von
Manu

Hallo, vielleicht kann mir jemand helfen. Habe aufgrund von Depressionen selbst eine Reha beantragt. Diese wurde mir nun im Eilverfahren bewilligt. Viele würden sich mega freuen. Ich leider nicht. Aus familiären Gründen, gesundheitliche Gründe eines Kindes kann ich die Reha im Moment nicht machen. Soll aber schon nächste Woche in der Klinik sein. Wie gehe ich jetzt am besten vor???? Ich kann wirklich nicht fahren. Bekomme Krankengeld und habe Angst, dass es gestrichen wird. Kann ich es in eine Tagesklinik umwandeln? will ja auch wieder gesund werden.

von
Die Farbe Schwarz

Dass Sie die Reha nächste Woche nicht antreten können ist erstmal kein Weltuntergang.
Klar sind die Kliniken z.T. fest verbucht und somit ist es ärgerlich, wenn jemand abspringt... Aber Sie sollten auf jeden Fall sowohl mit der Klinik, als auch mit dem RV-Träger Rücksprache halten (kurzer Anruf nach Möglichkeit).
Wenn das Kind wieder gesund ist und die familiären Verhältnisse es dennoch nicht zulassen, dass Sie zur Reha fahren, kann Ihnen von der RV ein Zuschuss zur Haushaltshilfe gewährt werden. D.h. Geld für einen Babysitter (um den Sie sich allerdings kümmern müssen).
Alternativ besteht in begründeten Einzelfällen die Möglichkeit, das Kind mitzunehmen.

von
Manu

Vielen lieben Dank für die Antwort. Besteht die Möglichkeit auf eine Tagesklinik um zu steigen? Mein Kind ist schon älter, aber die Diagnose lässt es auf unbestimmte Zeit absolut nicht zu in Reha zu fahren.Muss jetzt alles unter einen Hut bekommen ohne mich dabei selbst zu vergessen. Deswegen Tagesklinik.

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Tag,

grundsätzlich ist eine Verschiebung des Rehabilitationsbeginns innerhalb eines halben Jahres nach Bescheiderteilung mit Rücksprache bei der Klinik und ggf. des Mitarbeiters bei der Rentenversicherung schon möglich. Hier sollten Sie zuerst Kontakt mit der Klinik aufnehmen, die innerhalb des oben genannten Zeitraumes frei Termine vergeben kann. Sollte die Verschiebung länger als ein halbes Jahr gehen, so muss in jedem Fall Rücksprache mit der Deutschen Rentenversicherung gehalten werden.

Während der Rehabilitation gibt es dann, wie bereits von "Die Farbe Schwarz" erwähnt, die Möglichkeit von Übergangsgeld und Haushaltshilfe. Das Übergangsgeld wird in der selben Höhe wie ihr Krankengeld gezahlt und ersetzt damit das Krankengeld ihrer Krankenkasse. Nach dem Ende der Rehabilitation erfolgt, bei weiterem Vorliegen der Arbeitsunfähigkeit, wieder die Zahlung des Krankengeldes.

Eine Umwandlung von stationärer in eine ambulante Rehabilitation (Tagesklinik) ist nicht so einfach, da es dafür in der Regel einer medizinischen Bestätigung bedarf, denn die Festlegung der stationären Maßnahme wurde durch eine ärztlichen Entscheidung aufgrund ihres Befundberichtes getroffen. In dem Fall sollten Sie die Vorgehensweise mit Ihrem Sachbearbeiter bei der Deutschen Rentenversicherung absprechen.

Mit freundlichen Grüßen

von
Manu

Dankeschön!!!!!!!!!!!!!!!

von
=//=

Zitiert von:

Guten Tag,

grundsätzlich ist eine Verschiebung des Rehabilitationsbeginns innerhalb eines halben Jahres nach Bescheiderteilung mit Rücksprache bei der Klinik und ggf. des Mitarbeiters bei der Rentenversicherung schon möglich. Hier sollten Sie zuerst Kontakt mit der Klinik aufnehmen, die innerhalb des oben genannten Zeitraumes frei Termine vergeben kann. Sollte die Verschiebung länger als ein halbes Jahr gehen, so muss in jedem Fall Rücksprache mit der Deutschen Rentenversicherung gehalten werden.

Während der Rehabilitation gibt es dann, wie bereits von "Die Farbe Schwarz" erwähnt, die Möglichkeit von Übergangsgeld und Haushaltshilfe. Das Übergangsgeld wird in der selben Höhe wie ihr Krankengeld gezahlt und ersetzt damit das Krankengeld ihrer Krankenkasse. Nach dem Ende der Rehabilitation erfolgt, bei weiterem Vorliegen der Arbeitsunfähigkeit, wieder die Zahlung des Krankengeldes.

Eine Umwandlung von stationärer in eine ambulante Rehabilitation (Tagesklinik) ist nicht so einfach, da es dafür in der Regel einer medizinischen Bestätigung bedarf, denn die Festlegung der stationären Maßnahme wurde durch eine ärztlichen Entscheidung aufgrund ihres Befundberichtes getroffen. In dem Fall sollten Sie die Vorgehensweise mit Ihrem Sachbearbeiter bei der Deutschen Rentenversicherung absprechen.

Mit freundlichen Grüßen

@Experten

Seit wann ist das ÜG genauso hoch wie das Krankengeld???

@Manu

Viel wichtiger als die RV zu benachrichtigen ist der Kontakt mit Ihrer Krankenkasse. Die sieht es in der Regel gar nicht so gerne, wenn die Reha um eine sehr lange Zeit verschoben wird. Besprechen Sie das auf jeden Fall mit Ihrer Krankenkasse!