von
guggy

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestern wurde ich aus der AHB-Reha entlassen. Vorrausgegangen war eine HWS-Op. Bisher war ich der Meinung, nach der OP bzw. einer folgenden Reha braucht es noch ein wenig Zeit, aber danach kann ich wieder einigermaßen gut arbeiten gehen. Allerdings wurde mir dieser " Zahn" im Abschlussgespräch gezogen. In diesem, sowie dem vorläufigen Entlassbericht wurde ich als AU entlassen, die bisherige Tätigkeit ist nicht leidensgerecht, kein Heben über 10kg sowie meiden von Zwangshaltungen.
Zu meiner Vorgeschichte muss ich sagen, ich bin 43 Jahre und hatte 2009 einen Wegeunfall. Mein Knie wurde in 5,5 Jahren 7 mal operiert und ich habe ein GdB von 25 sowie eine Schwerbehinderung von 50%. Auch die LWS ist geschädigt und wird in absehbarer Zeit operiert werden müssen.
In der Reha wurde ein LTA Antrag gestellt, jedoch war ich dort recht überfordert mit der ganzen Situation. Ich habe wegen meiner Knie-Geschichte schon meine Arbeitszeit selbständig auf 20h reduziert, da ich es sowohl körperlich als auch seelisch - wegen bestehender Depressionen, chronischer Migräne, Schlafstörungen, restless Legs nicht mehr schaffe.
Meine Ratlosigkeit bezieht sich auf folgendes:
Die Sozialarbeiterin der Klinik hat ja den Antrag auf LTA gestellt, jedoch weiß ich nicht, wie ich eine Umschulung bewerkstelligen kann ( durch die ganzen körperlichen und seelischen Beinträchtigungen bekomme ich mein bisheriges Privat- und Arbeitsleben nur mühevoll und nicht vollständig auf die Reihe ) , zumal bei mir nur eine Bürotätigkeit in Betracht käme. Da mein Knie aber nach einer gewissen Zeit im Sitzen versteift und noch eine LWS-OP ansteht, nach der ein längeres Sitzen nicht angeraten wird, frage ich mich, was ich machen soll! Ich weiß nicht wie es weitergehen soll und was ich tun kann bzw. muss.
Ich bin in einem ungekündigtem Arbeitsverhältnis und muss auf jeden Fall damit rechnen, noch 1,5 Monate krankgeschrieben zu sein.
Für eine Rat wäre ich sehr dankbar!

von
PXY

Hallo Guggi,
bitte besprechen sie die weitere Vorgehensweise mit ihrem behandelten Arzt.
Für die anstehende OP würde ich Ihnen raten eine Zweitmeinung einzuholen.
Derzeit ist eine Eingliederung ins Berufsleben noch nicht möglich.
Alles Gute

von
Emiara

Da Sie mit Sicherheit weiter längerfrsitig ausfallen werden sollten Sie sich mit dem Gedanken einer Kündigung durch den AG anfreuden. Den Job werden Sie los. Ganz sicher. Läuft in solchen Arbeitgeberseitig immer so - leider.

von
Emiara

Da Sie mit Sicherheit weiter längerfrsitig ausfallen werden sollten Sie sich mit dem Gedanken einer Kündigung durch den AG anfreuden. Den Job werden Sie los. Ganz sicher. Läuft in solchen Fällen Arbeitgeberseitig immer so - leider.

von
GroKo

Zitiert von: Emiara

Da Sie mit Sicherheit weiter längerfrsitig ausfallen werden sollten Sie sich mit dem Gedanken einer Kündigung durch den AG anfreuden. Den Job werden Sie los. Ganz sicher. Läuft in solchen Arbeitgeberseitig immer so - leider.

Woher willst Du das als ewig Arbeitsloser denn wissen.

von
SozPol

Zitiert von: Emiara

Zitiert von: Emiara

Da Sie mit Sicherheit weiter längerfrsitig ausfallen werden sollten Sie sich mit dem Gedanken einer Kündigung durch den AG anfreuden. Den Job werden Sie los. Ganz sicher. Läuft in solchen Arbeitgeberseitig immer so - leider.

Woher willst Du das als ewig Arbeitsloser denn wissen.

Sehr richtig, Herr GroKo hat Recht! Werden Sie lieber ein nützliches Glied unserer Solidargemeinschaft, statt zu faulenzen!

von
RR

Zitiert von: SozPol

Sehr richtig, Herr GroKo hat Recht! Werden Sie lieber ein nützliches Glied unserer Solidargemeinschaft, statt zu faulenzen!
ützliche Glieder lassen sich für n´ Appl und n´ Ei verheizen für den Reichtum der Reichen. Auch nicht so toll ;-)

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo guggy,

bitte beraten Sie sich mit Ihrem behandelnden Arzt hinsichtlich einer beruflichen Umorientierung, auch im Hinblick auf die bevorstehende OP der LWS. Darüberhinaus sollten Sie sich auch an Ihren Rentenversicherungsträger hinsichtlich der aus der medizinischen Rehabilitation angerechten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wenden und die Möglichkeiten/Option einer beruflichen Veränderung besprechen. Sie müssen sich nicht sofort für eine berufliche Neuorientierung entscheiden, sollten sich aber mit dem Thema beschäftigen, da Ihre gesundheitliche Situation ggf. berufliche Veränderungen erfordert.

von
=//=

Es gibt bei den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht nur Umschulungen, sondern eine ganze Reihe anderer Maßnahmen. Vielleicht kann Ihr Arbeitgeber Sie nach der OP und Krankheit an einen anderen sogenannten "Schonarbeitsplatz" umsetzen oder für eine Bürotätigkeit einarbeiten. Evtl. kann dem Arbeitgeber dafür ein Zuschuß der DRV gezahlt werden... Das sollten Sie zu gegebener Zeit alles mit dem Reha-Fachberater besprechen, sofern Ihnen dem Grunde nach LTA bewilligt werden.

Ansonsten verweise ich auf den Beitrag der Experten.