von
Christian Wirtz

Mein Problem sieht wie folgt aus:
nach der Aussteuerung vom Krankengeld bin ich zum A-Amt und ALG I beantragt. Der Antrag wurde bewilligt. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir gesundheitlich noch relativ schlecht (rezidivierende Depressionen mit Angstsymptomatk).

Das A-Amt hat daraufhin alle vorherigen Krankenunterlagen (war seit "totalen psychischen Absturz" seit Dezember 2011 krank geschrieben und seitdem insgesamt 5 Monate vollstationär in 2 psychiatrischen Kliniken) angefordert.

Daraufhin wurde ich als arbeitsunfähig zur RV überstellt. Diese forderte einen Antrag auf medizinische REHA.

Die ganze Prozedur hat 4 Monate bis zur Bewilligung gedauert. In dieser Zeit hat sich mein
Gesundheitszustand erheblich verbessert. Die letzten 2 1/2 Monate war ich nahezu beschwerdefrei.

Nun bin ich seit 5 Tagen in REHA. Mir geht es mit jedem weiteren Tag schlechter. Fühle mich nur noch depressiv. Habe den Eindruck dass mir diese Einrichtung nur schadet und mich wieder zurückwirft. Im Moment geht es mir so schlecht wie seit 5 Monaten nicht mehr.

Meine Frage ist nun: kann ich die REHA vorzeitig beenden?
Angesetzt waren 4 Wochen. Mein Ziel war es wieder in den 1. Arbeitsmarkt zu kommen. Und bis vor einer Woche sah ich dies sehr optimistisch....

Was für Konsequenzen hätte eine vorzeitige Entlassung?

Wie gesagt, ich möchte wieder arbeiten. Nur eine REHA die meine Depressionen wieder massiv verschlechtert kann ich nicht gebrauchen.

Über eine sachkundige Antwort wäre ich dankbar.

von
Ilsi

Zitiert von: Christian Wirtz

Mein Problem sieht wie folgt aus:
nach der Aussteuerung vom Krankengeld bin ich zum A-Amt und ALG I beantragt. Der Antrag wurde bewilligt. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir gesundheitlich noch relativ schlecht (rezidivierende Depressionen mit Angstsymptomatk).

Das A-Amt hat daraufhin alle vorherigen Krankenunterlagen (war seit "totalen psychischen Absturz" seit Dezember 2011 krank geschrieben und seitdem insgesamt 5 Monate vollstationär in 2 psychiatrischen Kliniken) angefordert.

Daraufhin wurde ich als arbeitsunfähig zur RV überstellt. Diese forderte einen Antrag auf medizinische REHA.

Die ganze Prozedur hat 4 Monate bis zur Bewilligung gedauert. In dieser Zeit hat sich mein
Gesundheitszustand erheblich verbessert. Die letzten 2 1/2 Monate war ich nahezu beschwerdefrei.

Nun bin ich seit 5 Tagen in REHA. Mir geht es mit jedem weiteren Tag schlechter. Fühle mich nur noch depressiv. Habe den Eindruck dass mir diese Einrichtung nur schadet und mich wieder zurückwirft. Im Moment geht es mir so schlecht wie seit 5 Monaten nicht mehr.

Meine Frage ist nun: kann ich die REHA vorzeitig beenden?
Angesetzt waren 4 Wochen. Mein Ziel war es wieder in den 1. Arbeitsmarkt zu kommen. Und bis vor einer Woche sah ich dies sehr optimistisch....

Was für Konsequenzen hätte eine vorzeitige Entlassung?

Wie gesagt, ich möchte wieder arbeiten. Nur eine REHA die meine Depressionen wieder massiv verschlechtert kann ich nicht gebrauchen.

Über eine sachkundige Antwort wäre ich dankbar.


Wie gesagt, ich möchte wieder arbeiten
Das sagen Sie alle.

von
=//=

Sprechen Sie zunächst persönlich mit dem Chefarzt der Klinik, es ist schon wichtig für ihn zu wissen, woran es hapert, dass Sie sich wieder schlechter fühlen. Danach sollten Sie sich auch unbedingt schriftlich mit der DRV in Verbindung setzen.

Ich meine allerdings, dass man in der Regel nach 5 Tagen noch nichts über den Reha-Erfolg aussagen kann. Gerade bei psychischen Erkrankungen haben viele Patienten Zeiten des Hochs und trauen sich dann alles zu, auch eine beschwerdefreie Beschäftigung, aber überschätzen eigentlich ihre Situation. Deshalb sollte man - gerade wenn es schon so eine lange Krankheitszeit ist - langsam mit einer Teilzeitbeschäftigung anfangen und sich dann steigern.

Ich habe da leider schon einiges erlebt.

Experten-Antwort

Hallo Christian Wirtz,

ich fürchte, eine Patentlösung kann ich Ihnen hier nicht bieten.

Selbstverständlich kann Sie niemand zwingen, die Reha gegen Ihren Willen fortzusetzen. Welche Konsequenzen sich aus einem Abbruch der Reha in Ihrem Einzelfall ergeben würden, kann ich letztlich jedoch nur spekulieren.

Ungeachtet dessen möchte ich Ihnen empfehlen, zuerst das Gespräch mit Ihren behandelnden Ärzten/Therapeuten zu suchen und diese über Ihre Probleme und Absichten zu informieren. Ich bin sicher, dass sich in einem solchen Gespräch eher sinnvolle Lösungen für Ihre Probleme finden lassen als hier im Rahmen dieses Forums.

von
Christian Wirtz

Vielen Dank für die beiden hilfreichen Antworten.
Mit einem Einstieg - Teilzeitarbeit - hatte ich mich schon gedanklich beschäftigt. Wenn dies gelingt bleib die Option auf Vollzeit ja bestehen.

Habe morgen ein Gespräch mit der zuständigen Psychologin. Werde dies alles ansprechen und um einen Termin bei der Sozialberatung bitten.

Hoffe das dabei eine Lösung gefunden wird die mich perspektivisch möglichst psychisch stabil wieder in Arbeit bringt.

Zu der 1. Antwort möchte ich noch sagen dass ich nicht beabsichtige einen Rentenantrag zu stellen weil ich nicht arbeiten will.
Ich möchte in dem Rahmen arbeiten wie es mir möglich ist, und wenn dies mit Teilzeit beginnt ist dies so.