von
gretel

Guten Abend, ich bin seit rund zweieinhalb Wochen in Reha. Obwohl alles in den Akten steht (major depression, MS, Fatigue etc.) und ich aufgrund der familiären Umstände (schwerkranke Eltern) mehrfach ausdrücklich auf die Dringlichkit einer psychothrapeutischen Betreuung hingewiesen habe, tut sich da gar nichts. Ich weiß momentan wirklich nicht, was ich noch tun kann. Das stand alles auch schon im Reha-Antrag, scheiint aber keinen weiters zu interessieren.

Mehr als das ständig ansprechen, kann man ja nicht. Bin jtzt wirklich ratlos. Kann mir jemand irgndeinen Tipp geben, wie ich zu den Therapien kommen? Danke

von
Herz1952

Hallo Gretel,

Sie bräuchten wahrscheinlich eine psychiatrische Behandlung, gegebenenfalls mit Medikamenten. Eine Psychotherapie reicht wahrscheinlich nicht aus.

Die Fatigue kann natürlich auch eine Folge Ihrer schweren Depressionen sein, die auch durch Ihre schweren Lebensumstände zumindest teilweise bedingt sind.

Leider ist das mit den Medikamenten so eine Sache. Eine Depression kann auch als Vorstufe einer MS auftreten und da sind manche Medikamente kontraindiziert.

Haben Sie schon einen Termin mit dem Chefarzt der Klinik gehabt? Wenn nicht, bitten Sie darum und sprechen offen über Ihre Probleme.

Allerdings weis ich auch nicht, weshalb Sie schwerpunktmäßig in Reha sind. Vielleicht ist die Klinik nicht ausreichend auf Ihre einzelnen Krankheiten spezialisiert. Vielleicht kann Sie der Chefarzt aufklären und die Behandlung begründen.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls alles Gute und viel Erfolg.

von
Herz1952

Hallo Gretel,

ich muss mich berichtigen. Depressionen sind eine Vorstufe von Parkinson und nicht von MS.

Vielleicht erleichtert dies, dass Ihnen auch mit Medikamenten geholfen werden kann.

Die Depression kann auch als teilweise reaktive Depression aufgetreten sein, aufgrund der schwierigen Lebensverhältnisse, bzw. sie kann natürlich dadurch verstärkt werden.

von
gretel

Vielen Dank für die Antworten, Herz1952.

Beim Chefarzt war ich noch nicht. Es gibt einen ärztlichen Leiter und einen neuropsychologichen Leiter. Die Klinik ias auf neurologisch Erkrankungn spezialisiert und hat einen guten Ruf.

Ich hatte ja erst MS und Fatigue und dann kam die Depression dazu. Wobi das Abgrenzen ja nicht einfach ist. Es ist eine endokrine Depression, die dann noch durch eine reaktive verstärkt wird. Ich war auch schon mal in einer psychiatrischen Tagsklinik deswegen. Da hat man mich auch sozusagen sitzengelassen. Eine Therapie in der Woche! Hab es dann nach Rücksprache mit DRV und KK abgbrochen, weil es einfach sinnlos war. Das steht alles im Reha-Antrag und in den Akten

Auf der Intetseite wird noch mit der psychotherapeutischen Betreuung geworben! Eine Mitpatientin, die keine Therapie wollte, hat sie ungefragt bekommen.

Ich werde mal versuchen bei einem der Leiter bzw. Chefärzte einen Termin zu bekommen! Danke nochmal.

Hab gerade gesehen, es gibt noch eine Gretel! Das bin ich nicht ... ;-)

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Gretel,

zur Klärung Ihres Anliegens und zum weiteren Verfahren wenden Sie sich bitte an den Sozialen Dienst in Ihrer Reha-Einrichtung. Dort wird man prüfen, welche erforderlichen Maßnahmen oder Therapien geleistet werden können.

von
gretel

Danke, aber dort bekommt man nur einen Termin ueber den Arzt. Ist alles im System anscheinend, nur klappt es mit der Umsetzung nicht

von
islam gehört nicht zu deutschland

das ging mir damals in lindow auch so. nach 5 Wochen hab ich mich beschwert, plötzlich ging alles, die wollten das ich 2 Wochen verlänger, was i natürlich nicht gemacht habe. die Reha-kliniken wollen natürlich ihre " heilungsquote " recht oben halten, hat aber bei mir nicht funktioniert.

von
Herz1952

Hallo Gretel,

Neurologie ist nicht gleich Psychiatrie. Aber der Chefarzt könnte Ihnen medikamentös vielleicht doch helfen.

Was der Experte geraten hat, den Sozialen Dienst einzuschalten, davon - entschuldigen Sie bitte sehr geehrter Experte - davon halte ich kaum was.

Nach deren Beratung hätte ich mich umgehend arbeitslos melden sollen, weil ich noch in die 24-Monats-Regel für ALG I gefallen wäre.

Ich habe der Sozialberaterin deutlich zu verstehen geben, dass ich vermutlich nie mehr arbeiten kann. Da hat sie mir dann geraten, einen neutralen Rentenberater hinzuzuziehen.

