von
cleo

Hallo, bei meinem Mann wurde festgestellt, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann und darüber hinaus auch nur noch unter 3 Stunden am Tag arbeiten könnte, sein GdB ist 70%. Nun ist eine Ärztin, die ihn für seinen Rentenantrag, den er vom Arbeitsamt aus stellen musste, ein paar Minuten "untersucht" hat und keine der ärtzlichen Unterlagen, die er dabei hatte, auch nur eines Blickes gewürdigt hat, auf die Idee gekommen, ihn in die Reha schicken zu wollen. Nun geht aber aus sämtlichen ärtzlichen Befunden zur Sache hervor, dass seine Erkrankungen schlicht nicht gebessert werden können. Meine Frage nun: Da im Vorhinein schon klar ist, dass eine Reha absolut keine Besserung bringen kann, ist sie dann nicht unnötig? Muss sie angetreten, bzw. durchgeführt werden? Was ist zu tun, damit die Beteiligten die Sinnlosigkeit der Sache mal einsehen? Ist eine Reha vor Rente auch dann erforderlich, wenn vorab schon klar ist, dass eine Besserung nicht erzielt werden kann und es auf Rente hinauslaufen wird? Was kann ich also tun? Danke vorab für die Antwort!

von
Antonius

Sollte die REHA - Maßnahme tatsächlich "unsinnig" sein, wird sie vom Leistungsträger auch nicht bewilligt werden. Aber warum regen Sie sich denn so auf ? Nachteile entehen Ihrem Mann auf gar keien Fall. Auch dann nicht, wenn er die REHA -Maßnahme in Anspruch nimmt.

von Experte/in Experten-Antwort

Da ich kein medizinischer Sachverständiger bin, kann ich nicht beurteilen, ob die Reha-Maßnahme sinnvoll ist. Richtig ist jedoch, dass Ihr Mann an der Reha-Maßnahme teilnehmen muss, da ansonsten die beantragte Rente wegen fehlender Mitwirkung abgelehnt werden kann.

von
Beitragszahler

Oh je ! Da scheint aber jemand mächtige Angst davor zu haben, das in der Rehaklinik ein "medizinisches Wunder" geschehen könnte. Ich wünsche Ihrem Mann gute Besserung und baldige Genesung !

von
cleo

Danke für die prompte Beantwortung, insbes. dem Experten & Antonius.
Dem Beitragszahler sei gesagt: für ein Wunder wäre ich nebst Mann und Kindern V E R D A M M T dankbar, allein aber merkliche Verbesserung ist leider jedoch aus medizinischer Sicht vielleicht mal in 100 Jahren möglich. Der ironische Unterton (oder täusche ich mich?) ist hier absolut unangemessen ... höflich ausgedrückt. Danke.

von
KSC

sollte Ihr Hausarzt/ Facharzt das Ganze auch für sinnlos erachten, kann er ja in einem entsprechenden Attest diese Sinnlosigkeit begründen.
Und dieses Attest könnten Sie einreichen.

Und wenn dann der medizinische Sachverstand und die eingehende Begründung die Verwaltung zu einer anderen Einsicht bringt, bzw. den ärztlichen Dienst überzeugt, wäre auch eine Korrektur der getroffenen Entscheidung denkbar.

Aber ob Ihr Arzt sich in dieser Angelegenheit bemüht??

von
Bernhard

Werter Beitragszahler, bitte verdeutlichen Sie sich drei grundlegende Fakten:

1. Eine Reha ist nicht immer nur Kurvergnügen, sondern kann abhängig vom Gesundheitszustand extrem anstrengend und belastend sein.

2. Eine sinnlose Reha-Maßnahme belastet die Beitragszahler in erheblichem Maße zusätzlich.

3. Bürokratien neigen dazu, eingefahrenen Abläufen zu folgen, auch wenn diese sinnlos und kostspielig sind.

Abgesehen davon ist dieses Forum kein geeigneter Platz für mehr oder weniger subtile Unterstellungen.

von
?-?

