflichtig.
Jetzt möchte sie privat für die Rente vorsorgen.

Mich würde mal interessieren was die Herren Amadè und Co und die Experten in ihrer Situation vorschlagen würden.

Der Versicherungsmakler schlägt eine rein private Rentenversicherung auf irgendeiner Britischen Basis (?) vor - Axa, Kanada Live oder Standard Live - da diese private Rente laut ihm viel flexibler wäre wenn sie mal an Geld "ranmüsste" oder andere Dinge bla bla. Er sagte, die Rentenbeiträge könnten zwar nicht von der Steuer abgesetzt werden - in der Auszahlungsphase jedoch wäre die Rente nur Ertragssteuerpflichtig und nicht einkommenssteuerpflichtig, was günstiger für sie wäre?

Es gäbe auch eine sogenannte Basisrente, die könne man absetzen in der Ansparungsphase, aber in der Auszahlungsphase sei diese voll einkommenssteuerpflichtig (erinnert mich bissel an Riester...?) was meint er denn damit?

Also ich hab ja schon viel gelesen etc., aber ich tu mich manchmal schwer mit den Begriffen die die Makler dann benutzen um Laien irgendwelche Versicherungen zu erklären.

Was hat es mit diesen beiden komischen Arten (Basisrente und privatrente) auf sich und dieser Ertragssteuer und Einkommenssteuergeschichte? Werden diese privaten Renten auch bis zum Tod bezahlt? Gibt es da Hinterbliebenenabsicherung?

Was würde ihr Rürup bringen?

Was hätte sie für Vorteile eine Rentenversicherung abzuschließen, im Vergleich zu einem "normalen" Fondsparen ...? etc etc oder gibt es noch komplett andere Möglichkeiten?

Reichen die Angaben um eine Empfehlung zu machen überhaupt?

Vielen Dank im Voraus!

Experten-Antwort

Liebe Antwortenden,

aus Erfahrung wissen wir, dass solche Einträge dazu führen können, dass Unternehmen hochgejubelt oder verrissen werden. Von beidem bitten wir Abstand zu nehmen - sonst müssen wir löschen und Selina würde leer ausgehen.

Gruß
Redaktion

von
B2

Die Stiftung Warenstest hatte private Rentenversicherungen getestet, vielleicht hilft Ihnen ja der folgende Link etwas weiter

http://www.stiftung-warentest.de/online/geldanlage_banken/test/1422189/1422189/1425920.html

Der zweiter Link betrifft zwar den Test einer griechischen und nicht britischen Rentenversicherung, aber einige der Kritikpunkte könnten ja übertragbar sein. Ausserdem dürfte bei britischen oder Kanadischen etc. Versicherungen zudem das Währungsrisiko auch noch anfallen.

http://www.stiftung-warentest.de/online/versicherung_vorsorge/meldung/1537090/1537090.html

von
B2

Ergänzend noch, weil gerade erst gesehen, der Hinweis auf das aktuelle Sonderheft (Erscheinungstermin: 11. September 2007) zu genau Ihrem Thema

http://www.stiftung-warentest.de/shop/alle/alles/shop/sp0112000.html

P.S.: Nein ich arbeite nicht bei der Stiftung Warentest und bekomme auch keine Prozente. ;-)

Experten-Antwort

Ist Ihre Schwester verheiratet?
Dann könnte sie den Status "mittelbar zulageberechtigt" über den rv-pflichtigen Ehegatten erreichen und so auch zur Riester-Sparerin werden.

Ansonsten ist es schwierig, in einem Forum eine umfassende Altersvorsorge-Beratung durchzuführen.

Die Verbraucher-Zentralen bieten, allerdings kostenpflichtig, Beratungen rund um das Thema an. Dort erhält man anbieterneutrale Informationen sowie Produktempfehlungen, die auf einen persönlich zugeschnitten sind.

von
Selina II

Das mit dem mittelbar hatte ich mir auch überlegt.
Ist die grobe Rechnung richtig:

154 Euro Zulage + 184 Zulage für 1 Kind.

Angenommen das bleibt bis zur Rente so - keinerlei weitere Kinder oder Beiträge.

Nach 39 Jahren 13.000 €
Grobe Wertsteigerung auf 30.000 € angenommen

entspricht 120 € monatliche Rente- die dann voll steuerpflichtig ist??

Wär ja eine nette Beigabe, das gebe ich auf jeden Fall so weiter, nur da sie ja keine gesetzliche Rente bekommt ( naja- ich glaub 6 Entgeltpunkte oder so hat sie auch schon) muß sie ja noch was höheres abschließen.

Vielen Dank an B2 - ich werde mich gleich mal am Kiosk nach dem Sonderheft umschauen!

von
Selina II

Nur damit ich nichts falsch verstehe:

Die mittelbare Berechtigung über den Ehemann klappt nur, wenn der Ehemann selbst einen Riestervertrag schon hat oder?

D.h. wenn der Ehemann partout nicht riestern will hat sie diese Möglichkeit nicht?

Experten-Antwort

Richtig,
es kann neben einem Altersvorsorgevertrag für den förderungsberechtigten Ehegatten ein weiterer Altersvorsorgevertrag auf den anderen Ehegatten abgeschlossen werden (mittelbare Förderung).
Nur der mittelbar berechtigte Ehegatte allein kann keinen geförderten Vertrag abschließen.