von
Albert

Also... ich möchte mal wissen ob es zulässig ist, wenn ich mein haus für einen symbolischen wert an meine kinder verkaufe (also weit unter dem tatsächlichen wert), da meine zu erwartende rente zwar fürs leben reichen wird aber sollte ich ein pflegefall werden es eben dann nicht mehr ausreichen würde und dann mein sehr sauer erspartes haus (hatte immer wenig verdient) auch noch draufgehen würde für die Pflege im altersheim.
für eine antwort wäre ich sehr dankbar.

schönen abend

von
Koppi

Im Fall des Falles kann das bis zu 10 Jahren rückgängig gemacht werden.

von
KSC

das ist keine Frage fürs Rentenforum. Da müssen Sie sich anderweitig schlau machen.

Auf deutsch ausgedrückt, wollen Sie doch den Staat bescheißen:
das Vermögen verschenken und im Ernstfall Sozialhilfe , etc abkassieren, weil Sie nicht einsehen mit Ihrem Vermögen für einen Notfall einzustehen.

Und die Allgemeinheit soll dann Ihr Problem lösen, damit die Jngen sorgenfrei im geschenkten Haus mietfrei leben können.

Also ich versteh nicht, warum meine Steuern dafür verwendet werden sollten?

Experten-Antwort

Wenn Sie Ihr Haus verkaufen/vererben/vermachen (egal zu welchem Preis) dürfen Sie in den nächsten 10 Jahren nicht bedürftig werden, sonst kann man es rückgängig machen.

von
Rosanna

Hallo Albert,

ich schließe mich insbesondere den Ausführungen von @KSC vollkommen an!

Ich könnte jedesmal, wenn ich solche Beiträge lese, stinksauer werden. Sie würden das Geld für´s Pflegeheim nicht von Ihren Kindern, dafür von Wildfremden, die arbeiten und ihre Steuern zahlen, nehmen? Denn nichts anderes ist die Sozialhilfe!!! Die fällt nämlich nicht vom Himmel des Sozialamtes, sondern wird von allen Steuerzahlern finanziert.

Auf die Idee sind schon viele andere gekommen, nämlich dass sie ihr Vermögen verschenken, um später Sozialhilfe für die Unterbringung im teuren Pflegeheim zu kassieren.

Nee, nee, is nicht. Die Sozialämter sind auch nicht von gestern! Selbst wenn das mit der 10-Jahresfrist nicht gelten würde und die Kinder das Vermögen/die Immobilie erhalten haben, müßten sie für die Unterbringungskosten aufkommen, weil sie dann vermutlich unterhaltsFÄHIG wären.

Bei der Sozialhilfe gibt es keinen festen Freibetrag wie bei der Grundsicherung, bei der die Angehörigen erst ab einem Einkommen von über 100.000,- € herangezogen werden!

VG Rosanna.

von
Happy

Hallo Albert,

grundsätzlich stimme auch ich dem Beitrag von @KSC zu, aber....

wenn ich ganz ehrlich bin, dann kann ich Ihre Bedenken verstehen! Auch betrifft es mich als Steuerzahler, wenn Sie es so machen. Dennoch muss man auch sehen, das die Pflege in einem Altenheim oder Pflegeheim absolut überteuert ist. Mal abgesehen von den Pflegeversicherungsbeiträgen die wir zahlen und das ist jetzt auch schon wieder teurer geworden, reicht eine selbstfinanzierte Versorgung nie aus. Sie haben also meiner Meinung nach einen ganz ehrlichen Gedanken hier Preis gegeben. Auch wenn ich @Rosanna und KSC wirklich sehr schätze, kann ich ihren überhöhten Unmut hier nicht teilen. Aber das ist eine andere Geschichte...
Sie wissen ja jetzt, was passiert wenn der Fall eintritt und müssen damit rechnen, ihr sauer erarbeitetes Häußchen zu "opfern".
Versuchen Sie jedoch auch zu verstehen, dass Sie in einem Pflegeheim oder Altenheim versorgt und betreut werden. Das ist teuer und muss auch von Ihnen getragen werden so gut es eben geht. Wenn Sie jedoch noch fit genug sind um allein zu leben und vielleicht nur ab und an jemaden brauchen, der nach dem Rechten sieht, dann leben Sie so lange sie können in Ihrem Haus! Wenn Ihre Kinder sie entsprechend umsorgen, brauchen sie nicht in ein "Heim"!!!

MfG
Happy

von
Rosanna

Liebe Happy,

ist nicht böse gemeint, aber leider kann ich Sie jetzt gerade nicht ganz verstehen.