Ich stimme Ihnen vollkommen zu Bernhard, aber glauben Sie ernsthaft dass "Beitragszahler" in der Lage ist das zu verstehen ?

von
gaetcke

Hallo, ich sehe es genau wie Antonius. die Rentenvers. wird bei der Untersuchung die Rehe wahrscheinlich ablehnen, da eine Besserung nicht zu erwarten ist. War bei meiner Frau auch so.Krankenkasse bestandt auf Reha Antrag und dieser wurde von der DRV abgelehnt.

von
?????

Da waren Sie aber persönlich noch nie bei einer Untersuchung anlässlich eines Rentenantrages. Da haben Sie es nähmlich leider sehr oft mit systemabhängigen Gehilfen (Ärzte) zu tun die sehr wohl schwachsinnige Entscheidungen treffen. Das habe ich jetzt schon 3 Mal erlebt !

von
????

Da stimme ich Ihnen zu. Es gibt leider sehr viele Menschen dehnen das Leben übel mitgespielt hat. Die versuchen dann Ihren Schmerz auf diese Art loszuwerden. Sehr BEMITLEIDENSWERT der Herr Beitragszahler !

von
Öhmer

Ich glaube nicht das eine sachliche Begründung irgendeine Verwaltung in diesem Land noch beeindruckt. Leider sind die Götter bei den medizinischen Diensten meistens mit einer großen Portion NARZISMUS ausgestattet.

von
Beitragszahler

Werter Bernhard,

haben Sie schon einmal etwas von dem Recht auf freie Meinungsäußerung gehört ? Sie brauchen sich hier nicht als Anwalt der armen Fragesteller aufzuspielen. Wenn sich jemand so intensiv gegen eine Reha - Maßnahme sträubt, die ihm nur Vorteile bringen kann, dann liegt nunmal der Verdacht sehr nahe, dass er Angst davor hat, ihm könne seine begehrte Rente nicht bewilligt werden. Das ist meine Meinung und dabei bleibe ich auch !

Schönen Tag noch !

von
skat

SCHIKO, dein

Kommentar dazu..

wäre schon wichtig

grüße

skat

von
!!!!!!!!!!

Nicht "Beitragszahler" sondern Sie und "?-?" sind "sehr BEMITLEIDENSWERT". Haben Sie keine eigenen Argumente ? Können Sie nur auf vorhergehende Äußerungen "Aufsatteln" ?
"Beitragszahler" Hat völlig Recht mit seiner Ansicht ! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass in Reha - Kliniken überwiegend die Sorge herrscht, dass man eventuell als ARBEITSFÄHIG entlassen werden könnte und dass die Illusion von der erhofften Erwerbsminderungsrente damit vorbei wäre. Was sollen also Ihre Sticheleien ?

von
!!!

Eines Tages wird auch Ihnen ein Lichtlein aufgehen !

von
Wissender

Aufgrund des Rechtsberatungsgesetzes - Relikt aus der Nazizeit zur Kaltstellung jüdischer Rechtskundiger - darf ich Ihnen nur den Rat geben sich an eine/n Rechtsanwalt/anwältin oder einen der Sozialverbände zu wenden.

Die wissen, dass die Ärzte der meisten regionalen RV-Träger -Ausnahmen bestätigen die Regel - nur Abschreiber und nicht behandlerisch tätige Ärzte/innen sind, denen Beurteilungskompetenz aufgrund des Fehlens praktischer Fortbildung im Zusammenhang mit einer Behandlungstätigkeit fehlt.

Das Hauptproblem bei all diesen Begutachtungen besteht jedoch darin, daß vom Ermittlungsgrundsatz beim Betroffenen rechtswidrig abgewichen wird und unter nötigenden Umständen (§ 240 StGB)über eine illegale pauschale Schweigepflichtentndungserklärung Unterlagen rechtswidrig erlangt werden, die dann zum Nachteil des Betroffenen genutzt werden.

Mal ganz einfach gefragt:

Wissen Sie oder Ihr Mann, was in den Akten drinsteht?

Gemäß § 25 SGB X steht Ihnen (Ihrem Mann und Ihnen als Rechtsbeistand) ein Recht auf vollständige Akteneinsicht zu. Nutzen Sie diese. :-)