von
Stefanie

Hallo liebe Forumleser.
Ich habe das eine oder andere Problem seit der Antragstellung für eine LTA.
Ich versuche,es so knapp wie möglich zusammenzufassen:
Von 11/2012-09/2014 war ich berentet,weil ich nicht mehr in der Lage war,arbeiten zu gehen.
In dieser Zeit war ich 3 Monate in einer Spezialklinik,wo mir sehr geholfen wurde.
Mein Zustand verbesserre sich zusehens und ich beschloss,einen Versuch zu unternehmen,die Rente zu verkürzen und eine Umschulung zu beantragen. Diesen Antrag stellte ich im Dezember 2013.
Ich wurde im März 2014 zur Begutachtung geschickt und das Ergebnis war,dass eine Umschulung vertretbar sei. Dennoch wurde mein Antrag auf selbige abgelehnt. Ich ging in den Widerspruch. Und die Zeit verging.
Im Dezember 2014 erhielt ich einen Anruf meiner Rehafachberaterin, die mir vorschlug,eine Berufsfindung und Arbeitserprobung zu machen-da ja die LTA bewilligt wurde. Ich war überrascht und sie war erstaunt,dass ich überrascht war,denn davon wusste ich nichts. Schon seit Oktober bestünde diese Bewilligung.Jemand habe vergessen,mir einen Bescheid zu schicken.
Nun denn... Mit dem Vorschlag einer Eba war ich einverstanden. Leider gab es in dem Berufsförderungswerk 10km keine freien Plätze.
Es gäbe aber noch einen in einer Stadt,die 90km weg ist.
Spontan sagte ich zu,denn ich befand diesen Weg für wichtig und ich hatte das Gefühl,wenn ich diese Chance jetzt nicht packe,muss ich lange warten,bis in der Nähe wieder etwas frei wird.
Also bin ich da 6 Wochen jeden Tag hin-und zurückgefahren. Bewilligt wurden mir allerdings nur 269 Euro an Fahrtkosten. Aufgrund meiner Einschränkungen konnte ich weder öffentliche Verkehrsmittel,noch eine externe Unterkunft in Anspruch nehmen.
Ich schrieb einen Widerspruch im Februar,denn ich bezahlte in der Zeit aus eigener Tasche nochmal knapp das Doppelte (ich bekomme derzeit ALG II) und musste mir Geld leihen,um dort hinfahren zu können.
Letzten Monat bekam ich ein Schreiben,das aussagte,man würde das in den Gremien beraten,das Widerspruchsverfahren würde solange ruhen,bis eine Entscheidung getroffen wird und man würde sich zu gegebener Zeit melden.

Meine erste Frage ist: Wie lang sollte ich abwarten,um dort nachzufragen? Denn ich habe nach wie vor durch den Fahrtweg zur Eba ein großes finanzielles Loch.

Meine zweite Frage ist: Kann man den Bericht,der in der Eba geschrieben wurde anfechten,wenn dort Dinge beschrieben werden,die nachweislich nicht stimmen?
Und wenn ja,wohin richte ich es?

In der Eba wurde festgestellt,dass ich für eine Umschulung noch nicht geeignet sei.
Das ist ok,dafür war ich ja dort,um das herauszufinden. Dennoch war ich sehr enttäuscht,denn es ist so viel Zeit vergangen und ich habe wirklich den dringende Wunsch,im Leben voranzukommen und eine Umschulung zu machen,um endlich "normal" leben und arbeiten gehen zu können,wie jeder andere auch.
Meine Rehafachberatin lud mich dann ein,meldete mich für ein Berufstraining an und auch gleich zu einem 3monatigen Rehavorbereitungskurs.
Dieses Training fängt nun im Oktober an,wurde mir heute mitgeteilt.Es dauert wieder alles sehr lange,aber dafür kann ja keiner etwas.
Dennoch,wenn ich dieses Training mindestens 6 Monate mache und anschließend diesen Kurs, haben die Umschulungen hier schon alle längst angefangen.
Ich bin momentan wirklich verzweifelt und auch frustriert.
Es ist so viel Zeit vergangen und ich sehe mich nächstes Jahr wieder keine Umschulung machenn.Ich werde dieses Jahr 33,habe nur meine Ausbildung gemacht und war seither aufgrund der Erkrankung nie vollschichtig auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt.