Ich hatte allerdings auch einen Oberarzt, der hielt biologisch unmögliches anscheinend für möglich, oder er glaubte an Wunder.

Alles Gute.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Was der Experte geraten hat, den Sozialen Dienst einzuschalten, davon - entschuldigen Sie bitte sehr geehrter Experte - davon halte ich kaum was.

Nur weil "Ihr" Sozialdienst angeblich inkompetent war, muss das überall so sein?

Sind ALLE Arbeitslosen faul oder ALLE EM-Rentner Drückeberger, nur weil hin und wieder ein paar schwarze Schafe entlarvt wurden?

Aber es sind ja auch ALLE Krankenkassen-Mitarbeiter Betrüger, nicht wahr?
Zumindest berichteten Sie das schon einige Male.....

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

ich habe das nur als Beispiel genannt. Aber die Sozialdienste haben keine medizinische Kompetenz. Bei mir war es auch eine REHA-Einrichtung der RV und sie war auch von meiner Krankenkasse zugelassen.

Ich denke, dass Malli bei einem Gespräch mit dem Chefarzt weitergeholfen werden kann.

Beim nächsten Satz mit den SV-Empfängern usw. bin ich grundsätzlich nicht dieser Ansicht. Vielleicht habe ich mich mal falsch ausgedrückt. Das war aber bestimmt nicht "mein Duktus" (smile). In dieser Hinsicht bin ich ganz Ihrer Meinung. Ich hatte halt manchmal den (falschen) Eindruck, dass Sie meinen, jeder, der Arbeit will, bekommt auch welche. Sorry.

Die Krankenkassen können ja nichts für. Die Regierung erlaubt den forschenden Arzneifirmen, jeden Preis für neue Arzneien zu verlangen und im Gegenzug dies auch als erstes Land zu bekommen.

Nächste Stufe ist das ANNOG (Arzneimittelneuordnungsgesetz). Dann folgt das IQWiG, das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Wobei aufgrund des AMNOG in erster Linie die Wirtschaftlichkeit (meine Meinung) zu stark beachtet wird.

Das Beschlussgremium für die Verschreibungsfähigkeit neuer Arzneien ist der GBA (Gemeinsamer Bundesausschuss). Dieser wollte, das kein gesetzlich Versicherter an die zugelassenen Arzneien aber nicht als erstattungsfähig erklärten Arzneien (und Methoden) "rankommt". Ein solcher Beschluss des GBA wurde allerdings vom Bundesverfassungsgericht als rechtswidrig erklärt, weil er gesetzlich Versicherte von deren Grundrechten (GG) ausschließt.

Einem GKV Versicherten soll es auch nicht besser gehen (AMNOG/IQWiG) durch ein neues Medikament, sondern er soll nur mit dem billigeren Medikament länger "leben". Außerdem geht es um Zusatznutzen eines neuen Medikamentes. Dieser nicht gegeben auch wenn durch dieses Medikament ein bereits erkranktes Organ nicht geschädigt wird, weil es im Körper anders abgebaut wird. Deswegen wird es wieder generell von der Erstattung durch die Kasse ausgeschlossen.

Wenn der Patient sich nicht darum kümmert, die Ärzte interessiert das einen "feuchten Kehricht". Die denken nur an die Mehrarbeit und ihr Budget. Wenn die Krankenkasse auch nur "hustet" und oder deren KV, bekommend diese gleich die Grippe.

Sie sagen einfach dem Patienten, sie dürften das nicht verschreiben. Doch, dürften Sie, bei einer entsprechenden Begründung.

Mir tut es nur leid, dass ich meine Rechte schon durchsetzen konnte, aber den anderen, die das System nicht durchschauen, nicht weiterhelfen kann.

von
Herz1952

Nachtrag:

Im GBA sitzt natürlich der Spitzenverband Bund der Krankenkassen mit 5 Mitgliedern, die Leistungserbringer - keine Ärzte, sondern deren Vertretungen mit ebenfalls 5 Personen.

Beide sind nicht an Mehrausgaben interessiert.

Dazu kommen noch 5 "Patientenvertreter" ohne Stimmrecht, die aber sich auch nur für ihre eigenen Probleme interessieren und andere Patientengruppen "in die Pfanne hauen.

Es gibt noch 3 neutrale Vertreter, darunter ein neutraler Vorsitzender - möglicherweise Jurist -ohne jede Krankheitskenntnisse. Dieser entscheidet jedoch bei Stimmengleichheit - TOLL. Der letzte - nicht mehr im GBA tätige - Vorsitzende nahm sogar in Kauf, dass sich Patienten durch Insulin selbst gefährden könnten, weil er Antidiabetika aus der Erstattungspflicht herausnahm, die keine "Unterzuckerung" verursachen konnten. Das tat er trotz aller Einwände von Diabetologen, die Ihre Patienten jetzt nicht mehr adäquat behandeln können. Nicht jeder Diabetes ist "insulinpflichtig", sondern da ist Insulin evtl. sogar schädlich.

von
=//=

Zitiert von: Herz1952

Hallo Gretel,

Neurologie ist nicht gleich Psychiatrie. Aber der Chefarzt könnte Ihnen medikamentös vielleicht doch helfen.
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Sie finden es tatsächlich gut, in einer REHA-KLINIK die Patientin mit Medikamenten zu behandeln?

