von
derbarbar

Kurzform.

Ich bin seit fast 18 Monaten aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung Au geschrieben. Vor 7 Monaten wurde die AU als eindeutig durch den MDK bestätigt. Ferner wurde durch den MDK eine "erhebliche gefährdung der Erbwerbsfähigkeit" festgestellt. Vor drei Wochen wurde ich durch die KK aufgefordert eine Reha zu beantragen, da der MDK dieses in seinen neuen Gutachten, nach Aktenlage, für notwendig hielt. Reha wurde beantragt. Vor einigen Tagen kam die Ablehnung durch die DRV, mit der Begründung, meine Erkrankung sei nicht so schwerwiegend und durch eine ambulante Therapie zu behandeln.Was für ein Verein von inkompetenten Sesselfurzern .....!

von
Horst

Sie sind wohl wirklich psychisch krank wenn Sie nicht verstehen wollen, dass der MDK einen Scheissdreck feststellen kann. Der kann für die Krankenkasse was feststellen aber die Rentenversicherung darf doch wohl bitteschön eigene Ärzte beschäftigen ?
Dass die Krankenkasse ein Interesse daran hat Sie in Reha zu schicken ist ja wohl klar, da braucht man keinen MDK dazu.

von
derbarbar

Nett formuliert, jedoch fachlich falsch!
Ich schrieb, das ich kurz vor der Aussteuerung stehe und somit ist der KK das relativ egal, ob die Reha genehmigt wird oder nicht.
Somit hätte auch der MDK keinen Grund mich zur DRV abzuschieben!!!

also

"Sie sind wohl wirklich psychisch krank ......."

Erst lesen dann schreiben....!

"aber die Rentenversicherung darf doch wohl bitte schön eigene Ärzte beschäftigen ?"

Selbstverständlich, wenn sie mich auch zu ihren Ärzten bestellt hätten, aber das hielt man wohl für überflüsig.
Es wurde vom ärztlichen Dienst nach Aktenlage, sprich MDK Gutachten und den ärztlichen Unterlagen meiner Ärztin (die eine Reha zwingend für notwendig hält), entschieden.

von
Guido

Ignorieren Sie den User Horst einfach..!!

Ich kann Ihren Ärger verstehen. Bei mir lief es ähnlich.
Sie haben die Möglichkeit, innerhalb eines Monats, widerspruch ein zulegen. Besprechen Sie das mit Ihrem Arzt. Vielleich kann dieser Ihnen bei der Begründung behilflich sein.
Lassen Sie sich nicht einfach abspeisen!!!

von
Heiko

Eine Reha ist nicht billig daher ist die DRV damit auch recht sparsam.
Haben Sie eine EMR beantragt? Wenn nicht, hat die DRV auch keinen besonderen Grund eine Reha zu genehmigen. Was nicht heissen soll, das ohne EMR keine Reha genehmigt wird.Sie müssen sich ein dickeres Fell zulegen, wenn Sie mit der DRV zu tun haben. Das hilft auch im Umgang mit gewissen Teilnehmern hier im Forum!

von
Horstii

Geheimtipp: Stellen Sie bei einem anderen Rentenversicherungsträger einen Antrag , eine Abgabe ist nur innerhalb von 14 Tagen möglich, wird diese Frist verpasst, muss der unzuständige Träger entscheiden.
Vielleicht entscheidet dieser zu Ihren Gunsten . Harhar.

btw: Fragen Sie doch mal gezielt nach, welche ambulante Behandlung noch notwendig erscheint .

Experten-Antwort

Hallo derbarbar,

leider stimmt die Ansicht des MDK nicht immer mit der Ansicht der Ärzte der DRV überein. In Ihrem Fall würde ich Ihnen raten sich nochmal mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen und von Ihm einen neuen Befundbericht ertsellen zu lassen, den Sie zusammen mit Ihrem Widerspruch gegen die Ablehnung an die DRV senden. Dass der Widerspruch erfolgreich sein wird kann ich Ihnen nicht versprechen, aber er ist immerhin eine Chance, die Sie nutzen sollten.

von
Rosanna

"Was für ein Verein von inkompetenten Sesselfurzern .....!"

