von
Gundi

Mein Vater ist für die nächsten 6 Wochen zur Rehakur, und ist sehr unzufrieden. Tabletten wurden vertauscht, er darf die Schwimmhalle und Sauna nicht benutzen obwohl es für sein Krankheitsbild dringend notwendig wäre und und und. Wo kann man sich da eigentlich hinwenden und beschweren? Kann er die Kur abbrechen und er bekommt eine neue oder wie läuft das? Momentan sieht es so aus, das wenn er von der Kur wiederkommt er reif ist für die nächste.

von
Wissender

Ihr Vater oder besser Sie - weil Sie ja gut argumentieren können - sollten sich unmittelbar an den Leiter des Sozialmedizinisches Dienstes des zuständigen DRV-Trägers wenden, erst mündlich, und wenn keine Abhilfe erfolgt oder versprochen wird, schriftlich gegen Empfangsbescheinigung (Einschreiben-Rückschein).Im Falle der Ablehnung einer weiteren Reha haben Sie bzw. Ihr Vater beweiskräftiges Material in der Hand.

Desweiteren besteht die Möglichkeit, sich an die zuständige Ärztekammer zu wenden und/oder an die zuständige Landesaufsichtsbehörde - in der Regel das Sozialministerium - zu wenden.

Einige Krankenkassen haben einen Arztservice eingerichtet, wo man sich hinsichtlich Therapien fachärztlich etc. beraten lassen kann.

Es empfiehlt sich, sich das Beratungsergebnis schriftlich geben zu lassen.

von
Antonius

In jeder Reha - Klinik gibt es Patientenbetreuer, die für die Probleme der Patienten zuständig sind. Bevor Sie "mit Kanonen auf Spatzen schiessen", sollten Sie sich erst einmal an diese Stelle wenden. Danach können Sie sich, falls erforderlich, immer noch bei der Klinikleitung oder dem zuständigen Kostenträger beschweren. (Meistens völlig grundlos !)

von
KSC

ich denke auch, dass dieses Problem vor Ort gelöst werden sollte.

Beim Vertauschen von Tabletten handelt es sich klar um einen unverzeihlichen Fehler - aber wenn dies einmal vorgekommen ist, dann ist das im Nachhinein nicht mehr zu ändern, kommt das täglich vor, sähe es natürlich anders aus.

Und das mit dem Schwimmbad ist natürlich dann bedenklich, wenn Ihr Vater der einzige wäre, der das Bad "grundlos / willkürlich" nicht nutzen darf. So was kommt wohl nicht vor - da muss es irgendeine Begründung geben, die man erfragen kann (haben Sie uns die verschwiegen?).

Was "und, und, und" ist, kann online nicht beurteilt werden: sind das belegbare Dinge, kann man das sicher vor Ort ansprechen und es gibt "hoffentlich" Erklärungen und Abhilfe dafür.

Wenn nach dem Gespräch die Fehler abgestellt sind, gibt es nichts was gegen die Fortführung der Reha spricht.

Gibts triftige Gründe, so kann jeder freie Bürger seine Reha abbrechen. Ob und wann und wo es dann eine erneute Reha gibt, hängt von der Begründung im Einzelfall beim nächsten Antrag ab.

Vielleicht sieht in den ersten Tagen auch alles viel schlimmer aus, als es dann letztendlich ist?...

von
48ziger

Hallo,

sprechen Sie mit dem betreuenden Arzt (Stammarzt) mit Sicherheit wird er Ihnen die medizinischen Gründe nennen warum Ihr Vater z.B. nicht ins Wasser und die Sauna darf -

Ein klärendes Gespräch vor Ort löst die Probleme schneller und zufriedenstellender -

meine Reha Erfahrung !

Freundlicher Gruss

48ziger

von Experte/in Experten-Antwort

"Wo kann man sich da eigentlich hinwenden und beschweren?"

Einige Träger der RV haben zwischenzeitlich auch ein Beschwerdemanagement für die hauseigenen Kliniken, das eben für die von Ihnen geschilderten Fälle der richtige Ansprechpartner ist.

Sprechen Sie dennoch vor Ort in der Klinik die hier geschilderten Punkte an und fordern hierzu ggf. eine schriftliche Stellungnahme ein. Dann wird sich der für die Rehamaßnahme zuständige RV Träger dazu auch äußern können.

Hierzu online Pauschalmeinungen einzuholen, hilft indes wenig weiter.

MfG