Im Fall von @Albert ist es ein Haus, das für die Altersvorsorge von ihm steht. Bei jemand anderem sind es vielleicht 200.000 EUR, die er sich mühsam zusammengespart hat, die für die Altersvorsorge stehen. Die meisten Häuslebauer/-Käufer haben sich das Geld mehr oder weniger vom Mund abgespart. Ich denke mal, die wenigsten können ein Haus so ganz nebenbei kaufen, ohne Entbehrungen und Opfer. Dafür haben sie aber gerade für das Alter oder für schlechte Zeiten (z.B. niedrige Rente) Vermögen in irgendeiner Form.

Zur Altersvorsorge gehört nun mal auch - im schlimmsten Fall - die Unterbringung in einem Pflegeheim. Dass ein solches wirklich nicht billig ist und von vielen Rentnern nicht aus der Rente bezahlt werden kann, kann doch aber nicht das "Problem" der Allgemeinheit sein??

Für den Einzelnen (hier: Albert) erscheint es vielleicht ungerecht, wenn er sein Haus für einen evtl. Pflegeheimaufenthalt "hergeben" muß. Für einen anderen, der Geld-Vermögen hat, gilt aber das Gleiche. Und damit dieses Vermögen, was keinen Sozialhilfeanspruch begründet, nicht vorher (rechtzeitig) "verschleudert" wird und der Staat (sprich die Allgemeinheit) einspringen muss, gibt es diese 10-Jahresfrist. Und ich finde das vollkommen in Ordnung.

Im Endeffekt muß gerade heutzutage jeder sehen, wo er bleibt. So dramatisch das manchmal auch sein mag. Ich habe das leider auch schon am eigenen Leib erfahren (müssen). Deshalb vielleicht auch mein ganzer Unmut.

MfG Rosanna.

von
Happy

ja ich weiß! Ich stimme ja auch mit Ihrem Beitrag gedanklich überein, ehrlich.
Das hatte ich ja auch geschrieben. Böse bin ich doch nicht ;-))
Ich habe halt privat, weil es mir Spaß macht und ich darin eine sinnvolle Zusatzaufgabe sehe, mit alten Menschen zu tun! Ich meine wirklich alt (90 und aufwärts) und die leben alle noch in der eigenen Wohnung oder im Haus. Klar benötigen die auch Hilfe im Haushalt oder beim Wadschen und Anziehen, aber so gut es geht sind diese Herrschaften noch "selbständig". Ich bewundere das sehr und darum wollte ich @Albert einfach klar machen was außer dem "Heim" noch geht.
Sie sollten das mal erleben, die können soooo witzig sein und ich lerne daraus für mein Leben. Als Kind hab ich Geschichten jeglicher Art geliebt und jetzt als Erwachsene darf ich in den Genuss kommen, das nochmal zu erleben. Ich habe seinen Beitrag als ehrlich empfunden ohne den Gedanken an "Betrug". Ich glaube wirklich, dass Albert das so nicht beabsichtigt hatte. Nun weiß er ja bescheid und wird sicher eine Lösung finden. Irgendwann sind wir alle in dieser Situation, ob wir wollen oder nicht und darum hab ich Albert schon ein bissel verstanden.
Ich kann ihm nur raten, seinen Lebensabend so gut es geht in seinem Häußchen zu verbringen. Wenn es nicht mehr geht, dann wird er sich auch keine Gedanken mehr um sein Häußchen machen können, sondern ist froh wenn er seinen täglichen Lebensablauf bewältigen kann und es auch noch wahrnimmt.

LG
Happy

von
Rosanna

Dagegen ist ja nichts zu sagen. Sicherlich ist es für einen alten Menschen immer am Schönsten, den Lebensabend im eigenen Heim zu verbringen.

Bestimmt hat @Albert auch nicht wissentlich von Betrug gesprochen oder daran gedacht. Das habe ich ihm ja nicht unterstellt. Aber der Satz

" ...und dann mein sehr sauer erspartes haus (hatte immer wenig verdient) auch noch draufgehen würde für die Pflege im altersheim." spricht halt mal für sich.

Und prinzipiell spart man doch in erster Linie für sich und nicht für andere (Kinder, Familie etc.). Deshalb ist das Vermögen, gleich welcher Art, auch für den Betreffenden einzusetzen.

Wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

LG Rosanna.

von
Schiko.

Ich finde es einfach hundsgemein, wie mit der anfrage von
albert umgegangen wird.
Da stellt er eine sachlage dar, wie es einmal sein könnte.

Ganz korrekt hat koppe in aller kürze die richtige auskunft
erteilt, das wäre es eigentlich gewesen.
Bin schon enttäuscht was dann folgte, zumal von personen,
die sich bisher in der regel anständig benamen.

Da werden einfach opfer zu tätern abgestempelt, nur weil sie
was wissen wollten, halte dies für unmöglich.

Halt, soeben lese ich noch, unsere tüchtige Rosanna - meine dies
wirklich nicht polemisch- hat mit einen erneuten eintrag die not-
bremse gezogen.

Etwas weniger könnte manchmal mehr sein.

Mit freundlichen Grüßen,