Naja, das ist aber auch nicht gerade die Feine, oder? Wieso kann @derbarbar (gelungener Name!) nicht einfach sachlich bleiben?

von
Happy

Hallo Barbar,

sie schreiben:"Vor einigen Tagen kam die Ablehnung durch die DRV, mit der Begründung, meine Erkrankung sei nicht so schwerwiegend und durch eine ambulante Therapie zu behandeln."

Haben Sie diesen Satz nicht verstanden? Ist Ihnen eigentlich klar, wieviele Menschen sich in therapeutischer Behandlung befinden (ohne vorher eine Reha erhalten zu haben)???

Eine Erkrankung der Psyche hat heute fast jeder Mensch aufgrund von Stress. Es soll ja tatsächlich Leute geben, die aus eigener Kraft etwas dagegen unternehmen! Sie scheinen mir jedoch auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. In Ihrem Beitrag ist enorm viel Wut, die sollten sie erstmal in den Griff kriegen, sonst kann Ihnen auch keiner helfen!
Und außerdem hat Ihre Krankenkasse sehr wohl ein Interesse am weiteren Verlauf. Denn durch die Aufforderung einen Rehaantrag zu stellen ist ihr Gestaltungsrecht gem § 51 SGB V eingeschränkt!!! Vielleicht lesen Sie den mal?

Die DRV ist nicht immer der Sündenbock für die Gestaltungsmöglichkeiten der anderen Sozialleistungsträger! Wenn Sie krank sind, sollen Sie auch Hilfe erhalten. Machen Sie eine Therapie und benehmen sich Ihren Mitmenschen gegenüber anständig. Warum soll dir DRV eine wirklich sehr teure Reha bezahlen, wenn Sie selbst noch nicht einmal aus eigener Kraft versucht haben Ihr Leben in die Reihe zu bringen?
gehen Sie zum Therapeuten und nehmen Ihr Leben endlich in die "eigene" Hand!
Wenn Sie dann immernoch Hilfe benötigen, werden Sie auch eine Reha bekommen!
Eine Reha ist doch keine Pauschalreise!!!

Happy

von
derbarbaf

@Happy

Ja, ich bin wütend und aus meiner Sicht auch nicht grundlos.
Das ich mit meiner Äusserung, das "alle bei DRV Sesselfurzer sind", etwas übers Ziel hinausgeschossen bin, weis ich auch.Die ist eigentlich auch nicht meine Art.

"Es soll ja tatsächlich Leute geben, die aus eigener Kraft etwas dagegen unternehmen!"

Wie ich oben schon erwähnte bin ich seit 18 Monaten AU und mache seit 16 Monaten eine Therapie, soviel zum Thema "aus eigener Kraft etwas unternehmen".

Was mich an der Ablehung stört, ist die Tatsache, das aufgrund der ärztlichen Unterlagen (MDK, meine Ärztin), entschieden worden ist. Beide sagen aufgrund der schwere der Erkrankung und der dauer, das eine erhebliche Gefährdung der Erwerbsfähigkeit vorliegt. Und noch nicht einmal ein Restleistungsvermögen zu beschreiben wäre (MDK).
Das die DRV nicht an dieses Gutachten gebunden ist,war mir auch vor meinem Posting hier klar.

Aber wie kommt der ärztliche Dienst der DRV, ohne selbst eine Untersuchung durchgeführt zu haben, dazu,
beide Befunde anzuzweifeln und meine Erkrankung als nicht schwerwiegend genug einzustufen?
Schön wenn es so wäre, ist es aber nicht. Ich würde gerne wieder ins Berufsleben zurück und das wird mir hierdurch erschwert.

von
Rosanna

Befolgen Sie doch einfach den Rat der Expertin und legen Widerspruch ein.