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Was der Experte geraten hat, den Sozialen Dienst einzuschalten, davon - entschuldigen Sie bitte sehr geehrter Experte - davon halte ich kaum was.

Nach deren Beratung hätte ich mich umgehend arbeitslos melden sollen, weil ich noch in die 24-Monats-Regel für ALG I gefallen wäre.

Ich habe der Sozialberaterin deutlich zu verstehen geben, dass ich vermutlich nie mehr arbeiten kann. Da hat sie mir dann geraten, einen neutralen Rentenberater hinzuzuziehen.

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Was war an der Aussage der Sozialarbeiterin falsch, wenn Sie Ihnen geraten hat, sich arbeitslos zu melden? Sie haben ihr doch selbst gesagt, dass Sie nicht mehr arbeiten können...

Seltsam.

von
Herz1952

Berichtigung:

Spibu (Spitzbubenverband) der gesetzlichen Krankenkassen. (smile)

von
gretel

War heut früh beim Arzt und hab gsagt, wie schon die vergangnn Wochen, was ich brauche und möchte. Er hat es eingegben. Dann war vorhin dr neue Plan da. Die einzige Änderung war ine zusätzliche Sache. Aber von den gewünschten und erfassten Änderungen keine Spur.

Ich komme mir so langsam veräppelt vor. Oder ist das ein Test, um min Stresstoleranz zu testn? Mich regt das mittlerweile dermaßen auf, dass ich kaum schlafen kann. Aber morgen ist Visite

von
Herz1952

Hallo =/=,

wenn ich nicht mehr (nie mehr) arbeiten kann, hätte sie mir raten müssen, einen Rentenantrag zu stellen, diese wäre sachlich richtig gewesen.

Sie wusste allerdings nicht, wie mein Krankheitszustand war. Es war von vorneherein keine Besserung mehr zu erwarten. Das war medizinischer Fakt. Abgestorbene Herzzellen erneuern sich nunmal nicht mehr beim Menschen, das geht nur bei Lurchen und Zebrafischen u. evtl. noch bei anderen Tierarten.

Aber das lag auch am Oberarzt der Kardiologie, der hatte mir doch tatsächlich einreden wollen dass der EF meines Herzens noch vielleicht bis zu 50 % (normal sind 60 %) steigern könnte.

Er hatte im Juli 2005 "gut gemessen" über Echo 40 % festegestellt. Tatsächlich waren es im Januar 2006 nur 32 % gemessen mit MRT und Nov. 2008 erst 38 % gemessen mit MRT im Rahmen einer Studie der Uni-Klinik Ffm. Mehr ist es auch nicht mehr geworden. Dies hat mir allerdings ein erfahrener Uni-Klinik-Kardiologe allerdings schon vor der OP mit 4 Bypässen "vorhergesagt". Ich hatte sogar noch Glück, dass eine OP möglich war und das Herz wenigstens stabilisiert werden konnte.

Ich muss allerdings noch dazu sagen, dass es eine sog. AHB (Anschlussheilbehandlung) nach der Operation war (innerhalb 14 Tage nach OP sollte diese angetreten werden). Für das ganze war wahrscheinlich nur zunächst die Krankenkasse zuständig und nicht die Rentenversicherung. AHB ist zwar auch eine "Reha", aber zwischen REHA und REHA ist wohl doch ein kleiner Unterschied (je nach dem wer zahlt). Ich kann mich auch nicht erinnern "Übergangsgeld" erhalten zu haben, sondern Krankengeld.

Aber vielleicht können Sie mich dahingehend aufklären, wie das läuft.

Danke

von
Herz1952

Nachtrag:

aber Sie hat mir daraufhin auch gesagt, dass ich mir besser einen "neutralen" Rentenberater nehmen soll. Was war sie dann wirklich?

Von der Krankenkasse beauftragt, oder doch von der RV???

von
Herz1952

Hallo Gretel,

wenn die zusätzliche Therapie eine psychologische Entspannungstherapie war, bzw. ist, könnte ich mir vorstellen, dass Ihnen das auch nichts bringt.

Ich sollte mir einen "blühenden Baum" vorstellen. Ich konnte mich aber nur entspannen, wenn ich an eine schöne Ski-Abfahrt dachte. Da meine die Therapeutin, dass die "Sitzung" für mich doch nicht geeignet sei (smile).

Ich drücke Ihnen beide Daumen, dass die Visite Ihren Vorstellungen entspricht.

von
Herz1952

Hallo =/=,

noch ein Nachtrag. Ich bin "arbeitsunfähig" aus der Reha entlassen worden. Vielleicht klärt das noch was auf, bevor ich die Sozialarbeiterin einer falschen Auskunft "verdächtige".

von
gretel

Die änderungen sind im System, dannwohl hoffentlich auch auf dem Ausdruck.zusätzlich war keine Entspannung sondern irgend ein neuropsychologischer test.

Warten wir's ab . . . Ich hab noch zweifel