Daher meine dritte Frage: Ist es möglich,nach diesem Training,den 3monatigen Kurs abzulehnen,um den Einstieg in die Umschulung noch zu schaffen oder entstehen mir dann Konsequenzen?

Gerne würde ich diese Fragen meiner Rehafachberaterin stellen,doch aufgrund der einen oder anderen Bemerkung in diesem Eba-Bericht scheint sie kein gutes Bild von mir zu haben,was ich persönlich sehr schlimm finde und an mir nagt.

Anscheinend ist nichts aus dem "mich kurz fassen" geworden. Entschuldigung.
Vielleicht kann mir aber doch jemand helfen.

Vielen Dank.
Stefanie

von
???

Was ist denn das Ziel des Berufstrainings und der Reha-Vorbereitungsmaßnahme?

In meiner Region ist eine Reha-Vorbereitungsmaßnahme ein Kurs, der einer Umschulung vorgeschaltet wird, um die Schulkenntnisse aufzufrischen und sich wieder an das Lernen zu gewöhnen. Wenn so ein Kurs für nötig gehalten wird, führt dann auch kein Weg daran vorbei.

von
Stefanie

Guten Abend.
In der Arbeitserprobung wurde deutlich,dass ich psychisch nicht stabil genug bin,um eine Umschulung machen zu können. Daher wurde das Berufstraining empfohlen.

Fachlich wurden laut Bericht von leichten bis komplexen Aufgaben keine Einschränkungen gefunden.
Die einzelnen Testergebnisse (wie Mathe,Deutsch,Pc-Kenntnisse,Präsentation) wurden mit durchschnittlich (Mathematik) bis überdurchschnittlich (Deutsch) bewertet. Die Präsentation wurde mit gut bewertet.

Ich hatte im psychologischen Bereich Probleme.Mir wurde gesagt,fachlich gäbe es keine Bedenken.

von Experte/in Experten-Antwort

Zur ersten Frage:
Der Orientierungsbetrag, der für Sie gilt, hat sich ggfs. geändert. Eine zeitnahe Nachfrage mit dem Hinweis auf einen geänderten Höchstbetrag macht Sinn.

Zur zweiten Frage:
Eine eigene Stellungnahme an den Kostenträger Rentenversicherung zur durchgeführten Erprobung ist natürlich möglich. Sollten Aussagen - nachweislich - nicht stimmen oder widersprüchlich sein, können diese korrigiert werden. In der Regel wird von der Rentenversicherung zu der eigenen Stellungnahme dann aber auch das BFW um Rückmeldung gebeten.

Zur dritten Frage:
Nach dem dreimonatigen Training müsste es eine Einschätzung/Bericht des Bildungsträgers geben, welcher Weg ( Weiterführung des Trainings, Vorbereitung etc. ) aus deren Sicht sinnvoll ist. Dies sollte abgewartet werden. Der Vorbereitungskurs soll dem erfolgreichen Verlauf der Umschulung dienen. Eine Teilnahme - bei gegebener Empfehlung - wäre sinnvoll. Aber natürlich kann man alles mit seinem Berater besprechen, auch ob eine Ablehnung der Vorbereitung möglich ist. Häufig wird eine Teilnahme auch nur empfohlen und nicht zwingend verlangt.

von
Stefanie

Haben Sie vielen Dank für Ihre wirklich hilfreichen Antworten.
Dann werde mich um die ersten beiden Punkte kümmern und bei dem dritten abwarten.

Nochmals vielen Dank.