Ich kann zwar teilweise Ihre Wut verstehen, aber es hat noch NIEMANDEN weitergebracht, hier im Forum mit Beleidigungen aufzuwarten! Andernfalls müssen Sie auch mit "deutlichen" Worten der User rechnen.

von
Happy

nochmal hallo,

ok, wenn Sie aus eigener Kraft bereits eine Therapie gestartet haben, dann ignorieren Sie meinen Beitrag dahingehend bitte!
das hatten Sie leider nicht erwähnt.
In diesem Fall, kann ich Ihnen nur empfehlen gegen den Ablehnungsbescheid "Widerspruch" einzulegen und genau diese Tatsache als zusätzliche Begründung mit aufzuführen!
Die SB der DRV wissen vielleicht nicht, dass Sie sich bereits in akuter Behandlung befinden?

Schreiben Sie in Ihre Begründung, dass diese Therapie zwar hilft, aber nicht ausreichend ist um wieder voll zu gesunden!!!
Vielleicht kann Ihr behandelnder Therapeut ja eine Bescheinigung mit entsprechender Begründung ausstellen, die eine Rehamaßnahme zwingend befürwortet?
Das ist alles was mir dazu einfällt und ich hoffe, das hilft Ihnen weiter!

Enstchuldigung nochmal, wenn mein 1. Beitrag ein wenig impulsiv war. Ich wünsche gute Besserung und viel Erfolg bei Ihrer Genesung!

p.s. "inkompetente Sesselfurzer" Hierzu kann ich nur schreiben, dass die Entscheidungen der DRV immer nur auf schriftliche Unterlagen beruhen, wenn da also etwas "fehlt", dann kann schon mal eine falsche Entscheidung getroffen werden! darum ist es so wichtig, dass Sie alle Nachweise und Begründungen so gut wie möglich erbringen.
Aber Sie haben es ja auch zurückgenommen. Ihre Wut kann ich ja auch verstehen :-)))

MfG
Happy

von
Wolfgang

> Aber wie kommt der ärztliche Dienst der DRV, ohne selbst eine Untersuchung durchgeführt zu haben, ...

Legen Sie Widerspruch zunächst nur zur Fristwahrung ein und lassen Sie sich die Rentenakte einschließlich des medizinischen Teils zuschicken. Dann können Sie den Werdegang der Ablehnung nachlesen.

Die Akten können Sie bei der örtlichen Gemeinde/Stadtverwaltung/Versicherungsamt einsehen, je nach dem, wo Sie sie gerne hinhaben wollen. Erst dann liefern Sie die Begründung für Ihren Widerspruch nach.

Gruß
w.

von
Rosanna

Es ging um die Ablehnung eines REHA-Antrages. Da ist aus der Akte nicht viel zu ersehen, denn die Vorlage an den ÄD erfolgte ja wahrscheinlich aufgrund der eingesandten ärztlichen Unterlagen, die der Vers. wohl schon kennt.

MfG Rosanna.

von
Wolfgang

Uuups ... ;-)

Egal, the same procedure. Irgendwie muss sich ja der med. Dienst der DRV ein 'Urteil' gebildet und als Ablehnungsvorlage der Sachbearbeitung zugearbeitet haben.

Gruß
w.

von
Rosanna

Ja schon, aber bei Ablehnung einer Reha-Maßnahme werden in der Regel "nur" ein paar Kreuzchen auf einem Arbeitsbogen gemacht, dahinter stehen Text-Nummern, die dann genauso in den Ablehnungsbescheid übernommen werden.

Da @derbarbar nicht untersucht wurde, kann er sich eigentlich eine Akteneinsicht sparen...

MfG Rosanna.

von
Schade

in letzter Konsequenz geht es doch darum, ob man die anerkannten gesundheitlichen Probleme, die ja auch die DRV nicht bestreitet, stationär behandeln m u s s oder eine ambulante Therapie genauso wirkungsvoll ist.

Ambulante Behandlungen sind i.d.R. kostengünstiger.

Wenn Sie und Ihr medizinisches Fachpersonal der Meinung sind, dass eine statiönäre Behandlung bessere Erfolge bringt, muss genau das in der Widerspruchsbegründung vorgebracht werden.

Und ohne Vorwurf, rein sachlich begründet, alles andere sind Nebenkriegsschauplätze.